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Nicht nur Coronavirus zirkuliert: Wie viele Grippe-Fälle gibt es aktuell?


Nicht nur Corona zirkuliert: Wie viele Grippe-Fälle gibt es aktuell?

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

08.01.2021Lesedauer: 3 Min.
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Arztbesuch: Das Robert Koch-Institut verzeichnet deutlich weniger Influenzafälle als in den Jahren zuvor.
Arztbesuch: Das Robert Koch-Institut verzeichnet deutlich weniger Influenzafälle als in den Jahren zuvor. (Quelle: SanyaSM/getty-images-bilder)
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Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist seit Wochen auf einem hohen Niveau. Doch wie steht es eigentlich um die Grippe? Und lohnt sich die Influenzaimpfung jetzt noch?

Winterzeit ist Grippezeit – doch aktuell grassiert ein anderes Virus in ganz Deutschland: SARS-CoV-2. Führt die Corona-Pandemie tatsächlich zu weniger Grippe-Kranken? Ein Blick in die neuesten Berichte des Robert Koch-Instituts (RKI).


Corona-Spätfolgen: Diese Beschwerden treten häufig auf

Auch nach überstandener Corona-Infektion berichten einige Betroffene über Spätfolgen. Mediziner sprechen bei diesen Auffälligkeiten vom Long-Covid- oder Post-Covid-Syndrom. Ein Überblick über mögliche Symptome.
Kopfschmerzen: Oft wird auch von Kopfweh und Migräneattacken nach Covid-19 berichtet.
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Grippesaison 2020/2021 begann schwächer

Die Grippesaison in Deutschland ist vergleichsweise verhalten gestartet. Seit Beginn in der 40. Kalenderwoche 2020 wurden dem Robert Koch-Institut insgesamt 266 bestätigte Influenza-Fälle gemeldet (Stand: 7. Januar 2021). In der gleichen Zeit des Vorjahres lag die Fallzahl bei mehr als 2.900. Die vom RKI angegebenen Zahlen beinhalten nur die laborbestätigten Fälle, die dem Institut gemeldet werden.

Eine Grippesaison geht immer von der 40. Kalenderwoche des einen Jahres bis zur 20. Kalenderwoche des Folgejahres. Das heißt, dass die aktuelle Saison vom 28. September 2020 bis zum 23. Mai 2021 reicht.

Deutlich wird die geringe Grippeaktivität auch auf Wochenbasis: Während es in der 51. Kalenderwoche 2019 laut RKI noch mehr als 1.100 Meldungen über Grippe-Infektionen gab, lag die Zahl 2020 bei nur 23 Fällen.

Dazu heißt es im aktuellen Wochenbericht: "Es wird bisher von einer Zirkulation von Influenzaviren auf extrem niedrigen Niveau in der Saison 2020/21 ausgegangen." Sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen konnte ein Rückgang von akuten Atemwegserkrankungen beobachtet werden.

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Karte zeigt geringe Grippeaktivität in Deutschland

Eine Abbildung des RKI zeigt, dass die Grippeaktivität zum Ende des Jahres 2020 flächendeckend normal ausfällt. Nur in wenigen Regionen Deutschlands ist sie geringfügig bis moderat erhöht.

(Quelle: Robert Koch-Institut)

Dem RKI zufolge berichten Länder weltweit über eine niedrige Influenza-Aktivität, die deutlich unter den Ergebnissen im vergleichbaren Zeitraum der Vorjahre liegt. Verantwortlich dafür dürfte die Corona-Pandemie sein.

Deutlicher Effekt: Corona dämmt Influenza ein

Alltagsmaske, Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen, die seit Monaten gelten, sollen verhindern, dass sich das Coronavirus unkontrolliert ausbreitet. Doch nicht nur SARS-CoV-2, auch andere Krankheiten scheinen durch diese Maßnahmen eingeschränkt zu werden. So senken sie auch das Risiko, sich mit Influenza zu infizieren.

Der Effekt zeigte sich zunächst auf der Südhalbkugel der Erde: Denn in Australien startete mit der Corona-Pandemie direkt die Influenzasaison. Laut dem australischen Grippebericht verlief die Grippe im Jahr 2020 mild und deutlich schwächer im Vergleich zu den Vorjahren. Als Gründe dafür wurden die Hygienevorschriften und die Abstandsregeln genannt.

Auch die Aufforderungen zur Grippeimpfung und die damit gestiegene Impfbereitschaft in der Bevölkerung könnten dazu beigetragen haben, dass in der Saison 2020/21 weniger Grippefälle verzeichnet werden.

Grippeimpfung: Einer Studie zufolge könnte sie auch vor Covid-19 schützen.
Grippeimpfung: Einer Studie zufolge könnte sie auch vor Covid-19 schützen. (Quelle: PixelsEffect/getty-images-bilder)

Grippeschutzimpfung: Lohnt sie sich jetzt noch?

Mediziner raten weiterhin zur Impfung gegen Influenza – auch im Januar. Drei wichtige Gründe dafür:

  1. Der Höhepunkt der Grippewelle liegt jedes Jahr bei Ende Januar bis Anfang Februar. Es ist noch möglich, bis dahin einen Impfschutz aufzubauen.
  2. Grippegeimpfte Menschen können offenbar im Falle einer Corona-Infektion eine bessere Immunantwort gegen das Coronavirus liefern als nicht geimpfte Patienten. Das zeigte eine Studie von Forschern der Radboud Universität in den Niederlanden und der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Sie gehen von einem Trainingseffekt des Immunsystems durch die Grippeimpfung aus. Der Grippe-Impfstoff veranlasse die körpereigene Abwehr, nicht nur Influenzaviren, sondern auch das Coronavirus effektiver zu bekämpfen.
  3. Eine Grippeimpfung kann auch eher Klarheit bringen, ob es sich bei Symptomen um Corona oder Influenza handelt. Denn ist jemand gegen Grippe geimpft und hat Symptome, dann ist es zumindest unwahrscheinlicher, dass er eine Grippe hat, als wenn er sich gegen dieses Virus nicht hätte impfen lassen.

Influenzaimpfung noch vor Corona-Impfung?

Sollten Sie jedoch schon in kurzer Zeit eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten, empfiehlt sich eine Grippeimpfung kurz davor nicht. Bei Impfungen ist es generell ratsam, einen Mindestabstand von einigen Wochen einzuhalten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Robert Koch-Institut: Arbeitsgemeinschaft Influenza
  • Deutsche Apotheker Zeitung
  • FAZ: "Corona-Vorsicht hilft gegen Grippe", 17.12.2020
  • Eigene Recherche
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Von Laura Stresing, Cem Özer, Sandra Simonsen
Von Christiane Braunsdorf
COVID-19DeutschlandGrippeRKI
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