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Die Schneekönigin der Blumen: Christrosen trotzen dem Winter

Die Schneekönigin der Blumen  

Christrosen trotzen dem Winter

14.11.2019, 05:39 Uhr | dpa

Die Schneekönigin der Blumen: Christrosen trotzen dem Winter. Woher die Christrose ihren Namen hat, ist nicht überliefert.

Woher die Christrose ihren Namen hat, ist nicht überliefert. Immerhin: Dank Züchtung öffnen einige Sorten ihre Blüten an Weihnachten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Ettenheim (dpa/tmn) - Wenn im Winter wenig im Garten erblüht, kann man sich auf Christrosen verlassen. "Selbst Schnee, Eis und frostige Temperaturen können ihnen nichts anhaben: Nach ein paar Tagen rappeln sie sich meist wieder auf", sagt Ulrike Link von der Gesellschaft der Staudenfreunde.

Auch wenn es ihr Name nahelegt: Die Christrose (Helleborus niger) mit ihren sternenförmigen, leuchtend-weißen Blüten ist keine Rose. Sie gehört zu den Nieswurzgewächsen (Helleborus). Woher die Christrose ihren Namen hat, ist nicht überliefert. Dass sie um das Christfest im Dezember ihre Blüten öffnet, war lange Zeit allerdings eher eine Ausnahme: Wie die mit ihr verwandte farbenfrohen Lenzrose zeigt auch die Christrose eigentlich erst vom Februar an ihre Pracht.

Neue Züchtungen erblühen gesichert früher

"Bis vor wenigen Jahren mussten Christrosen mühselig vorgetrieben werden, wenn sie vor Weihnachten blühen sollten", erläutert Olaf Schachtschneider vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner. "Durch Selektion und Zucht gibt es heute aber Sorten, die bereits im November oder um Weihnachten blühen."

Im Garten gilt eine Christrose als ideal für Standorte im Schatten - zum Beispiel unter laubabwerfenden Gehölzen oder an der Nordseite ohne direkte Sonneneinstrahlung. Grundsätzlich robust und pflegeleicht, ist es dennoch nicht ganz einfach, sie anzusiedeln. Denn an den Boden stellt die Staude allerlei Ansprüche: Er sollte ebenso humos und durchlässig wie tiefgründig und kalkhaltig sein.

"Christrosen sind Tiefwurzler und brauchen einen pH-Wert zwischen 5,6 und 6,7", erklärt Mechtild Ahlers von der Niedersächsischen Gartenakademie. Ihr Tipp: Den pH-Wert mit einem Kalziumtest bestimmen und bei Bedarf etwa 150 Gramm kohlensauren Kalk pro Quadratmeter in den Boden einarbeiten. "Etwa alle zwei bis drei Jahre nachkalken, sonst blüht die Christrose nicht mehr", rät Ahlers.

Viel Futter für die Christrosen

An Nährstoffen darf es der Pflanze auch nicht fehlen. "Christrosen brauchen viel Futter, damit sie wachsen und in der kalten Jahreszeit zur Blüte kommen", sagt Link. Sie rät, die Pflanzen zweimal im Jahr zu düngen - im Februar oder März und dann erneut im Juli oder August. Die besten Erfahrungen hat sie mit festen organischen Düngern und Kompost gemacht. Flüssigdünger hingegen bekomme Christrosen nicht.

Fühlen sich Christrosen wohl, säen sie sich selbst aus. Link rät dazu, junge Sämlinge zu entfernen, damit sie nicht in Konkurrenz zur Mutterpflanze treten. Sie können dann in kalkhaltige Erde getopft oder in gebührendem Abstand von 30 Zentimetern gepflanzt werden. Durch Teilung im September kann man die Staude, die an die 25 Jahre alt werden kann, ebenfalls vermehren und verjüngen.

Grundsätzlich kann man Christrosen auch in der kalten Jahreszeit gut pflanzen, jedoch sollte der Boden nicht gefroren sein. Ahlers rät, sie im knospenden Zustand zu kaufen und direkt danach zu setzen. Eine im Winter gekaufte Staude dürfe hingegen nicht ungeschützt im Topf bleiben: "Die Wurzel ist empfindlich und kann so in kalten Nächten erfrieren." Ahlers' Tipp: Pflanzgefäße in einen mit Laub gefüllten Jutesack stellen oder mit Vlies verpacken.

Nur für wenige Tage im Haus behalten

So geschützt, lassen sich die Gefäße weihnachtlich schmücken und in den Hauseingang und Wintergarten, auf die Terrasse und den Balkon stellen. Für drinnen ist die blühende Dekoration aber nicht geeignet. "Christrosen fühlen sich in der Wohnung überhaupt nicht wohl. Dort ist es ihnen zu warm und zu dunkel", erklärt Olaf Schachtschneider. "Das mag die Pflanze vielleicht ein paar wenige Tage zum Fest aushalten, aber bitte nicht länger als drei bis fünf Tage."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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