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Heute ist Siebenschläfertag: Was bedeutet das für das Wetter?

Siebenschläfertag  

So wird das Wetter laut Bauernregel für die nächsten Wochen

27.06.2019, 06:49 Uhr | helack, jb, cch, dpa

 (Quelle: Ralph Peters/imago images)

Sonne satt für sieben Wochen? Das Wetter am Siebenschläfertag soll laut einer alten Bauernregel sieben Wochen anhalten. (Quelle: ProSieben)

Siebenschläfertag: So beeinflusst die Bauernregel unser Wetter

Am 27. Juni ist immer Siebenschläfer. Eine alte Bauernregel besagt: „Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.“ (Quelle: Itsin TV)

Sonne satt für sieben Wochen? Das Wetter am Siebenschläfertag soll laut einer alten Bauernregel sieben Wochen anhalten. (Quelle: ProSieben)


"Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag" – so lautet zumindest eine Bauernregel für den 27. Juni. Demnach könnte das Wetter sonnig und heiß werden, denn der Deutsche Wetterdienst erwartet für diesen Tag Temperaturen von bis zu 35 Grad.

Sonnencreme und Ventilatoren werden auch in den nächsten Wochen in großen Teilen Deutschlands weiterhin gebraucht. Von heute (27. Juni) an erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar keine Niederschläge aber kurzzeitig abklingende Temperaturen. Im Norden soll es mit Werten zwischen 17 und 21 Grad und leichter Bewölkung vergleichsweise "frisch" werden, sagt ein DWD-Sprecher t-online.de. Im Süden soll es weiterhin sehr heiß bleiben. Hier werden für den Siebenschläfertag Temperaturen zwischen 32 und 35 Grad erwartet. 

Aussichten für die nächsten Tage 

In Norddeutschland werden laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes die Temperaturen etwas sinken. Für Freitag werden bis zu 23 Grad und eine leichte Bewölkung erwartet. Die Abkühlung ist jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits ab Sonntag soll wieder die 30-Grad-Marke überschritten werden. 

Im Süden des Landes bleibt der Sommer mit seinen hohen Temperaturen weiterhin bestehen. Zwischen Freitag und Sonntag sollen hier die Temperaturen zwischen 29 und 34 Grad liegen. Die Hitzewelle ist somit noch nicht vorbei. Regen sei bisher allerdings weder für Norddeutschland noch für Süddeutschland in Sicht. 

Sind jetzt sieben Wochen Sonne angesagt?

Eine der alten Wetterweisheiten lautet: "Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne." Doch diese Aussage ist mit Vorsicht zu genießen. Sichere Aussagen über die Entwicklung des Wetters können laut DWD-Sprecher nur für die kommenden drei Tage gemacht werden. Zudem liege die Chance, dass das Wetter am 27. Juni für die kommenden sieben Wochen bestehen bleibt, zwischen 55 und 70 Prozent. "Sie können auch eine Münze werfen", so der DWD-Sprecher. 

Für Meteorologen relevant ist eher ein mehrtägiger Zeitraum zwischen Ende Juni und Anfang Juli, wenn sich mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent in der Atmosphäre eine Strömungslage verfestigen kann, die dann den weiteren Verlauf des Sommers prägt, erklärt der Sprecher. Da die Bauernregel bereits vor der Gregorianischen Kalenderreform 1582 entstand, stimmt der heutige Siebenschläfertag nicht mehr mit dem ursprünglichen Tag überein. Durch die Verschiebung um etwa zehn Tage wäre der "richtige" Siebenschläfertag erst am 7. Juli.

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Verschiedene Auslegungen

Die Bauernregel gibt es in verschiedenen Formulierungen, hier einige Beispiele:

  • "Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt."
  • "Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag."
  • "Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass."
  • "Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne."
  • "Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet’s ganze sieben Wochen."

Was ist dran am Siebenschläfertag?

Aberglaube hin oder her: Meteorologen sehen zu dieser Zeit tatsächlich eine Stabilisierung der Großwetterlage, die meist über eine längere Zeitspanne anhält. Der Grund dafür sei die Besonderheit der Erdatmosphäre: In etwa zehn Kilometer Höhe wehen sogenannte Jetstreams im Zickzack um die Erde. Sie beeinflussen die Zugbahnen der Hoch- und Tiefdruckgebiete und sind damit wesentlich für die Wetterentwicklung verantwortlich.

In der Zeit von Ende Juni bis Anfang Juli bleibt der Verlauf des Jetstreams relativ konstant, entsprechend stabil verhält sich die Wetterlage. Ob es sonnig oder regnerisch wird, hängt letztlich davon ab, ob der Wind in einer Süd- oder Nordkurve über Europa hinweg zieht. Wenn der Jetstream südlich verläuft, herrscht eher Tiefdruckeinfluss und unbeständigeres Wetter, ein nördlicher Verlauf hingegen bedeutet Hochdruck und Sonnenschein.

In Süddeutschland ist auf den Siebenschläfer mehr Verlass

Vor allem im Süden Deutschlands trifft die Bauernregel häufig zu: Laut dem Institut für Klima- und Wetterkommunikation bleibt eine Wetterlage, die sich Anfang Juli in Süddeutschland einstellt, mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent stabil. Weiter in Richtung Norden werde das Wetter jedoch zunehmend instabiler – in Hamburg liegt die Wahrscheinlichkeit noch bei 50 bis 60 Prozent.

Um das Sommerwetter vorauszusagen, sollten Sie jedoch besser einen etwas größeren Zeitraum von ein bis zwei Wochen als Grundlage nehmen, und sich nicht allein auf den Siebenschläfertag verlassen. Weitere vergleichbare Wetterphänomene sind die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai oder auch die sogenannte Schafskälte am 11. Juni.

Ursprung: Die Legende der sieben Schläfer von Ephesus

Die Bauernregel verdankt ihren Namen einer alten Legende und nicht etwa dem gleichnamigen Nagetier. Sieben junge Christen, die Schläfer von Ephesus, wurden während der Christenverfolgung zur Herrschaftszeit des Kaisers Decius (249-251) in einer Berghöhle nahe Ephesus lebendig eingemauert. Statt zu sterben, schliefen die Männer der Legende nach 195 Jahre lang, erwachten am 27. Juni 446 und bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten. Der Siebenschläfertag ist also auch ein Gedenktag für die sieben Schläfer von Ephesus.

Erste Zeugnisse der Legende stammen aus dem fünften Jahrhundert. Es gibt sie in mehreren Varianten, so auch im Islam (Koran, Sure 18, "Die Höhle").

Und was machen die Nagetiere?

Nagetier: Ein Siebenschläfer knabbert an einem Stück Apfel in der "Wildstation Bilche" in Wiesbaden. (Quelle: dpa/Alexander Heinl)Nagetier: Ein Siebenschläfer knabbert an einem Stück Apfel in der "Wildstation Bilche" in Wiesbaden. (Quelle: Alexander Heinl/dpa)

Die Siebenschläfer sind jetzt auf der Suche nach einem geeigneten Platz für den Nachwuchs und deswegen besonders aktiv. Der Naturschutzbund (Nabu) bittet, den kleinen Säugetieren dabei behilflich zu sein und ihnen etwas Platz auf dem Dachboden zu gönnen oder einen Siebenschläferkasten im Garten aufzuhängen.



"Weil die natürlichen Unterschlüpfe immer seltener werden, suchen sich Siebenschläfer auch eine Unterkunft in Siedlungen", erklärt der Nabu Rheinland-Pfalz. "Sie haben keine andere Wahl als auszuweichen."

Verwendete Quellen:

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