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Studie zeigt: Anti-Lockdown-Demos trugen zur Virus-Verbreitung bei

Aktuelle Studie  

"Querdenker"-Demos trugen zur Virusverbreitung bei

09.02.2021, 12:35 Uhr | rtr, t-online, NoS

Studie zeigt: Anti-Lockdown-Demos trugen zur Virus-Verbreitung bei. Anti-Lockdown-Demos: Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen. (Symbolbild) (Quelle: imago images/JeanMW)

Anti-Lockdown-Demos: Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie haben zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen. (Symbolbild) (Quelle: JeanMW/imago images)

Zwei große "Querdenker"-Kundgebungen fanden im vergangenen Jahr in Deutschland statt. Eine Analyse zeigt: Das Verhalten der Teilnehmer hat das Infektionsgeschehen erheblich beeinflusst. 

Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie im November 2020 haben einer Studie des Leibniz-Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim und der Humboldt-Universität Berlin zufolge zu einer starken Verbreitung des Virus beigetragen.

Steigende Inzidenzwerte nach Kundgebungen

Die Untersuchung stützt sich auf das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, in denen auf die Kundgebungen spezialisierte Busunternehmen Fahrten zu den großen Demonstrationsorten Berlin und Leipzig angeboten hatten. 

Die Untersuchung der Wissenschaftler zeigt, dass in diesen Kreisen die Sieben-Tage-Inzidenz stärker anstieg als in Kreisen, in denen die Busunternehmen keine Reisen anboten. Wie das ZEW mitteilt, konnte in betroffenen Gebieten bis Weihnachten 2020 ein Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz um 40 festgestellt werden.

Risiko für die öffentliche Gesundheit

Die Wissenschaftler der Studie vermuten, dass im Zeitraum bis Weihnachten zwischen 16.000 und 21.000 Infektionen mit dem Coronavirus hätten ausgebremst werden können, wenn diese "Querdenker"-Demos nicht stattgefunden hätten.

Laut der ZEW-Analyse könnte somit das Verhalten jedes Einzelnen die öffentliche Gesundheit gefährden. "Eine mobile Minderheit, die sich nicht an geltende Hygieneregeln hält, kann so ein erhebliches Risiko für andere Personen darstellen", erklärt ZEW-Wissenschaftler und Co-Autor der Studie Dr. Martin Lange.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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