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Corona-Pandemie: Hilft Vitamin D doch gegen Covid-19?

Neue Bewertung des BfR  

Hilft Vitamin D doch gegen Covid-19?

18.05.2021, 08:53 Uhr | msc, t-online

Corona-Pandemie: Hilft Vitamin D doch gegen Covid-19?. Vitamin D-Tablettenpackungen: Das Präparat soll den Vitamin D-Mangel, zum Beispiel durch geringe Sonneneinstrahlung im Winter, ergänzen. (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Vitamin D-Tablettenpackungen: Das Präparat soll den Vitamin D-Mangel, zum Beispiel durch geringe Sonneneinstrahlung im Winter, ergänzen. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Spielt das Nahrungsergänzungsmittel Vitamin D bei der Bekämpfung des Coronavirus eine Rolle oder nicht? Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagte bislang Nein. Nun aktualisierte die Behörde ihre Bewertung.

Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) hat seine Haltung zu Vitamin D als Mittel gegen das Coronavirus mitgeteilt. Bislang sah die Behörde keinen Zusammenhang zwischen einem Vitamin D-Mangel und Covid-19-Krankheitsverläufen. In einer aktuellen Mitteilung vom 14. Mai klang die Haltung des Instituts nach einer Änderung. Dem widersprach die Behörde gegenüber tagesschau.de jetzt allerdings.

In der Mitteilung vom 14. Mai meldete das Institut: "Es gibt Hinweise darauf, dass ein unzureichender Vitamin D-Serumspiegel mit einem erhöhten Risiko für akute Atemwegsinfekte einhergeht. Dazu gehört auch die Covid-19-Erkrankung, für die die Datenlage aktuell noch unsicher ist."

BfR und die neue Einschätzung zu Vitamin D

Zuvor sahen bereits mehrere Studien einen positiven Zusammenhang von der Einnahme des Vitamin D und dem Verlauf einer Covid-19-Infektion. Das BfR schien sich nun dieser Einschätzung anzunähern. 

"Einige Beobachtungs- und Interventionsstudien weisen darauf hin, dass sich die Einnahme von Vitamin D-Präparaten positiv auf den Verlauf einer Covid-19-Erkrankung auswirken kann. Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln kann vor allem für Menschen sinnvoll sein, die einer Risikogruppe für eine unzureichende Vitamin D-Versorgung angehören", schreibt das BfR in seiner Mitteilung.

Zu wichtigen Risikogruppen zählten Menschen, die sich nicht im Freien aufhalten könnten und ältere Menschen, weil die Vitamin D-Bildung im Alter deutlich abnehme. "Insbesondere bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimeinrichtungen kann daher ein Vitamin D-Mangel verbreitet sein. Für diese Risikogruppe sollte daher eine generelle Supplementierung mit Vitamin D bis zu 20 Mikrogramm pro Tag erwogen werden."

Erhöhtes Risiko bei Unterversorgung von Vitamin D

Das BfR weist außerdem darauf hin, dass Studien zeigten, "dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können.“

Laut BfR Datenlage noch unzureichend

Nachdem mehrere Medien von einer geänderten Haltung des BfR zur Einnahme von Vitamin D berichtet hatten, teilte die Behörde gegenüber tagesschau.de mit, dass diese Interpretation falsch sei.
Bisher habe die aktuelle Studienlage nicht nachgewiesen, dass die Einnahme von Vitamin D einen zusätzlichen Gesundheitseffekt habe. 

Das Institut spricht sich daher weiterhin nicht eindeutig für eine Einnahme von Vitamin D aus und ergänzt viel mehr, dass "die Datenlage aktuell noch unsicher ist. Eine generelle Empfehlung zur Einnahme von Vitamin D-Präparaten zur Vorbeugung einer SARS-CoV-2-Infektion oder eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung ist daher derzeit nicht begründbar".

Dagegen empfiehlt das Institut regelmäßige körperliche Bewegung im Freien und mehrmals in der Woche Mahlzeiten mit fettreichem Fisch wie Hering oder Lachs, die eine besonders hohe Konzentration von Vitamin D bieten.

Das BfR ist eine bundesdeutsche Behörde und hat die zentrale Aufgabe, die Bundesregierung in Fragen der Lebensmittelsicherheit, der Produktsicherheit, des Tierschutzes und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes zu beraten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Mitteilung vom BfR
  • tagesschau.de
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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