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Winterlinge im Garten pflanzen, pflegen und vermehren

Hübsche Frühblüher  

Winterlinge pflanzen: Dieses Tabu sollten Sie kennen

11.05.2021, 15:52 Uhr | dpa-tmn, t-online, ron

Winterlinge im Garten pflanzen, pflegen und vermehren. Winterling (Eranthis hyemalis): Er ähnelt einer Butterblume, blüht aber viel zeitiger. (Quelle: imago images/McPhoto)

Winterling (Eranthis hyemalis): Er ähnelt einer Butterblume, blüht aber viel zeitiger. (Quelle: McPhoto/imago images)

Er bringt die ersten Farbtupfer in den noch verschneiten Garten: der Winterling. Wie Krokus und Schneeglöckchen zählt er zu den absoluten Frühblühern. Seine Pflege ist recht einfach. Nur an den Standort hat er Ansprüche.

Wenn Winterblüher wie Zaubernuss (Hamamelis) oder Christrose (Helleborus niger) zu schwächeln beginnen, bringt der Winterling (Eranthis hyemalis) frische Farbe in den Garten. Dann zeigt die frostharte, etwa zehn Zentimeter große Knollenblume ihre leuchtend gelben Blüten.

Die gute Nachricht: Am besten gedeihen Winterlinge, wenn man sie weitgehend in Ruhe lässt. Dennoch sollten Sie einige Dinge bei der Pflege beachten.

Winterlinge pflanzen

Die geeignete Pflanzzeit für Winterlinge ist der Frühherbst. Setzen Sie daher die Knöllchen am besten im September oder Oktober, optimalerweise in größeren Gruppen. Denn der Winterblüher wirkt besser im Pulk von etwa zehn bis zwölf Pflanzen oder mehr. Nur so bildet sich später auch ein üppiger Blütenteppich.

Jedes Knöllchen setzen Sie etwa fünf bis acht Zentimeter tief in die Erde. Der Abstand dazwischen sollte ebenso fünf Zentimeter betragen. Danach geben Sie eine Schicht Kompost darauf. Im Laufe des Winters bis zum Februar verteilen Sie immer mal wieder Falllaub oder Kompost über die gepflanzten Knöllchen. Das Einarbeiten in den Boden ist jedoch nicht nötig. Wenn Sie im Spätwinter vorgezogene oder blühende Winterlinge in Töpfen kaufen, können Sie diese ab März oder April in den frostfreien Boden setzen.

Wichtig
Die Knöllchen der Winterlinge sind sehr empfindlich: Sie trocknen schnell aus. Haben Sie also Wurzelknollen gekauft, sollten diese so rasch wie möglich gepflanzt werden. Achten Sie beim Kauf generell auf frische Ware. Empfohlen wird zudem, die Knöllchen über Nacht in lauwarmes Wasser einzulegen, um das Austrocknen zu verhindern.

Standort und Boden

Der Winterling bevorzugt sonnige oder halbschattige Plätze. Lichter Schatten vor oder unter spät austreibenden Laubgehölzen ist als Standort im Garten ideal. Die Nähe zu Nadelgehölzen ist allerdings tabu: Dort ist der Boden zu sauer. Vielmehr benötigen die Frühblüher einen schwach sauren bis leicht alkalischen Gartenboden.

Winterlinge (Eranthis hyemalis): Im Garten wachsen sie gern zusammen mit Krokussen. (Quelle: imago images/YAY Images)Winterlinge (Eranthis hyemalis): Im Garten wachsen sie gern zusammen mit Krokussen. (Quelle: YAY Images/imago images)

Dieser sollte zudem mäßig nährstoffreich, humos, locker und gleichmäßig feucht sein. Staunässe ist allerdings, genauso wie Trockenheit, zu vermeiden. Sind diese Voraussetzungen gegeben, benötigen die Pflanzen auch keine weiteren Düngergaben.

Blütezeit der Winterlinge

Die Blütezeit der zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehörenden Blumen beginnt bereits im Februar, wenn im Garten noch Schnee liegt, und dauert bis März. Abgesehen vom kräftigen Gelb ihrer Blüten fällt die Knollenpflanze zusätzlich mit ihrem zarten Duft auf. Ihre Blütenkelche sind zudem eine Nahrungsquelle für solche Insekten, die zu den ersten Erkundungsflügen des neuen Jahres aufbrechen.

Winterlinge vermehren

Wachsen Winterlinge am richtigen Standort, säen sie sich selbst aus. Dabei öffnen sich nach dem Verblühen die Samenkapseln. Mit der Zeit bildet sich ein herrlicher gelber Farbteppich. Junge Winterlinge blühen nach drei bis vier Jahren zum ersten Mal.

Winterlinge (Eranthis hyemalis): Sie schieben ihre Blüten mutig durch die Schneedecke. (Quelle: imago images/Westend61)Winterlinge (Eranthis hyemalis): Sie schieben ihre Blüten mutig durch die Schneedecke. (Quelle: Westend61/imago images)

Alternativ zur Aussaat kann der Gärtner seine Winterlinge auch durch Teilen vermehren: Wie bei Stauden werden die Blumen vorsichtig mit dem Spaten getrennt und an den neuen Standort gepflanzt. Dies kann während der Blüte geschehen oder bevor sich die Pflanze einzieht: Dabei werden etwa im Mai die Blätter gelb, im Juni hat sich der Winterling dann vollständig zurückgezogen und ist über der Erde nicht mehr zu sehen.

Ist der Winterling giftig?

Winterlinge gehören zu den Giftpflanzen. Alle Teile, besonders aber die Knöllchen, sind giftig. Sollten Pflanzenteile dennoch verzerrt werden, kann das zu Erbrechen, Herzschwäche oder einem tödlichen Kollaps führen. Dann ist es lebenswichtig, schnell und richtig zu handeln. Hier finden Sie die Nummern der Giftnotrufzentralen der Bundesländer im Überblick.

Pflanzen-Steckbrief

Winterling (Eranthis hyemalis)
Standortsonnig, halbschattig, nicht unter Nadelgehölzen
Bodenmäßig nährstoffreich, humos, locker, feucht
PflanzzeitpunktHerbst (September, Oktober)
BlütezeitFebruar bis März
VermehrenSelbstaussaat, Teilung
Besonderheitgiftig
Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Böhmig, Franz: Rat für jeden Gartentag. Ein praktisches Handbuch für den Gartenfreund. Leipzig/Radebeul, 1982, S. 260, 433.

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