HomeGesundheitKrankheiten & SymptomeCorona

Super-Impfstoff könnte jahrelang gegen Corona schützen – birgt aber Risiken


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextRussland plant offenbar AusreiseverbotSymbolbild für einen TextPolarluft bringt Kälte nach DeutschlandSymbolbild für einen TextSuper Bowl: Halbzeitshow-Star steht festSymbolbild für einen TextBalkongeländer bricht – SchwerverletzteSymbolbild für einen TextBayern-Star spricht über DepressionenSymbolbild für einen TextHoeneß: Wut-Anruf in TV-SendungSymbolbild für einen TextFirmenfeier eskaliert: Mehrere VerletzteSymbolbild für einen TextFlick will nicht lange DFB-Coach seinSymbolbild für einen TextExhibitionist entblößt sich vor MädchenSymbolbild für einen TextElefantenbaby überrascht PflegerSymbolbild für einen TextWiesn: Sexueller Übergriff auf SchlafendeSymbolbild für einen Watson TeaserHerzogin Meghan: Erneut heftige VorwürfeSymbolbild für einen TextErnte gut, alles gut - jetzt spielen

Super-Impfstoff könnte jahrelang gegen Corona schützen

Von t-online, afp, mra

14.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Corona-Impfung: Alle bisher zugelassenen Vakzine müssen wahrscheinlich regelmäßig aufgefrischt werden.
Corona-Impfung: Alle bisher zugelassenen Vakzine müssen wahrscheinlich regelmäßig aufgefrischt werden. (Quelle: Paul Sancya/AP/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Immer mehr Deutsche sind gegen das Coronavirus geimpft, doch der Schutz ist nicht von ewiger Dauer. Eine neue Methode könnte dieses Problem lösen – birgt aber auch Risiken.

Wie lange wirkt die Corona-Impfung? Das ist eine der großen ungeklärten Fragen in der Pandemie. Die Befürchtung ist, dass der Impfschutz der derzeit verwendeten Vakzine mit der Zeit abnimmt und gegen Virusvarianten wirkungslos oder zumindest schwächer wirksam sein könnte. Mehrere Start-ups arbeiten deshalb an einem Impfstoff, der über Jahre und auch gegen immer neue Mutanten immun machen soll.


Corona-Impfstoffe im Vergleich: Wie wirksam sind sie?

In der EU zugelassen sind bislang vier Präparate: die Corona-Impfstoffe von Biontech /Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Doch wie wirksam sind die Mittel im Vergleich?
Astrazeneca: Nach Herstellerangaben schützt der Impfstoff zu 76 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen. Gegen schwere Covid-Erkrankungen sei der Impfstoff zu 100 Prozent wirksam, erklärte das Unternehmen.
+3

Vermutlich sei jedes Jahr eine Auffrischungsimpfung nötig, um den Schutz der Impfung zu verlängern und neue Varianten abzuwehren, räumte der Chef des US-Pharmariesen Pfizer, Albert Bourla, kürzlich ein. Die bisher zugelassenen Impfstoffe sollen in erster Linie die Bildung von Antikörpern anregen, die das Virus erkennen und zerstören, bevor es eine Zelle infiziert.

Wissenschaftler arbeiten an einer universellen Corona-Impfung

Einige junge Biotechnologieunternehmen verfolgen einen anderen Weg. Sie versuchen mit ihren Vakzinen vor allem die T-Zellen zu stimulieren – also den Teil der Immunantwort, der sich darauf konzentriert, bereits infizierte Zellen zu finden und zu eliminieren, nicht das Virus selbst. Das heißt nicht, dass die bisherigen Impfstoffe gar keine T-Zellen-Antwort produzieren, das ist aber nicht ihr primäres Ziel.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Symbolbild für ein Video
Baerbock kontert Lawrow in knapp 20 Sekunden aus

T-Zellen haben in der Theorie mehrere Vorteile gegenüber Antikörpern. Sie können länger im Körper überleben und reagieren auf Bestandteile des Virus, die wahrscheinlich seltener mutieren als diejenigen, die von Antikörpern erkannt werden.

Super-Vakzin könnte "mehrere Jahre lang schützen"

In Frankreich verfolgt diesen Ansatz OSE Immunotherapeutics. Gerade hat das Biotech-Unternehmen begonnen, seinen Impfstoff in klinischen Studien zu erproben. "Er könnte mehrere Jahre lang schützen", sagt Unternehmenschef Alexis Peyroles. Eine andere französische Firma, Osivax mit Sitz in Lyon, arbeitet ebenfalls an einer T-Zell-Impfung und verspricht einen "universellen" Impfstoff, der gegen jede mögliche Variante wirksam wäre. Die Regierung in Paris unterstützt die Forschung mit Millionensummen.

Unter den 400 Impfstoffentwicklungen, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auflistet, sind nur wenige, die den Anspruch der universellen Wirksamkeit verfolgen. Das T-Zell-Vakzin des US-Unternehmens ImmunityBio ist das am weitesten fortgeschrittene derartige Projekt. Erste vorläufige Ergebnisse, die vergangenen Monat veröffentlicht wurden, sind überwiegend ermutigend.

Kritik: Virus könnte immun gegen Impfstoffe werden

Die neuen Impfstoffe sollen frühestens nächstes Jahr einsatzbereit sein. Viele Wissenschaftler betrachten die T-Zell-Impfstoffe mit Skepsis. "Die massenhafte Impfung erzeugt selbst einen evolutionären Selektionsdruck", sagt der britische Virologe Julian Tang. "Und dieser Druck kann das Virus dazu bringen, sich so zu entwickeln, dass es jedem Impfschutz entgeht." Impfstoffe, die auf eine sehr weite Verbreitung ausgelegt sind, könnten deshalb ein "zweischneidiges Schwert" sein.

Eine weitere Frage ist, ob der Körper in der Lage sein wird, das Virus mit einer auf T-Zellen basierenden Reaktion zu bekämpfen. T-Zellen und Antikörper arbeiten zusammen, um eine Immunantwort im Körper zu bilden. Versagen die Antikörper, "nützen die T-Zellen nicht viel", sagt der französische Virologe Yves Gaudin. Er hat "Zweifel an der Wirksamkeit eines solchen Impfstoffs". Ein idealer Impfstoff wäre auf beiden Ebenen wirksam, sagt der Wissenschaftler.

Schutz für Menschen mit Vorerkrankungen

In Europa und den Vereinigten Staaten könnten T-Zell-Impfstoffe, sollten sie zugelassen werden, jenen Menschen verabreicht werden, die bereits eine Antikörper-Impfung erhalten haben. Außerdem könnten die neuartigen Vakzine Menschen schützen, die aufgrund von Krankheiten wie Diabetes oder Krebs Schwierigkeiten haben, Antikörper zu bilden.

Der Impfstoff von OSE sei eine Möglichkeit, die derzeitigen Impfungen zu verstärken, sagt Firmenchef Peyroles. "Er würde die durch die ersten Impfstoffe hervorgerufene Reaktion ergänzen und verbreitern." Bis zur Erreichung dieses Ziels liegt aber noch viel Arbeit vor den Unternehmen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
  • Eigene Recherche
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Laura Stresing, Cem Özer, Sandra Simonsen
Von Christiane Braunsdorf
CoronavirusImpfstoff
Beliebte Themen

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website