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Weihnachtsm√§rkte √∂ffnen immer fr√ľher

Von dpa
Aktualisiert am 13.11.2019Lesedauer: 3 Min.
Weihnachtsmarkt am Kölner Dom: Die ersten Weihnachtsmärkte öffnen in diesem Jahr schon lange vor dem ersten Advent.
Weihnachtsmarkt am Kölner Dom: Die ersten Weihnachtsmärkte öffnen in diesem Jahr schon lange vor dem ersten Advent. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Die meisten Weihnachtsm√§rkte machen erst Ende November auf. Doch in manchen St√§dten im deutschsprachigen Raum geht es dieses Jahr so fr√ľh los wie noch nie. Das freut nicht jeden.

√Ąu√üerst fr√ľh ‚Äď sage und schreibe 17 Tage vor dem ersten Advent ‚Äď geht schon an diesem Donnerstag in Duisburg der Innenstadt-Weihnachtsmarkt los. Das ist so fr√ľh wie noch nie, wie es im Ruhrgebiet hei√üt. Kritik daran kommt erwartbar von den Kirchen.

√Ėffnungszeiten werden gro√üer Nachfrage angepasst

Die St√§dte verteidigen ihren Kurs. "Der Duisburger Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr am 14. November, also einen Tag vor den Weihnachtsm√§rkten in Essen und Oberhausen, er√∂ffnet. Die √Ėffnungszeiten der Weihnachtsm√§rkte resultieren vor allem aus der gro√üen Nachfrage der Besucherinnen und Besucher", sagt ein Projektmanager der zust√§ndigen st√§dtischen Firma in Duisburg.

Man habe den Termin mit den Kirchenvertretern abgestimmt und nehme bei der Ansetzung der √Ėffnungszeiten R√ľcksicht auf den Totensonntag, Heiligabend und den ersten Weihnachtsfeiertag, hei√üt es weiter von der Duisburg Kontor GmbH. "Dennoch versuchen wir den Bed√ľrfnissen unserer H√§ndler, dem Innenstadt-Handel und vor allem der Nachfrage der Besucher gerecht zu werden." Auch in Essen bleibt der Weihnachtsmarkt am Totensonntag (24. November) geschlossen.

Auch in √Ėsterreich starten fr√ľhe Weihnachtsm√§rkte

Essen und Duisburg sind nicht allein mit dem sehr fr√ľhen Weihnachtsmarktbeginn in den Innenst√§dten. Auch im katholisch gepr√§gten √Ėsterreich geht es zeitig los. So beginnt etwa der Wiener Weihnachtstraum auf dem Rathausplatz auch schon am 15. November.

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In Essen-Steele gibt es einen Stadtteil-Weihnachtsmarkt sogar schon seit 2. November. Auch in Berlin, wo die großen Märkte zwar erst nach Totensonntag öffnen, dann aber meist bis ins neue Jahr aufhaben, gibt es bereits seit 2. November die sogenannte Winterwelt am Potsdamer Platz, die von einem Weihnachtsmarkt kaum zu unterscheiden ist.

Bereits am 17. Oktober wurde das "Bayreuther Winterdorf" eröffnet. Stolz nennt man sich dort erster Weihnachtstreff "in ganz Deutschland und sicher auch in Europa".

Kirchen kritisieren "Ausverkauf des christlichen Festes"

Die Kirchen sehen dennoch in den immer fr√ľheren Weihnachtsm√§rkten einen Ausverkauf des wichtigen christlichen Festes. Ulrich Lota, Pressesprecher des Bistums Essen, sagt, die M√§rkte seien vor allem Marketinginstrument, um in Zeiten des Online-Handels Menschen in die City zu locken.

"Gläubigen Christen ist es aber wichtig, bei all dem Kommerz und Konsum darauf hinzuweisen, dass Weihnachten nicht irgendeine kulturelle Lichtfeier am Jahresende ist, sondern das Fest der Geburt Jesu." Allerdings wolle man auch nicht mit erhobenem Zeigefinger anderen Menschen etwas verbieten, was sie erfreue.

Schon ab 21. November ‚Äď dem Donnerstag vor Totensonntag ‚Äď laufen der Freiburger Weihnachtsmarkt sowie der Bochumer und der Dortmunder, aber auch in √Ėsterreich der Salzburger Christkindlmarkt und in Z√ľrich in der Schweiz die M√§rkte wie das "Wienachtsdorf am Bellevue".

Die meisten Weihnachtsmärkte öffnen nach Totensonntag

In den meisten St√§dten er√∂ffnen die Weihnachtsm√§rkte aber erst nach Totensonntag. So geht es am 25. November beispielsweise in Kassel, Frankfurt/Main, K√∂ln, Hamburg, Hannover, Bielefeld, Potsdam, Cottbus, Rostock und L√ľbeck los mit Gl√ľhwein und Co.


In Erfurt, Weimar und Leipzig startet der Budenzauber am 26. November, in M√ľnchen am Marienplatz sowie in Stuttgart sogar erst am 27. November. Auch der Dresdner Striezelmarkt beginnt erst am Mittwoch vor dem ersten Advent (27.11.). Der Mainzer Weihnachtsmarkt √∂ffnet am 28. November. Der ber√ľhmte N√ľrnberger Christkindlesmarkt beginnt sogar erst am 29. November, dem Freitag vor dem ersten Adventssonntag.

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