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Das sind die beliebtesten Vornamen 2019

dpa, t-online, LvB

Aktualisiert am 11.05.2020Lesedauer: 3 Min.
Babynamen: Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat wieder umfassendes Material von Standesämtern ausgewertet und hat die neue Rangliste der beliebtesten Babynamen bekannt gegeben.
Babynamen: Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat wieder umfassendes Material von Standesämtern ausgewertet und hat die neue Rangliste der beliebtesten Babynamen bekannt gegeben. (Quelle: Fabian Strauch/dpa-bilder)
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Jedes werdende Elternpaar plagt kurz vor der Geburt die Qual der Wahl: Wie soll das Kind heißen? 2019 waren nach wie vor kurze Namen für Jungen und Mädchen im Trend. Doch welche sind die beliebtesten in Deutschland?

Das Wichtigste im Überblick


  • Die beliebtesten Namen der vergangenen Jahrzehnte
  • Diese Namen werden seltener vergeben
  • Die Rangliste der beliebtesten Vornamen 2019
  • So sieht es in den Bundesländern aus

Hanna und Noah sind die beliebtesten Babynamen 2019 gewesen. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) bekannt. Bei den Mädchen landete Emma denkbar knapp auf Platz 2 der häufigsten Erstnamen – mit nur einem Zähler weniger, dahinter folgt Mia auf Platz 3. Bei den Jungen liegen Ben und Paul auf den weiteren Rängen.

Vor allem bei den Mädchen seien die weichen Namen immer noch dominant, erläuterte die Sprachwissenschaftlerin und GfdS-Vorstandsmitglied Prof. Damaris Nübling. So finden sich unter den Top-Ten unter anderem noch Emilia (4), Lina (6) oder Mila (9).

Namen für Jungs sind vielfältiger

"Die Jungennamen sind in gewisser Hinsicht bunter", sagte Nübling. Ihr Spektrum an Vokalen und Konsonanten sei deutlich reichhaltiger. Auf die Liste der beliebtesten Erstnamen schafften es etwa Luis (5), Felix (7) oder Finn (10). Die GfdS hat in diesem Jahr erstmals konsequent zwischen Erst- und Folgenamen unterschieden. Früher war von den Sprachforschern vor allem eine Gesamtliste ausgewertet worden. Die GfdS beruft sich auf Daten aus 700 Standesämtern bundesweit, damit würden 89 Prozent aller Geburten abgedeckt.

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Die Wissenschaftlerin gab zu bedenken, dass sich von Jahr zu Jahr kaum etwas fundamental bei der Namensgebung ändere. Dies sehe jedoch ganz anders aus, wenn man die Jahrzehnte in den Blick nehme.

Die beliebtesten Namen der vergangenen Jahrzehnte

In den 1950er und 1960er Jahren seien kurze und etwas hart klingende Jungennamen modern gewesen, etwa Peter, Werner oder Klaus, erklärte Nübling. Dagegen hießen Mädchen zu dieser Zeit oft Gabriele, Ursula oder Angelika, hatten also längere und fließendere Namen. Erst ab den 70er Jahren seien auch die Jungennamen länger und bunter geworden – mit Michael, Christian oder Andreas.

Interessant wurde es auch wieder ab den 90er Jahren, als Jungennamen zunehmend weiblicher wurden – bis es schließlich in den 2000er-Jahren sogar Namen wie Luka oder Noah ganz oben in die Ranglisten schafften. Der Vokal "a" am Ende des Namens sei zuvor nur bei Mädchen denkbar gewesen, sagte Nübling.

Diese Namen werden seltener vergeben

Auf den hinteren Plätzen der aktuellen Namenslisten von 2019 mausern sich nach Einschätzung der Expertin die Favoriten der kommenden Jahre: Hier arbeiteten sich bei den Jungen seit einigen Jahren Matteo (Rang 13), Liam (20) oder Milan (14) vor. Bei den Mädchen sieht die Expertin Potenzial für Ida (18), Frieda (13) oder Charlotte (17).

Sprachwissenschaftlerin Nübling hat außerdem die Beobachtung gemacht, dass Familien ihren Haustieren zunehmend Menschennamen geben. "Auf dem Spielplatz weiß man ja oft nicht, ob jemand das Kind oder den Hund ruft", sagte sie. Inzwischen seien Maja, Emma oder Lilly auch typische Namen für Hündinnen oder Katzen. Rüden oder Kater hießen gerne mal Paul, Felix oder Oskar. "Früher war das anders", sagte Nübling. "Da hießen Hunde oft unabhängig vom Geschlecht Bello oder Fiffi, Lumpi oder Rex."

Die Rangliste der beliebtesten Vornamen 2019

Mädchen

  • 1. Hanna/Hannah
  • 2. Emma
  • 3. Mia
  • 4. Emilia
  • 5. Sophia/Sofia
  • 6. Lina
  • 7. Klara/Clara
  • 8. Ella
  • 9. Mila
  • 10. Marie

Jungen

  • 1. Noah
  • 2. Ben
  • 3. Paul
  • 4. Leon
  • 5. Luis/Louis
  • 6. Henri/Henry
  • 7. Felix
  • 8. Elias
  • 9. Jonas
  • 10. Finn

So sieht es in den Bundesländern aus

In Bayern waren im vergangenen Jahr Marie und Maximilian die Nummer 1. Der beliebteste Babyname für Mädchen in Berlin ist im Vorjahr Hanna beziehungsweise Hannah gewesen. Bei Jungen war es Mohamed, auch in weiteren Schreibweisen wie Muhammed, Mohammad oder Muhammet. Eltern aus Brandenburg verwendeten am häufigsten die Namen Emma und Ben. Hanna und Ben sind die beliebtesten Babynamen des vergangenen Jahres in Niedersachsen – in Bremen sind es Emilia und Mohammed. Auch in Nordrhein-Westfalen war Ben ein beliebter Vorname, ebenso wie Mia für Mädchen.

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In Rheinland-Pfalz war der beliebteste Vorname 2019 für Jungen Paul, für Mädchen Emma. Im Saarland waren es Emilia und Ben. Die am häufigsten verzeichneten Babynamen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr Hanna und Emil gewesen. Die 2019 geborenen Mädchen und Jungen aus Thüringen heißen am häufigsten Emilia und Ben.

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