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Corona-Impfung: Welche Nebenwirkungen bei Kindern auftreten

Nach einer Corona-Impfung  

Welche Nebenwirkungen wurden bislang bei Kindern beobachtet?

25.11.2021, 11:01 Uhr
Corona-Impfung: Welche Nebenwirkungen bei Kindern auftreten. Covid-19-Impfung bei Kindern: Nach jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Meist sind diese nur leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder. (Quelle: imago images/ANP)

Covid-19-Impfung bei Kindern: Nach jeder Impfung können Nebenwirkungen auftreten. Meist sind diese nur leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder. (Quelle: ANP/imago images)

Nur noch ein Corona-Impfstoff ist hierzulande für Kinder und Jugendliche zugelassen. Doch wie sicher ist dieser? Ein Überblick, welche Impfreaktionen gemeldet wurden.

Seit Ende Mai sind Corona-Impfstoffe auch für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, seit Mitte August gibt es die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für diese Altersgruppe. Studien zufolge sind die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna hochwirksam gegen eine Covid-19-Erkrankung.

Doch mittlerweile soll nach einer Empfehlung der Stiko nur noch das Vakzin von Biontech bei Unter-30-Jährigen zur Anwendung kommen. Welchen Grund gibt es für diese Einschränkung? Und welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen wurden bei Kindern und Jugendlichen gemeldet?

Daten von Mitte November des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigen, dass bereits fast die Hälfte der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren eine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten hat, bei fast 44 Prozent wurde sogar schon die zweite Dosis verimpft.

Milde und typische Impfreaktionen auch bei Kindern

Wie bei allen Impfungen können auch die Corona-Impfstoffe Nebenwirkungen hervorrufen. Das ist normal, da durch die Vakzine das Immunsystem angeregt wird. Da Kinder ein sehr aktives und lernfähiges Immunsystem haben, können auch die Impfreaktionen stärker ausfallen als bei Erwachsenen. Die Reaktionen klingen in der Regel aber nach ein bis drei Tagen wieder ab. Und auch wenn keinerlei Nebenwirkungen auftreten, war die Impfung erfolgreich.

Laut aktuellem Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) mit dem Stand von Ende Oktober sind bislang 1.809 Verdachtsfälle von Impfkomplikationen bei Kindern und Jugendlichen gemeldet worden, die von mindestens einer Impfreaktion berichten.

Am häufigsten handelt es sich dabei um Lokalreaktionen (Schmerzen an der Einstichstelle, Rötung, Schwellung), die nach den beiden Impfstoffdosen gleichermaßen auftraten. Systemische Impfreaktionen, darunter Abgeschlagenheit, Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall, wurden häufiger nach der zweiten Impfstoffdosis gemeldet.


Schwere Nebenwirkungen selten

Bei 22,4 Prozent der Verdachtsfallmeldungen handelte es sich laut PEI allerdings um "schwerwiegende unerwünschte Reaktionen". Darunter fünf äußerst seltene Fälle mit tödlichem Ausgang. Ein Todesfall betrifft dem Bericht zufolge ein 16-jähriges Mädchen, das im Zusammenhang mit einer Herzrhythmusstörung gestorben ist. Bei drei gestorbenen Jungen bestanden laut Bericht schwere Vorerkrankungen. Ob ihr Tod in ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung steht, ist laut PEI "nicht beurteilbar".

Auch bei einem vierten gestorbenen zwölfjährigen Jungen kann der Tod nicht zweifelsfrei auf die vorangegangene Impfung zurückgeführt werden.

Mögliche Nebenwirkung Herzmuskelentzündung – wie groß ist das Risiko?

Im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung mit den mRNA-Impfstoffen wurden bei jungen Menschen unter 30 sehr seltene Fälle von Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) beobachtet. Die Daten zeigten, dass diese Beschwerden nach der Impfung mit Moderna häufiger beobachtet wurden als beim Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Die Stiko empfiehlt daher seit Mitte November eine Corona-Impfung für Menschen unter 30 Jahren ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech.

Von einer Myokarditis betroffen sind nach PEI-Angaben vorwiegend männliche Jugendliche (ca. 1:16.000). Die Verläufe waren zumeist mild, in den allermeisten Fällen seien die Entzündungen, verbunden mit leichten Schmerzen im Brustkorb, nach einigen Tagen von allein verschwunden. Es ist laut Experten davon auszugehen, dass in den meisten Fällen auch keine langfristigen Folgen bestehen.

Ein entsprechender Hinweis zu dieser sehr seltenen unerwünschten Wirkung wurde auf Empfehlung der Ema bereits im Juli 2021 unter "Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung" in die Fachinformationen von Biontechs Impfstoff aufgenommen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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