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Corona-Inzidenz sprunghaft gestiegen: Wo und bei wem sich die Lage zuspitzt

Inzidenz sprunghaft gestiegen  

Wo und bei wem sich die Corona-Lage zuspitzt

22.10.2021, 22:15 Uhr | Victoria Niemsch, t-online

Corona-Inzidenz sprunghaft gestiegen: Wo und bei wem sich die Lage zuspitzt. Corona-Test in Köln (Archivbild): Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt wieder deutlich. (Quelle: imago images/Future Image)

Corona-Test in Köln (Archivbild): Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland steigt wieder deutlich. (Quelle: Future Image/imago images)

Corona-Fallzahlen und Hospitalisierungsraten in Deutschland sind zuletzt deutlich angestiegen. Doch wer ist besonders betroffen und welche Rolle spielen Impfdurchbrüche?

Wissenschaftler betrachten die Corona-Situation in Deutschland weiterhin kritisch, denn seit einigen Wochen werden wieder mehr Corona-Fälle gemeldet. Besonders auffällig war der Anstieg jedoch an diesem Samstag: Die bundesweite Inzidenz erhöhte sich innerhalb eines Tages auf 100. So hoch hatte sie zuletzt im Mai gelegen, bei damals noch deutlich geringerer Impfquote.

Zwar schätzt das Robert Koch-Institut die Gefährdung für vollständig Geimpfte in der Bundesrepublik momentan als moderat ein, rät allerdings dennoch zur Vorsicht. Impfungen sowie die Einhaltung der Regeln seien weiterhin essenziell zur Eindämmung des Virus.

Welche Altersgruppen und Regionen sind betroffen?

Obwohl die steigenden Fallzahlen sich durch alle Altersgruppen ziehen, sind die Fünf- bis 24-Jährigen und die 35- bis 44-Jährigen mit Inzidenzen von je über 100 besonders stark betroffen. Bei den 10- bis 14-Jährigen liegt die Inzidenz sogar bei über 170. 

Dabei sind die am stärksten betroffenen Regionen der Süden und Osten Deutschlands. Die Bundesländer Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg verzeichnen alle Inzidenzen von über 100, während der Wert in den übrigen Bundesländern deutlich niedriger liegt. Die meisten Neuinfektionen meldeten in der letzten Woche Bayern mit 15.746 neuen Fällen und Baden-Württemberg mit 11.137 neuen Fällen.

Wie ist die Lage in den Krankenhäusern?

Die steigenden Infektionszahlen bedeuten auch eine erneute höhere Auslastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. Derzeit werden 1.482 Personen auf einer Intensivstation behandelt, wobei die über 80-Jährigen den größten Anteil der hospitalisierten Personen ausmachen, gefolgt von den 60- bis 79-Jährigen.

Personen dieser Altersgruppen haben im Vergleich zu jüngeren Menschen auch weiterhin das höchste Risiko einer schweren Erkrankung. Sollte die Hospitalisierungsrate weiter steigen, könnte dies zu einer erneuten starken Belastung der Kapazitäten der Intensivstationen führen.

Welche Rolle spielen Impfdurchbrüche?

Weil immer mehr Menschen geimpft sind und sich das Coronavirus, vor allem unter Ungeimpften, derzeit wieder schnell ausbreitet, nimmt auch die absolute Zahl der Impfdurchbrüche zu. Prozentual spielen diese aber weiterhin eine geringere Rolle.

Bis zum 20. Oktober wurden mindestens 54.807.710 Menschen in Deutschland vollständig geimpft – so die offizielle Angabe des Robert Koch-Instituts. Seit Anfang Februar wurden deutschlandweit 95.487 Infektionen bei Menschen mit vollständigem Impfschutz gemeldet. Nur bei etwa 0,1 Prozent der Geimpften wurde bislang also eine per PCR-Test bestätigte Infektion nachgewiesen. Schwere Verläufe sind darunter sehr selten.

Eine Immunisierung durch die Corona-Impfung bleibt weiterhin die effektivste Schutzmaßnahme. Das RKI empfiehlt weiterhin allen Menschen, die Impfangebote zu nutzen. Älteren Personen, deren Erst- und Zweitimpfung bereits mehr als sechs Monate zurückliegt, raten die Experten zu einer Auffrischungsimpfung. Diese Drittimpfung kann in Impfzentren, Krankenhäusern und Arztpraxen sowie von Betriebsärzten durchgeführt werden.

Verwendete Quellen:
  • Situations- und Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI)

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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