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Stiftung Warentest: Burger King und McDonald's im Fastfood-Duell

Warentest  

Warentest: Menü bei McDonald's gesünder als bei Burger King

01.09.2013, 10:38 Uhr | cme

Stiftung Warentest: Burger King und McDonald's im Fastfood-Duell. Stiftung Warentest: Burger sind meist zu fettig und zu kalorienreich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Stiftung Warentest: Burger sind meist zu fettig und zu kalorienreich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fettige Burger, salzige Pommes, süße Softdrinks: Fastfood-Restaurants haben im Hinblick auf Gesundheit keinen guten Ruf. Doch wie gut und gesund ist das Essen in den Schnellrestaurants wirklich? Die Tester der "Stiftung Warentest" wollten es genau wissen und haben Gerichte von "McDonald's", "Burger King" sowie dem deutschen Anbieter "Kochlöffel" ins Labor geschickt.

Burger King und McDonald's fast gleichauf

Die Tester untersuchten bei allen drei Fastfood-Ketten jeweils ein Menü mit großem Burger, Pommes Frites und Salat. Dabei erhielten sowohl das Menü von Burger King als auch das von McDonald's die Note "Befriedigend". Allerdings hatte das McDonald's-Menü knapp die Nase vorn. Zwar konnte das Gericht von Burger King mit besserem Geschmack punkten, es erhielt jedoch Abzüge wegen der enthaltenen Schadstoffe und einer schlechteren Kalorienbilanz. Noch schlechter schnitt allerdings das Menü von Kochlöffel ab - es erhielt von den Testern nur ein "Ausreichend".

Weniger Kalorien macht Mac-Menü gesünder

Wenig überraschend dürfte die Erkenntnis der Tester zum Kaloriengehalt der Gerichte sein: Alle drei getesteten Menüs enthalten mehr Kalorien, Fett und Salz als von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. Während die DGE-Empfehlung für eine Hauptmahlzeit bei 720 Kilokalorien (kcal) und 24 Gramm Fett liegt, liefert das Menü von Burger King 1014 kcal und 50 Gramm Fett, das Menü von Kochlöffel sogar 1226 kcal und 63 Gramm Fett. Einzig das Menü von McDonald's liegt mit 867 kcal und 40 Gramm Fett im moderaten Bereich. Allerdings sind die Portionen beim Mac-Menü auch kleiner, was manchem Fastfoodfan nicht schmecken dürfte.

Öl statt Palmfett zum Frittieren

Auch bei der Beurteilung der Inhaltsstoffe schnitt der Fastfoodriese mit dem großen M am besten ab. Das Unternehmen verzichtet beispielsweise bei der Herstellung seiner Pommes Frites auf Palmfett und verwendet zum Frittieren eine Mischung aus Sonnenblumen- und Rapsöl. Dadurch werden die Kartoffelstäbchen zwar nicht so knusprig wie die der Konkurrenz, enthalten aber auch deutlich weniger Schadstoffe und ungesunde Fette. Burger King erhielt zudem Abzüge bei seinen Burgern. Da das Fleisch über offenem Feuer gegrillt wird, entsteht zwar ein angenehmes Grill-Aroma, allerdings auch schädliches 3-MCPD-Fett - was zum Punktabzug führte. Der Gehalt an dem Schadstoff liege aber nicht im gesundheitsschädlichen Bereich, erläuterten die Tester.

Viel Müll und schwierige Arbeitsbedingungen

Neben dem gesundheitlichen Aspekt überprüften die Tester von "Warentest" auch die Umwelt- und Arbeitsbedingungen in den Unternehmen. Hier hagelte es Kritik für alle drei Firmen. Denn die Fastfoodketten produzieren riesige Müllberge. Die Arbeitsbedingungen in der Branche sind laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hart. Überstunden, hohe Arbeitsbelastung und ständige Rufbereitschaft sind an der Tagesordnung. Immerhin: McDonald's und Burger King zahlen einen Großteil ihrer Arbeitnehmer nach Tarif. Die Firma Kochlöffel wollte zu dem Thema keine Auskünfte geben.

Das komplette Testergebnis der Fastfoodmenüs finden Sie in der September-Ausgabe der Zeitschrift "Test".

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