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Zypern: Coronavirus tötet Tausende Katzen – Ausbruch auch in Deutschland?


Erster Fall in Großbritannien
Katzen-Corona rafft Tausende Tiere in Europa dahin

Von t-online, kma, ccn

Aktualisiert am 21.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Straßenkatzen auf Zypern: Auf der Insel rafft eine feline Corona-Mutation die Tiere dahin.Vergrößern des BildesStraßenkatzen auf Zypern: Auf der Insel rafft eine feline (auf Katzen bezogene) Corona-Mutation die Tiere dahin. (Quelle: M-Production/getty-images-bilder)
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Eine für Katzen tödliche Corona-Variante hat Europa erreicht. Katzenbesitzer sind um die Gesundheit ihrer Tiere besorgt.

Tiermediziner in Großbritannien haben eine bedrohliche Entdeckung gemacht: Bei einer untersuchten Katze wurde F-CoV-23 diagnostiziert – ein neuer Corona-Stamm, der nur Katzen betrifft. Ein aus Zypern eingeführtes Tier war mit dem Virus infiziert, das eine Mischung aus einem Katzen- und einem Hunde-Coronavirus ist und nichts mit dem Covid-19-Virus zu tun hat. Aktuell hat der Fund allerdings noch keine Folgen für Katzenbesitzer in Großbritannien: Bei einheimischen Tieren wurde bislang kein Fall registriert, doch die Behörden sind alarmiert.

Auf Zypern wiederum grassiert das Virus schon seit Längerem: Schätzungsweise leben hier fast eine Million Katzen. Die meisten von ihnen sind Streuner. Seit Anfang des Jahres wütet die feline (auf Katzen bezogene) infektiöse Peritonitis (FIP) auf Zypern, die durch das feline Coronavirus ausgelöst wird. Mindestens 8.000 Tiere sollen seit dem Ausbruch umgekommen sein, teils wird schon von 300.000 toten Katzen ausgegangen.

Mortalität extrem hoch

Tierarzt Kostis Larkou sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP, dass viele schwache Katzen an der Krankheit sterben werden, während stärkere Tiere Antikörper entwickeln und weiterleben werden. Die Sterberate von FIP sei extrem hoch. "Etwa 90 Prozent der Katzen werden sterben", fügte der Tierarzt hinzu. Rund jede zehnte infizierte Katze entwickelt Symptome wie Fieber, Lethargie und Entzündungen.

Vor kurzer Zeit wurden Covid-Behandlungen, die auf den Menschen ausgerichtet sind, auch für Katzen genehmigt. Damit soll der Ausbruch gebändigt werden. Davor war das einzige wirksame und auf Zypern zugelassene Medikament zur Bekämpfung des Virus die antivirale Tablette GS-441524. Die ist jedoch sehr teuer und eine Behandlung kostet zwischen 3.000 Euro und 7.000 Euro pro Katze.

So wird das Virus übertragen

Übertragen wird das Virus über kleinste Kotpartikel sowie Speichel- und Nasensekret. Haben Katzen ein intaktes Immunsystem, kommt es nicht zwangsläufig zum Ausbruch der Krankheit. Viele der Tiere auf Zypern leiden jedoch an anderen Infektionen, Unterernährung oder Parasiten, wodurch das Immunsystem dann bei einer Ansteckung mit FIP überfordert ist und es zu einer Erkrankung kommt.

Auf Menschen ist die Krankheit nicht übertragbar. Auch in Deutschland sind bisher keine Fälle bekannt.

Verwendete Quellen
  • mit Material der Nachrichtenagentur AFP
  • kattovit.com "Feline infektiöse Peritonitis"
  • bild.de: "Katzen-Corona in Europa!"
  • oe24.at: "Katzen-Corona jetzt auch in Europa"
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