Sie sind hier: Home > Leben > Essen & Trinken >

Darum sollten Sie Beeren vor dem Verzehr waschen

Verbraucherschützer warnen  

Darum sollten Sie Beeren vor dem Verzehr waschen

31.07.2019, 06:55 Uhr | cch, t-online.de

Darum sollten Sie Beeren vor dem Verzehr waschen. Himbeeren in einem Sieb: Vor allem im Sommer sind Beeren beliebt – auf dem Kuchen oder im erfrischenden Smoothie etwa. (Quelle: Getty Images/1MoreCreative)

Himbeeren in einem Sieb: Vor allem im Sommer sind Beeren beliebt – auf dem Kuchen oder im erfrischenden Smoothie etwa. (Quelle: 1MoreCreative/Getty Images)

Frische Beeren sollten stets gründlich gewaschen und Tiefkühlbeeren erhitzt werden. Darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hin. Andernfalls drohen Infektionen.

Beerenobst kann Träger von Krankheitserregern sein und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln enthalten. Deshalb sollten Verbraucher Beeren vor dem Verzehr gründlich waschen. Tiefkühlprodukte hingegen sollten erhitzt werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt, dass andernfalls Infektionen drohen – insbesondere bei Kleinkindern, älteren und immungeschwächten Menschen sowie Schwangeren.

Zoonoseerreger auf Erdbeeren

Demnach können vor allem Erdbeeren mit Mikroorganismen belastet sein. Durch den Kontakt zum Erdboden können neben für den Menschen ungefährlichen Keimen auch so genannte Zoonoseerreger auf die Erdbeeren gelangen. Tiere scheiden diese Erreger über den Kot aus. In der Folge können sie Pflanzen kontaminieren. Nehmen Menschen sie über die Nahrung auf, können Zoonoseerreger Erkrankungen auslösen.

Tiefgefrorene Beeren waren in der Vergangenheit zudem mehrfach mit Hepatitis-A- oder Noroviren belastet, die Hepatitis A beziehungsweise Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können.

Auf vielen Beeren finden sich Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

Darüber hinaus können Beeren mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln belastet sein. In einer Untersuchung der amtlichen Lebensmittelüberwachungsbehörden der Bundesländer aus dem Jahr 2017 wiesen 90 Prozent der Proben Rückstände auf. Gut drei Viertel enthielten Mehrfachrückstände mit bis zu 17 unterschiedlichen Wirkstoffen. Über den geltenden Höchstwerten lagen aber nur sehr wenige.


Ähnliches zeigen Untersuchungen von Himbeeren und Heidelbeeren. Rund zwei Drittel der untersuchten Proben dieser Beeren wiesen quantifizierbare Rückstände auf. Bei Heidelbeeren fanden sich in fast jeder zweiten Probe Rückstände von mehreren Mitteln, bei Himbeeren wiesen 65 Prozent der Proben Mehrfachrückstände auf. Bei Johannis- und Brombeeren wiesen Labore in rund 90 Prozent der Proben Pflanzenschutzmittelrückstände nach. In fünf bis zehn Prozent wurden Grenzwerte überschritten.

In einem Monitoring-Projekt zur Lebensmittelsicherheit des BVL aus dem Jahr 2016 wiesen weiterhin tiefgekühlte Johannisbeeren mehr Rückstände auf als frische.

Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Nur dieses Wochenende versandkostenfrei bestellen!
Code: GRATISVERSAND19 bei MADELEINE

shopping-portal