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Organisationen fordern Zuckersteuer in Deutschland

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Coca-Cola muss Rezept ändern  

Organisationen fordern Zuckersteuer in Deutschland

27.03.2018, 18:31 Uhr | AFP

Organisationen fordern Zuckersteuer in Deutschland. Eine Dose Coca-Cola neben einem Glas Zucker (Quelle: Getty Images/Bychykhin_Olexandr)

Coca-Cola und der Zucker: Großbritannien führt am 6. April eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke ein. Nun senkte Coca-Cola den Zuckergehalt in Fanta und Sprite. (Quelle: Bychykhin_Olexandr/Getty Images)

In Großbritannien steht eine neue Steuer an – und nun hat eine Reihe von Herstellern den Zuckergehalt in Getränken deutlich gesenkt. Wie die Verbraucherorganisation Foodwatch erklärt, reduzierte etwa Coca-Cola den Zuckergehalt bei seinen Marken Fanta und Sprite für den britischen Markt.

Neben Coca-Cola wurden in Großbritannien auch der dortige Branchenzweite Britvic und die Handelsunternehmen Lidl und Tesco wegen der Zuckersteuer aktiv. Foodwatch und die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) forderten eine ähnliche Steuer für Deutschland.

Coca-Cola senkte den Zuckergehalt in Fanta und Sprite von 6,9 auf 4,6 beziehungsweise von 6,6 auf 3,3 Gramm pro 100 Milliliter, wie Foodwatch auf der Grundlage eigener Recherchen mitteilt. Großbritannien führt am 6. April eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke ein, die von den Herstellern zu entrichten ist. Das Land hatte die Steuer im März 2016 angekündigt.

So viel Zucker ist in Softdrinks

Sie sieht Abgaben auf Softdrinks ab einem Zuckergehalt von 5 Gramm je 100 Milliliter vor, ab 8 Gramm wird nochmal eine höhere Abgabe fällig. Nach Auskunft des Bündnisses DANK werden umgerechnet 20 Cent pro Liter fällig, wenn das Getränk 5 Gramm Zucker oder mehr enthält, ab 8 Gramm sind es umgerechnet 32 Cent. Zum Vergleich: In Deutschland enthalten Fanta und Sprite 9 Gramm Zucker pro 100 Milliliter.

Außer Coca-Cola und Britvic wurden auch der Orangina-Hersteller Lucozade Ribena Suntory und die Handelsunternehmen Lidl und Tesco mit Rezepturänderungen aktiv. Der Nestlé-Konzern kündigte an, dass drei seiner Limonaden ab April 2018 weniger als fünf Gramm Zucker enthalten werden.

Es bleibt süß: Zucker durch Süßstoff ersetzt

Foodwatch kritisierte allerdings, dass viele Hersteller den Zucker durch Süßstoffe ersetzten. Änderungen sollten aber darauf abzielen, den Süßgeschmack zu verringern, um der Gewöhnung bei jungen Menschen entgegenzuwirken, forderte die Organisation.

"Das Beispiel Großbritannien zeigt: Herstellerabgaben auf Zuckergetränke entfalten eine deutliche Lenkungswirkung und können zu einer drastischen Zuckerreduktion führen", erklärte Luise Molling von Foodwatch. Nun müsse auch die Bundesregierung hierzulande eine Herstellerabgabe auf überzuckerte Getränke einführen "sowie Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer befreien", forderte die Verbraucherorganisation. Die Abgabe sollte zudem auch Süßstoffe umfassen.

Überzuckerte Produkte gefährden die Gesundheit

Auch die DANK, ein Zusammenschluss von Experten aus Medizin und Wissenschaft, forderte eine solche Maßnahme für Deutschland: "Wir dürfen nicht weiter zusehen, wie durch überzuckerte Produkte die Gesundheit unserer Kinder gefährdet wird", erklärte der Arzt Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zur Begründung. Der Trend des Softdrink-Konsums sei mit Appellen an die Eltern nicht aufzuhalten, hier sei die Politik gefordert.

Ein hoher Zuckerkonsum und damit auch stark gezuckerte Getränke können Übergewicht und Diabetes vom Typ 2 fördern.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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