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So leben Milliardäre- die teuerste Villa der USA

So leben Milliardäre: Eine Villa für 195 Millionen Dollar

14.07.2015, 12:35 Uhr | wanted.de/dpa

So leben Milliardäre- die teuerste Villa der USA. Der "Palazzo di Amore" in Beverly Hills. (Quelle: dpa)

Der "Palazzo di Amore" in Beverly Hills. (Quelle: dpa)

Die teuerste Villa der USA steht zum Verkauf - für 195 Millionen Dollar gehört der "Palazzo di Amore" in Hollywood Ihnen. Oder wie wäre es mit einem Penthouse in New York für 100 Millionen Dollar? Ein Parkplatz für ein Milliönchen muss natürlich auch sein. wanted.de beleuchtet den Immobilien-Wahn in den Vereinigten Staaten.

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Immobilien-Boom in den USA: Die Preise explodieren, Milliardäre sind auf Shopping-Tour. Börse und Bau boomen, Sachwerte sind teuer, denn die Druckerpressen der Notenbanken laufen heiß; auch Kunst, Oldtimer, Wein oder Uhren erzielen immer neue Höchstpreise.

Eine Villa für 195 Millionen Dollar

Nun steht der "Palazzo di Amore" in Beverly Hills für 195 Millionen Dollar zum Verkauf, das sind aktuell rund 177 Millionen Euro. Derzeitiger Eigentümer ist der milliardenschwere US-Bauunternehmer Jeff Greene. Wie das "Wall Street Journal" und die "Los Angeles Times" berichteten, hatte Greene das im Bau befindliche Anwesen 2007 in einem Konkursverfahren für 35 Millionen Dollar erstanden. Er habe rund 25 Millionen Dollar in den weiteren Ausbau investiert, sagte Greene

dem "Wall Street Journal". Laut "Forbes" ist dies das teuerste Haus, das in den USA angeboten wird. Zu schlagen sei ein Preis von 112,5 Millionen Dollar aus Kalifornien von 2012. Diesen Luxus gibt es im Liebespalast: 23 Badezimmer, zehn Hektar Park, ein eigenes Weingut, schreibt Immobilienmaklerin Joyce Rey auf ihrer Webseite. Allerdings geht solch ein Deal selbst bei den oberen 10.000 nicht ohne Weiteres über die Bühne: Die Villa ist seit November 2014 im Angebot.

Dennoch ist ein solcher Prunkbau aktuell nicht untypisch. Auch in New York ziehen die Preise an – die Stadt, die niemals schläft ist der beliebteste Wohnort der Ultra-Reichen. Hier gibt es ganz besonders viele Menschen, die über mehr als 30 Millionen Dollar Vermögen verfügen. Und die müssen natürlich standesgemäß wohnen.

100-Millionen-Apartment

Kein Wunder also, dass Manhattan Ende 2014 die 100-Millionen-Marke geknackt hat: Für ganz genau 100.471.452 Dollar fand ein Penthouse einen neuen Besitzer.

Und zwar an der Spitze des Wolkenkratzers One57 mit 360-Grad-Panoramablick auf Central Park, Hudson und East River. Wer bereit war, so viel Geld für das Luxus-Apartment im 89. und 90. Stock der 157 West 57th Street zu zahlen, blieb bislang ein Geheimnis. Aus öffentlichen Quellen geht nur hervor, dass der mysteriöse Käufer einen Tag vor Weihnachten zuschlug. Etwa 40 Stockwerke tiefer sind noch immer Wohnungen zu haben. Für knapp 21 Millionen Dollar gibt es fünf Zimmer mit vier Bädern auf gut 322 Quadratmetern. Auf der gleichen Etage bot der Makler auch eine kleinere Unterkunft zur Miete an, sie sollte 41.000 Dollar im Monat kosten. Als "Ultra-Luxus" werden die Apartments angepriesen, die Superreiche aus der Marmor-Badewanne mit Armaturen der deutschen Edelschmiede Dornbracht auf die Skyline gucken lassen.

Börsenboom befeuert Immobilienpreise Als Nische lässt sich dieses Top-Segment des New Yorker Immobilienmarktes schon lange nicht mehr bezeichnen. Dass gerade hier solche Preise bezahlt werden, ist kein Wunder - schließlich haussiert die Wall Street. Ein Effekt, der auch in der Londoner City und in Frankfurt am Main zu beobachten ist. An allen möglichen angesagten Ecken schießen in New York Luxus-Gebäude aus dem Boden. Projektentwickler wie die Firma Extell Development überziehen Manhattan mit Protz-Objekten, deren Wohnungen sich kein Durchschnittsbürger leisten kann. Dass die Preise seit Jahren viel stärker steigen als die Einkommen, ist jedoch kein Problem. Oligarch auf Shopping-Tour – Parkplatz für eine Million

Denn Superreiche aus der ganzen Welt - egal ob Chinas neue Milliardäre oder Russlands alte Oligarchen - reißen sich um ihr Stück vom Big Apple. So hat sich Roman Abramovich auf der Upper East Side laut "New York Post" vor wenigen Monaten drei der begehrten Townhouses aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende für mindestens 50 Millionen Dollar zugelegt.

Im Herbst 2014 wurden Parkplätze für jeweils eine Million Dollar im Trendviertel SoHo zum Symbol des Wahns. Dabei ist bei Weitem nicht nur Manhattan Spielwiese von Spekulanten, Projektentwicklern, Immobilien-Mogulen und Maklern. >>

In vielen Gegenden von Brooklyn haben die Normalverdiener mittlerweile noch weniger zu bestellen, wenn es um Mieten, Kaufen und Wohnen geht. Laut einer Studie des Analysehauses RealtyTrac driften die Preise für Immobilien und die Einkommen nirgends in den USA stärker auseinander. Das gilt sogar in Staten Island. Das war die frühere Müllhalde und noch immer das hässliche Entlein New Yorks. Doch 2014 stiegen die Häuserpreise selbst dort um 4,2 Prozent. Die Maklerschaft reibt sich die Hände. Auf Seminaren wie "How to be a Millionaire Broker" lernt sie, nicht die Provisionen zu senken: "Verkauft euch nicht unter Wert", impft Brooklyns Spitzenmaklerin Stephanie O'Brien vom New Yorker Branchenführer Douglas Elliman ihren Kollegen ein.

Traumberuf Immobilien-Maker

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in Manhattan und Brooklyn etwa verdoppelt, das Transaktionsvolumen der gesamten Käufe hat sich beinahe verdreifacht. Von 2000 bis 2012 sind die Mieten in New York um 75 Prozent gestiegen - viel stärker als im Rest des Landes. Zugleich gingen die Reallöhne um 4,8 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote in New York City lag im Dezember mit 6,3 Prozent deutlich über dem US-Durchschnitt. Impressionen der Millionen-Immobilien sehen Sie in unserer Fotoshow

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