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Das könnten die beliebtesten Vornamen 2017 werden

dpa, Andrea Löbbecke

Aktualisiert am 23.12.2017Lesedauer: 2 Min.
Vier Babys: Auf den Spitzenpositionen der beliebtesten Vornamen landen 2017 voraussichtlich Emilia und Emma sowie Ben und Alexander.
Vier Babys: Auf den Spitzenpositionen der beliebtesten Vornamen landen 2017 voraussichtlich Emilia und Emma sowie Ben und Alexander. (Quelle: Jupiterimages/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wie haben Eltern 2017 ihre Neugeborenen genannt? Eine erste Prognose zeigt: Die Deutschen bleiben ihrem Namensgeschmack überwiegend treu. Aber es gibt auch neue Trends – etwa zu E-Namen.

Marie und Paul schaffen es auf der Liste der beliebtesten Baby-Vornamen 2017 voraussichtlich weit nach vorn. Das hat eine erste Prognose der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ergeben.

2016: Marie und Elias an der Spitze

An Spitzenpositionen landen voraussichtlich auch Emilia und Emma sowie Ben und Alexander. In einer Stichprobe werteten die Sprachforscher über ganz Deutschland verteilt die Daten von zehn Standesämtern aus, Erst- und Folgenamen wurden gleichwertig erfasst.

Die endgültigen Listen über die beliebtesten Vornamen stellt die GfdS im Frühjahr 2018 vor. Bei der kompletten Auswertung für 2016 hatten es Marie und Elias ganz nach vorn geschafft – gefolgt von Sophie und Sophia sowie Alexander und Maximilian.

E-Namen bei Mädchen im Kommen

Es gebe zwar viele alte Bekannte auf den vorderen Plätzen, aber hier und da auch Überraschungen, sagt GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels über die neue Stichprobe. So seien bei den Mädchen Vornamen, die mit einem E anfangen, im Kommen, darunter Emma, Ella und Elisabeth. Auch Charlotte könnte es erstmals unter die Top Ten schaffen, erklärt die Sprach-Expertin.

Bei den Jungen zeichne sich ab, dass es der Vorjahressieger Elias nicht mehr auf den ersten Platz schafft. Häufiger geworden seien unter anderem Felix, Jakob und Emil. Für die endgültige Auswahl der beliebtesten Vornamen wertet die GfdS Daten von rund 800 Standesämtern aus – und erfasst nach eigenen Angaben damit mehr als 90 Prozent aller eingetragenen Vornamen.

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Im Jahr 2016 – mit rund 700.000 Geburten – seien über eine Million Erst- und Folgenamen in die Statistik eingeflossen, erläutert Sprachforscherin Frauke Rüdebusch. Darunter seien etwa 60.000 verschiedene Namen gewesen – rund 40.000 wurden jeweils nur einmal vergeben.

Für exotische Namen können Gutachten angefordert werden

Bei exotischen Namenswünschen der Eltern können die Standesämter ein Gutachten der GfdS-Sprachforscher anfordern. Die Experten erlaubten in diesem Jahr unter anderem Mecky, Lovely, Eleyson, Libelle und Zabel. Abgelehnt haben sie etwa Lucifer, Ohlove, vom Meer, Batman oder Motte. "Für Mecky als Vornamen gibt es Belege in Büchern und Datenbanken", erläutert Rüdebusch. Zabel sei eine Ableitung von Sabel, einem althergebrachten Namen.

Nach den Worten von Rüdebusch wollen manche Eltern den Nachnamen von Vater oder Mutter als Vornamen eintragen lassen – wenn dieser unterschiedlich ist. Für alle Kinder einer Familie gilt per Gesetz, dass sie entweder den Nachnamen der Mutter oder des Vaters tragen müssen – den sogenannten Familiennamen. "Vielleicht wollen diese Familien nach innen und nach außen Gemeinsamkeit demonstrieren", erläutert Rüdebusch. So sollte ein Kind 2017 mit Zweitnamen "Rabowski" heißen – für die Sprachexperten jedoch ein No-Go.

Die Gesellschaft veröffentlicht seit 1977 jährlich eine Liste der beliebtesten Vornamen. Auch der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld aus Schleswig-Holstein gibt regelmäßig Namenslisten heraus. Nach seinen Angaben erfasst er dazu die Namen von rund einem Viertel der Babys.

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