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Neue Oxford-Studie: Dritte Dosis Astrazeneca erzeugt starke Immunreaktion

Neue Oxford-Studie  

Was bringt eine dritte Astrazeneca-Dosis?

28.06.2021, 17:37 Uhr | rtr, mra

Neue Oxford-Studie: Dritte Dosis Astrazeneca erzeugt starke Immunreaktion. Corona-Impfung: In Großbritannien wird vorrangig das Vakzin von Astrazeneca verimpft. (Quelle: dpa/Dominic Lipinski/PA Wire)

Corona-Impfung: In Großbritannien wird vorrangig das Vakzin von Astrazeneca verimpft. (Quelle: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa)

Britische Forscher haben nun nachgewiesen, welchen Effekt eine Drittimpfung mit dem Astrazeneca-Vakzin erzielen könnte. Die Auffrischungsimpfung gilt aber als umstritten.

Ein Zeitabstand von mehreren Monaten zwischen der ersten und zweiten Dosis des Astrazeneca-Impfstoffs verstärkt einer neuen Studie zufolge die Immunität gegen das Coronavirus. Laut der am Montag veröffentlichten Studie der Universität Oxford, die an der Entwicklung des Vakzins beteiligt war, ist die Immunreaktion deutlich stärker, wenn zwischen Erst- und Zweitimpfung bis zu 45 Wochen liegen.

Dritte Dosis erzeugt starke Immunreaktion

Eine mit einem Abstand von sechs Monaten verabreichte dritte Dosis führt demnach ebenfalls zu einem "erheblichen Anstieg" an Antikörpern und fördert die Immunreaktion – auch gegen Virusvarianten. 

Länder, die sich über Verzögerungen bei ihren Impfkampagnen Sorgen machten, könnten nun erleichtert sein, erklärte der Leiter der Oxford Vaccine Group, Andrew Pollard. Auch zehn Monate nach der Erstimpfung gebe es eine ausgezeichnete Reaktion auf die zweite Dosis. Die vorveröffentlichten Ergebnisse müssen allerdings noch von anderen Forschern begutachtet werden.

Dritte Impfung möglicherweise aber nicht erforderlich

Die Ergebnisse seien ermutigend, sollte "eine dritte Dosis benötigt werden," erklärte auch die Hauptautorin der Studie, Teresa Lambe. Da der in zwei Dosen verabreichte Impfstoff nach derzeitigen Erkenntnissen aber ohnehin über einen längeren Zeitraum vor den gegenwärtigen Virusvarianten schütze, könne es sein, dass eine solche Auffrischung überhaupt nicht erforderlich sei, sagte Pollard. Daher sei es auch nicht akzeptabel, in Großbritannien eine dritte Impfdosis zu verabreichen, während in anderen Ländern keine Impfdosen verfügbar sind.

Die Astrazeneca-Impfung wird in 160 Ländern verabreicht und gilt aufgrund ihres geringen Preises und einfacher Transporteigenschaften als Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Trotz der Sorgen um selten auftretende Fälle von Blutgerinnseln wies die Studie darauf hin, dass die Astrazeneca-Impfung in der Regel "gut verträglich" sei. Bei Zweit- und Drittimpfungen träten sogar weniger Nebenwirkungen auf als bei der ersten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, AFP
  • Eigene Recherche

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