• Home
  • Gesundheit
  • Krankheiten & Symptome
  • Corona
  • Umstrittene Corona-Studie: Lockdown in Europa hat kaum Leben gerettet?


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextW├Ąrmepumpen f├╝r alle? Neue OffensiveSymbolbild f├╝r ein VideoKopflose Leiche in Bonn: Neue DetailsSymbolbild f├╝r einen TextGottschalk wettert gegen JungstarsSymbolbild f├╝r einen TextFahrer erleidet Verbrennungen: VW-R├╝ckrufSymbolbild f├╝r einen TextTote Migranten: Fahrer verstellte sichSymbolbild f├╝r einen TextTed Cruz zettelt Streit mit Sesamstra├če anSymbolbild f├╝r einen TextCameron Diaz feiert ComebackSymbolbild f├╝r einen TextTennis: Deutsche attackiert PartnerinSymbolbild f├╝r einen TextBritney Spears' Mann spricht ├╝ber EheSymbolbild f├╝r einen TextWerder Bremen mit Transfer-DoppelschlagSymbolbild f├╝r einen TextLeipzigerin von Scientology verschleppt?Symbolbild f├╝r einen Watson TeaserLena Meyer-Landrut plant radikalen SchrittSymbolbild f├╝r einen TextSchlechtes H├Âren erh├Âht das Demenzrisiko

Erster Corona-Lockdown hat kaum Leben gerettet?

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 03.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Covid-Station (Symbolbild): Forscher haben ermittelt, durch welche Ma├čnahmen die Anzahl der Corona-Toten verringert werden konnte.
Covid-Station (Symbolbild): Forscher haben ermittelt, durch welche Ma├čnahmen die Anzahl der Corona-Toten verringert werden konnte. (Quelle: UIG/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Forscher aus den USA haben herausgefunden, dass die Zahl der Covid-Toten durch einen harten Lockdown nur geringf├╝gig zur├╝ckgegangen ist. Experten bewerten die Studie mittlerweile als kritisch.

Der harte Lockdown w├Ąhrend der ersten Corona-Welle hat in den USA und Europa so gut wie keine Leben gerettet. Das haben Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universit├Ąt in einer Meta-Studie herausgefunden. Sie hatten mehr als 18.000 weltweite Studien zu den Folgen der Pandemie ausgewertet und nur die herausgefiltert, die sich mit der ├ťbersterblichkeit besch├Ąftigen.


Omikron-Variante: Was wir bisher wissen

Seit November 2021 ist die Omikron-Virus-Variante bekannt. Erstmals nachgewiesen wurde sie in S├╝dafrika. Mittlerweile dominiert Omikron das Pandemiegeschehen weltweit.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Omikron als "besorgniserregend" eingestuft. Diese Klassifizierung ist ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverl├Ąufen f├╝hrt. Au├čerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herk├Âmmliche Impfungen oder Medikamente weniger wirksam sind.
+5

Der Analyse zufolge hatten die Abriegelungsma├čnahmen in den USA und in Europa nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf die Zahl der Todesf├Ąlle durch Covid-19. Der harte Lockdown mit Ausgangsbeschr├Ąnkungen verringerte w├Ąhrend der fr├╝hen Phase der Pandemie im Jahr 2020 die Covid-19-Sterblichkeit um etwa 0,2 Prozent, so das Ergebnis der umfassenden ├ťberpr├╝fung.

"Wir finden keine Beweise daf├╝r, dass Abriegelungen, Schulschlie├čungen, Grenzschlie├čungen und die Einschr├Ąnkung von Versammlungen einen sp├╝rbaren Einfluss auf die Covid-19-Sterblichkeit hatten", schreiben die Forscher in ihrem Bericht.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Russland droht Norwegen wegen Sanktionen mit Vergeltung
Spitzbergen (Archivbild): Norwegen blockiert hier die Versorgung einer russischen Siedlung.


Deutlich effektiver: Masken und Restaurantschlie├čungen

Einen deutlichen Effekt hatten demnach aber Masken f├╝r Mitarbeiter in Betrieben oder Gesch├Ąften. Sie haben die Zahl der Toten um knapp 24 Prozent reduziert. Auch durch das Schlie├čen von Bars und Restaurants starben 15 Prozent weniger Menschen.

Die Kontaktbeschr├Ąnkungen, derentwegen sich nur wenige Menschen treffen durften, haben gerade einmal drei Prozent gerettet. Kaum effektiv waren zudem die geschlossenen Schulen mit 0,1 Prozent weniger Toten sowie die geschlossenen Grenzen. Hier konnten die drei ├ľkonomen ├╝berhaupt keine Auswirkungen messen.

Das Fazit der Forscher lautet: Die Wirkung von Lockdowns sei gering bis nicht vorhanden. "Abriegelungsma├čnahmen sind unbegr├╝ndet und sollten als pandemiepolitisches Instrument abgeschafft werden." Lockdowns h├Ątten dazu beigetragen, "die Wirtschaftst├Ątigkeit zu verringern, die Arbeitslosigkeit zu erh├Âhen, die Schulbildung zu verringern, politische Unruhen zu verursachen, zu h├Ąuslicher Gewalt beizutragen und die liberale Demokratie zu untergraben", z├Ąhlen die Autoren auf.

Lockdown-Studie von ├ľkonomen st├Â├čt bei Experten auf Skepsis

Der Virologe Klaus St├Âhr ├Ąu├čerte sich bei Twitter zur Studie und machte darauf aufmerksam, dass allgemeing├╝ltige Schlussfolgerungen bei Meta-Analysen schwierig seien.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir ben├Âtigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie k├Ânnen diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit k├Ânnen personenbezogene Daten an Drittplattformen ├╝bermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Auch aus Sicht des Leiters des Instituts f├╝r Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie an der Universit├Ąt Marburg, Max Geraedts, ist die Kernaussage, Lockdowns verhinderten keine oder kaum Todesf├Ąlle, "so nicht haltbar".

Ihr Papier bezeichnen die Autoren Jonas Herby, Lars Jonung und Steve H. Hanke als sogenannte Meta-Studie, die als eine Art ├ťberblick die Daten von rund 30 Einzelstudien und Arbeitspapieren zusammenfasse. Es gebe eine F├╝lle wissenschaftlich qualitativ wesentlich hochwertiger Studien, "die aber auf der Basis der von den Autoren gew├Ąhlten Auswahlkriterien nicht ber├╝cksichtigt wurden", teilte Geraedts mit.

Der ├ľkonom Andreas Backhaus von der Ludwig-Maximilians-Universit├Ąt M├╝nchen analysiert, dass einige der untersuchten Einzelstudien "nicht ├╝berm├Ą├čig ├╝berzeugend" seien. Sie erhielten "in der Meta-Analyse jedoch ein sehr hohes Gewicht, treiben also das Gesamtergebnis", twitterte er ├╝ber das US-Papier.

Die Studie ist zudem nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen, sondern auf einer Institutsplattform von einem der Autoren. "Dadurch umgehen die Autoren die Begutachtung durch Fachleute (Peer Review), eine der wichtigsten Ma├čnahmen zur Qualit├Ątssicherung in der Wissenschaft", teilte der Virologe Friedemann Weber von der Universit├Ąt Gie├čen mit.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Von Laura Stresing, Cem ├ľzer, Sandra Simonsen
Von Nicole Sagener
COVID-19CoronavirusEuropaLockdownTodesfallUSA
Beliebte Themen

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website