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Biontech testet neuen Omikron-Impfstoff an Probanden

Von dpa
Aktualisiert am 25.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Corona-Impfung: Biontech will bald einen angepassten Omikron-Impfstoff liefern, doch die Arzneimittelbehörde Ema lÀsst sich Zeit.
Corona-Impfung: Biontech will bald einen angepassten Omikron-Impfstoff liefern, doch die Arzneimittelbehörde Ema lÀsst sich Zeit. (Quelle: Stefan Sauer/dpa-bilder)
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Biontechs Impfstoffkandidat gegen die Omikron-Variante geht in die nÀchste Phase. Das Vakzin wird nun an mehr als 1.000 Menschen erprobt. Warum die Zulassung aber noch ungewiss ist.

Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei sollen die Sicherheit, VertrĂ€glichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprĂŒft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Studie soll bis zu 1.420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.


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  • Die erste Gruppe umfasst gut 600 Teilnehmer, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie bereits zwei Impfdosen des bisherigen Vakzins erhalten haben und nun eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs erhalten sollen.
  • Die zweite, fast ebenso große Gruppe besteht aus geboosterten Menschen, die eine weitere Dosis des herkömmlichen Impfstoffs oder eine Dosis des Omikron-Vakzins erhalten.
  • Die dritte Gruppe mit gut 200 Probanden setzt sich aus ungeimpften und bislang nicht an Covid-19 erkrankten Menschen zusammen, die dann drei Dosen des Omikron-Vakzins bekommen.

"Die Studie ist Teil unseres wissenschaftlichen Ansatzes zur Entwicklung eines variantenbasierten Impfstoffs, der vor Omikron einen Àhnlichen Schutz bietet, wie wir ihn bei vorherigen Varianten beobachtet haben, der aber gleichzeitig lÀnger anhÀlt", erklÀrte Biontech-Chef Ugur Sahin. Impfstoffe böten nach wie vor einen hohen Schutz vor schweren VerlÀufen durch Omikron.

Omikron-Impfstoff soll im MĂ€rz auf den Markt kommen

Das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner hatten vor rund zwei Wochen bekannt gegeben, dass sie bereits mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs fĂŒr eine spĂ€tere kommerzielle Nutzung begonnen haben. Biontech hatte erklĂ€rt, dass die beiden Unternehmen "bis MĂ€rz fĂŒr eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen".

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Die EuropĂ€ische Arzneimittelbehörde (Ema) hat bislang noch nicht erklĂ€rt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin fĂŒr notwendig hĂ€lt.

FĂŒr das laufende Jahr gehen Biontech und Pfizer von einer ProduktionskapazitĂ€t von bis zu vier Milliarden Impfstoff-Dosen weltweit aus. "Die erwartete Produktionsmenge wird sich bei einer notwendigen Anpassung des Impfstoffs nicht Ă€ndern", erklĂ€rten die Unternehmen am Dienstag weiter.

Die derzeit verwendeten Corona-Impfstoffe verschiedener Hersteller wurden ursprĂŒnglich gegen den sogenannten Wildtyp von SARS-CoV-2 entwickelt, der Ende 2019 zuerst in China entdeckt worden war. WĂ€hrend die seit dem Jahreswechsel 2020/2021 eingesetzten Mittel auch gegen kursierende Mutanten wie Alpha oder Delta ihre Wirkung zeigten, sieht es bei Omikron anders aus – vor allem, was den Schutz vor Ansteckung betrifft.

Booster-Impfung schĂŒtzt nicht verlĂ€sslich vor Omikron

Die Variante wurde im November aus SĂŒdafrika gemeldet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat sie eine ungewöhnlich hohe Zahl an Mutationen im sogenannten Spike-Protein, einem Baustein des Virus. Einige der Mutationen sind relevant etwa mit Blick auf die Übertragbarkeit und die FĂ€higkeit, einen schon bestehenden Schutz durch Impfung oder ĂŒberstandene Infektion zu umgehen. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass die Variante im Mittel mildere KrankheitsverlĂ€ufe verursacht als die davor dominierende Variante Delta.

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Der PrĂ€sident der BundesĂ€rztekammer, Klaus Reinhardt, hatte kĂŒrzlich erklĂ€rt, dass auch eine Booster-Impfung nicht verlĂ€sslich vor einer Corona-Infektion schĂŒtze. "Sehr wahrscheinlich bleibt einem aber ein schwerer Krankheitsverlauf mit Krankenhausaufenthalt oder sogar intensivmedizinischer Behandlung erspart", sagte er.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
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  • Sandra Simonsen
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