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Grünkohl, Wirsing und Co: Kohlgerichte haben besonders jetzt Saison


Grünkohl, Wirsing und Co.: Winterzeit ist Kohlzeit

msh

Aktualisiert am 14.12.2016Lesedauer: 3 Min.
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Frischen Wirsing erkennt man an einem saftigen Strunk.
Frischen Wirsing erkennt man an einem saftigen Strunk. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Ob Grün-, Rot-, Weiß- und Rosenkohl, Wirsing oder Brokkoli – Gerichte mit Kohl schmecken bei Kälte besonders gut. Zudem ist das Gemüse sehr gesund, es stärkt die Abwehrkräfte und unterstützt, je nach Rezept, das Abnehmen.

Gerade jetzt ist das Angebot an regionalen Kohlsorten besonders reichhaltig. Bei uns gibt es Wissenswertes zu den verschiedenen Kohlsorten und jede Menge Rezepte. Sie mögen die lästigen Kohlnebenwirkungen wie Mief und Bauchgrimmen nicht? Auch dagegen haben wir Tipps.

Kohlgerichte - gesund und abwechslungsreich

Gerade im Winter, wenn die Auswahl an frischem Gemüse klein ist, bieten sich gesunde und abwechslungsreiche Kohlgerichte an. Kohl ist preisgünstig, gut zu lagern und kommt ohne lange Transportwege zu uns. Zudem ist er ein Verwandlungskünstler: Ob Kohlrouladen, Sauerkraut, Gemüsebeilage zu deftigen Fleischgerichten oder vegetarische Hauptgerichte - jeder findet sein Lieblingsgericht. Klassisches Wintergemüse sind Rosenkohl, Grün- und Weißkohl. Auch Rotkohl wird am liebsten zur deftigen Herbst- und Winterküche gereicht. Andere Sorten wie Blumenkohl, Brokkoli oder Wirsing sind das ganze Jahr erhältlich.

Tipps für den Kohlkauf

Kaufen Sie nur frische Kohlköpfe. Frischen Wirsing erkennen Verbraucher daran, dass er beim Schütteln rasselt. Außerdem sollten die äußeren Blätter keine Verfärbungen aufweisen. Ebenso erkennt man die Frische an den Schnittstellen. Sind diese eingetrocknet oder sogar schon grau verfärbt, lässt man besser die Finger davon. Zu alter Kohl hat weniger Vitamine und schmeckt auch nicht mehr so gut. Der Kopf muss fest sein und die Blätter dürfen keine Flecken haben. Das gilt auch für die kleinen Rosenkohlköpfchen. Grünkohl, Blumenkohl und Wirsing mit welken, trockenen oder gelblichen Spitzen sollte man nicht mehr kaufen. Die Blätter sind nur frisch, wenn sie knackig und grün aussehen. Blumenkohl und Brokkoli dürfen keine braunen oder gelben Flecken haben. Das deutet auf zu lange Lagerzeiten hin. In Plastikfolie eingewickelter Brokkoli schimmelt und fault schnell. Schauen Sie deshalb genau hin und verarbeiten Sie das Gemüse zügig.

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Kohl putzen und waschen

Jede Kohlsorte muss vor dem Kochen entsprechend behandelt werden. Wenig Arbeit hat man mit Weiß-, Rot- und Rosenkohl. Es genügt, wenn man die äußeren trockenen Blätter und den Strunk entfernt. Wer mag, wäscht die Blätter kurz unter fließendem Wasser. Grünkohl muss vor der Verarbeitung gründlicher gewaschen werden. Danach wird er von den Stielen befreit und in reichlich Salzwasser kurz blanchiert. Zwischen den Röschen von Blumenkohl und Brokkoli können sich leicht Staub und Ungeziefer festsetzten. Durch ein Bad in Salzwasser, kopfüber für ein paar Minuten, beseitigt man die Verunreinigungen ganz einfach.

So lagern Sie Kohl richtig

Kohl wird im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert. Verpacken Sie Kohl nicht in Plastik, denn das fördert die Schimmelbildung und lässt ihn schneller verderben. Rot- und Weißkohl lässt sich drei bis vier Wochen lagern. Wenn man nicht den ganzen Kopf auf einmal verarbeitet, ist es besser, einzelne Blätter abzurollen, statt den Kopf zu halbieren. So bleibt er länger frisch und verliert weniger an Vitaminen und Geschmack. Rosenkohl und Wirsing hält sich vier bis fünf Tage. Blumenkohl, Chinakohl, Grünkohl und Brokkoli sollte nicht länger als zwei bis drei Tage gelagert werden. Für alle Kohlsorten gilt: Kaufen Sie das Gemüse frisch ein und lagern Sie es so kurz wie möglich.

Unangenehme Nebenwirkungen: Kohlmief und Blähungen

Der starker Kohlgeruch und der Kohlgeschmack sind zwei Gründe, warum manche Kohl überhaupt nicht leiden können. Gegen den Kohlmief kann man etwas tun. Bei Blumenkohl hilft es zum Beispiel, ein Lorbeerblatt ins Kochwasser zu legen. Auch ein Stück Brot, ein Schuss Essig oder etwas Kümmel im Kochwasser soll gegen Kohlgerüche helfen. Hat sich der Kohlmief im Haus verbreitet, kann man einen Topf mit Essigwasser aufkochen lassen, etwa 30 Minuten stehen lassen und danach lüften. Das soll gegen Bratengerüche aller Art helfen. Auch eine in Wasser gelegt Stahlseife vertreibt Gerüche aus der Küche. Um die Kohlgerichte, speziell Sauer- und Weißkraut, für den Magen verträglicher zu machen, gibt man etwas Kümmel, Anis oder Fenchel hinzu. Kamillen-, Fenchel- oder Kümmelteemischungen helfen, wenn trotzdem Beschwerden auftreten.

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