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Corona Impftermin Sachsen-Anhalt: Anmeldung, Hotline, wichtige Infos

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Sachsen-Anhalt: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

04.03.2021, 09:04 Uhr | ag, t-online

Corona Impftermin Sachsen-Anhalt: Anmeldung, Hotline, wichtige Infos. Ampulle mit Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Getty Images/ filmfoto)

Ampulle mit Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: filmfoto/Getty Images)

Die Impfzentren in Sachsen-Anhalt haben ihre Arbeit aufgenommen. Wie in allen Bundesländern erhalten zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe in Sachsen-Anhalt erfolgt und wie die Impfung abläuft.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Wer wann geimpft wird, ist in Sachsen-Anhalt wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Die Reihenfolge beim Impftermin richtet sich nach einer Priorisierung von Personengruppen, die ein hohes Erkrankungsrisiko haben oder einen Kontakt zu Risikopatienten haben. Eine Auflistung der Priorisierung der Personengruppen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Die meisten Menschen der höchsten Priorisierungsgruppe sind in Sachsen-Anhalt bereits geimpft. Hierzu gehören:

  • Menschen, die über 80 sind.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind oder selbst behandelt werden.
  • Personen, die bei ambulanten Pflegediensten arbeiten und regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, Hierzu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, ambulante Palliativstationen oder Impfzentren.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (beispielsweise Krebs- oder Transplantationspatienten).

Die Impfung der Priorisierungsgruppe 2 hat bereits begonnen. Hierzu zählen folgende Personen/ Erkrankungen:

  • schwere psychiatrische Erkrankungen, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
  • maligne hämatologische Erkrankungen oder behandlungsbedürftige solide Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt,
  • interstitielle Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder eine andere, ähnlich schwere chronische Lungenerkrankung,
  • Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5 Prozent),
  • Leberzirrhose oder eine andere chronische Lebererkrankung,
  • chronische Nierenerkrankung,
  • Adipositas (Body-Mass-Index über 40).

Polizisten in Sachsen-Anhalt erhalten als priorisiert eingestufte Gruppe ebenfalls eine Corona-Impfung. Durch eine Anpassung der "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus Sars-CoV-2" des Bundesgesundheitsministeriums ist dies möglich. Das Impfkonzept sieht vor, dass zunächst die Polizisten berücksichtigt werden sollen, die durch "häufigen und unüberschaubaren Kontakt" einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
Für diese Gruppe ist der Impfstoff von Astrazeneca durch das Gesundheitsministerium freigegeben worden.

Wie werde ich benachrichtigt?

Nur manche Kommunen und Landkreise in Sachsen-Anhalt schreiben impfberechtigte Senioren über 80 Jahren an und laden sie zur kostenlosen Corona-Schutzimpfung ein. Grundsätzlich jedoch kann jeder, der ein Anrecht auf eine Impfung hat, einen Termin telefonisch oder online vereinbaren.

Die Termine werden je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes und den Kapazitäten des jeweiligen Impfzentrums vergeben. Da pro Person zwei Impfungen nötig sind, werden immer gleich beide Termine vereinbart.

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat die Regierung eine zentrale Hotline eingerichtet. Die Anmeldung zur Corona-Impfung unter der bundesweiten Hotline 116 117 möglich. Bei der Terminvergabe wird die Impfberechtigung abgefragt und ein Code ausgegeben. Die Hotline ist kostendfrei und Montag bis Sonntag von 8 bis 22 Uhr erreichbar.

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anmeldung zum Impftermin besteht auch die Möglichkeit, sich online einen Impftermin für die erste und zweite Corona-Impfung im jeweils zuständigen Impfzentrum zu reservieren. Die Anmeldung erfolgt auf folgender Internetseite: www.impfterminservice.de. Die Impfzentren schalten hier mögliche Zeitfenster frei. Bei der Online-Terminvergabe bekommen Sie Ihre Terminbestätigung und den Code per E-Mail zugesandt.

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch ein mobiles Impf-Team. Das Land Sachsen-Anhalt steht mit den Pflegeeinrichtungen im Austausch, um zunächst den Einsatz der mobilen Teams zu koordinieren. 

Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung.

Für pflegebedürftige Menschen, die zu Hause leben, aber nicht in die Impfzentren fahren können, gibt es mobile Impfteams. Die sind zunächst aber vor allem noch in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz. Wann der Service in vollem Umfang zur Verfügung steht, ist derzeit noch ungewiss.

Liste der Impfzentren in Sachsen-Anhalt

Aus logistischen Gründen ist die Impfung ausschließlich in dem Landkreis/der kreisfreien Stadt vorgesehen, in der Sie gemeldet sind. Erst- und Zweitimpfung finden im selben Impfzentrum statt. 

In Sachsen-Anhalt wird in 14 regionalen Impfzentren geimpft:

  • Bitterfeld-​Wolfen (Landkreis Anhalt-​Bitterfeld)
  • Burg (Landkreis Jerichower Land)
  • Dessau-​Roßlau (Stadt Dessau)
  • Gardelegen (Altmarkkreis Salzwedel) 
  • Haldensleben (Landkreis Börde) 
  • Halle (Stadt Halle)
  • Lützen (Burgenlandkreis)
  • Magdeburg (Stadt Magdeburg)
  • Merseburg (Saalekreis)
  • Quedlinburg (Landkreis Harz)
  • Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-​Südharz)
  • Staßfurt (Landkreis Salzlandkreis)
  • Stendal (Landkreis Stendal)
  • Wittenberg (Landkreis Wittenberg) 

Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Impfberechtigte Senioren, die nicht von mobilen Impfteams an ihrem Wohnort aufgesucht werden, müssen sich eigenverantwortlich um die Fahrt zum Impfzentrum kümmern. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Krankenkasse die Kosten für eine Anfahrt zum Impfzentrum mit dem Taxi oder einem lokalen Beförderungsdienst erstatten. Das gilt für Personen, die Pflegegrad 4 oder 5 haben oder laut ihrem Schwerbehindertenausweis eine außergewöhnliche Gehbehinderung haben (Kürzel aG), blind (Bl) oder hilflos (H) sind. Allerdings gibt es hierfür keinen rechtlichen Anspruch. Die Leistungsentscheidung trifft allein die zuständige Krankenkasse im Einzelfall. 

Wer die Fahrtkosten nicht von der Kasse erstattet bekommt, sollte prüfen, ob die zuständigen Landkreise oder Städte Transportmöglichkeiten bereitstellen oder bezuschussen. So gibt es beispielsweise in Halle (Saale) für Senioren über 90, die mit dem Taxi ins Impfzentrum fahren, einen finanziellen Zuschuss in Höhe von zehn Euro pro Fahrt.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den Impfzentren in Sachsen-Anhalt gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Personalausweis
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit einen Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Bestätigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte
  • Terminbestätigung oder Buchungscode
  • Unterschriebener Einwilligungsbogen und Aufklärungsmerkblatt

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.
 


Welche Impfstoffe sind derzeit zugelassen?

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen und werden verimpft. Ende letzten Jahres wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Am 7. Januar folgte der Impfstoff von Moderna. Die genannten Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Sie enthalten keine Elemente des Virus, sondern nur Informationen aus dessen DNA. Auf dieser Basis entwickeln die körpereigenen Zellen die gewünschte Immunität.
Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

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► Impftermine in Sachsen-Anhalt
► Impftermine in Schleswig-Holstein
► Impftermine in Thüringen

Für den vollen Impfschutz sind zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen nötig. Den vollen Impfschutz erreichen Sie nach derzeitigem Kenntnisstand sieben Tage nach der zweiten Impfung.

In absehbarer Zeit ist mit der Zulassung weiterer Impfstoffe anderer Hersteller zu rechnen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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