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Coronavirus: Herzpatienten als Risikofaktor? Das sollten Sie jetzt beachten

Vorerkrankungen als Risikofaktor  

Coronavirus: Das sollten Herzpatienten jetzt beachten

Von Melanie Weiner

21.05.2020, 12:03 Uhr
Wie das Coronavirus menschliche Zellen infiziert

Forscher haben herausgefunden, wie das Coronavirus im menschlichen Körper wirkt. Eine Videoanimation zeigt, was das Virus ansteckender als den SARS-Erreger macht. (Quelle: t-online.de)

Coronavirus: So wird der Erreger auf den Menschen übertragen. (Quelle: t-online.de)


Die Infektion mit SARS-CoV-2 verläuft bei Menschen mit Vorerkrankungen schwerer als bei Gesunden – das gilt besonders für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch sie können sich schützen.

Das Coronavirus überträgt sich von Mensch zu Mensch – mal mit mildem, mal mit schwerem Verlauf. Mögliche Vorerkrankungen der infizierten Patienten spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Covid-19: Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Risikofaktor

Insbesondere Menschen mit Lungenerkrankungen wie COPD gelten als Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19. Doch erste Analysen zeigen: Viele mit SARS-CoV-2 infizierte Personen, die im Krankenhaus behandelt werden, weisen bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf.

Zu den kardiovaskulären Erkrankungen zählen:

  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Herzentzündungen
  • Herzklappenfehler
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Bei diesen Patienten kann der Verlauf der neuen Lungenerkrankung mit Komplikationen einhergehen – und auch tödlich enden.

"Das Coronavirus scheint nach Einschätzung der Amerikanischen Kardiologie-Gesellschaft (ACC) auf Basis von Fallberichten aus China gerade für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit einem höheren Sterblichkeits- und Komplikationsrisiko verbunden zu sein", informiert die Deutsche Herzstiftung. Die ohnehin eingeschränkte Herzfunktion werde durch die Virusinfektion zusätzlich belastet und schnell überfordert.

Wichtige Ratschläge für Herzpatienten

Experten der ACC haben aktuelle Empfehlungen für kardiale Risikopatienten veröffentlicht. Darin raten sie unter anderem:

  • Herz-Kreislauf-Patienten sollten genau auf ihren Körper hören und besonders aufmerksam werden, wenn sie vermehrt husten müssen oder kurzatmig sind. Es besteht die Gefahr, dass die Covid-19-Erkrankung die klassischen Symptome eines akuten Herzinfarktes überlagern kann. In der Folge könnte ein solcher erst spät oder gar nicht erkannt werden.
  • Für alle Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die konsequente Einnahme der vom Arzt verschriebenen Medikamente wichtig. Diese sollten auch für den Fall einer schweren Erkrankung oder Quarantäne in einer Monatsmenge zu Hause bereitliegen.
  • Wichtig ist außerdem, dass herzkranke Patienten gegen Pneumokokken und Influenza geimpft sind, um etwa eine Doppelinfektion mit Influenza und Covid-19 oder einer anderen Lungenkrankheit zu vermeiden.
  • Bei Beratungsbedarf sollten Sie wenn möglich telemedizinische Sprechstundenangebote nutzen. In der aktuellen Coronavirus-Epidemie sollten Sie nur in dringenden Fällen die Praxis direkt aufsuchen.

Generell sollten Herzpatienten auf eine ausgewogene Ernährung sowie genügend Schlaf und Stressbewältigung achten. Auch ein gestärktes Immunsystem kann helfen, sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Wie Sie Ihre Abwehrkräfte stärken, lesen Sie hier.

Trotz Covid-19: Welche Arztbesuche Sie nicht aufschieben sollten



Die allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, richtiges Husten und Niesen sowie Abstand zu anderen Menschen halten, gelten für Vorerkrankte und Gesunde gleichermaßen.

Sollten Sie Krankheitszeichen bei sich selbst bemerken, melden Sie sich umgehend telefonisch bei Ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Notdienst (116117).

Verwendete Quellen:
  • Deutsche Herzstiftung
  • American College of Cardiology
  • Internisten im Netz
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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