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Corona-Krise: So können Sie jetzt trotz Corona ins Restaurant gehen


So können Sie jetzt trotz Corona ins Restaurant gehen

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 17.10.2020Lesedauer: 4 Min.
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Asiatisches Restaurant in Berlin: Die Sperrstunde für Gastronomie und Bars in der Hauptstadt wurde wieder aufgehoben.
Asiatisches Restaurant in Berlin: Die Sperrstunde für Gastronomie und Bars in der Hauptstadt wurde wieder aufgehoben. (Quelle: Seeliger/imago-images-bilder)
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Im Sommer saßen fast alle draußen, in Biergärten oder dem Außenbereich von Bars und Restaurants. Jetzt wird es kälter und es zieht die Menschen in die Innenräume. Dort steigt die Ansteckungsgefahr.

Mit der kalten Jahreszeit zieht es die Menschen auch wieder mehr ins Warme. Doch dort steigt in diesem Jahr die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Besonders gefährlich kann es in Restaurants, Bars und Kneipen werden, wo viele Menschen auf engem Raum lange Zeit miteinander verbringen. Doch es gibt einige Regeln, die Sie beachten sollten, um sich zu schützen.


Coronavirus: An diesen Orten lauert das größte Risiko

In der Bahn, im Restaurant und auch zu Hause – wo sich Menschen auf engem Raum befinden, kann sich das Coronavirus leicht ausbreiten. Unsere Fotoshow zeigt, welche Situationen besonders riskant sind.
Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse oder Bahnen sind ebenfalls mögliche Infektionsquellen. Hier treffen viele Menschen auf engem Raum aufeinander. Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und das Tragen einer Gesichtsmaske können das Ansteckungsrisiko minimieren – sofern sich alle daran halten.
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Welche Regeln gelten generell für Restaurant-, Bar- oder Kneipenbesuche?

Generell dürfen Restaurants und Gaststätten bereits seit einigen Monaten wieder öffnen. Allerdings gelten strenge Hygienevorgaben. So gilt beispielsweise, dass Speisen und Getränke nur sitzend an Tischen oder stehend am Tresen oder an der Theke konsumiert werden dürfen. Die Tische müssen so aufgestellt werden, dass zwischen fremden Menschen ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann.

Beispielsweise in Berlin dürfen Gruppen mit bis zu sechs Personen gemeinsam an einem Tisch sitzen, auch dann, wenn sie zu mehreren Haushalten gehören. In anderen Bundesländern können diese Zahlen variieren, daher sollten Sie sich immer direkt vor Ort informieren, was erlaubt ist.

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Zudem gelten in einigen Städten wie in Düsseldorf, Köln oder Hamm mittlerweile Sperrstunden. Das bedeutet, dass Gaststätten spätestens um 23 Uhr schließen müssen und nicht vor 6 Uhr öffnen dürfen. Hinzu kommt, dass alkoholische Getränke ebenfalls nur bis 23 Uhr oder ab 6 Uhr ausgeschenkt, verkauft oder abgegeben werden würden.

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt am 16. Oktober wieder aufgehoben. Ein Dutzend Gastronomen hatten Eilanträge gegen die Sperrstunde von 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens gestellt – mit Erfolg. In dem Gerichtsbeschluss heißt es, es sei nicht ersichtlich, dass die Sperrstunde für eine nennenswerte Bekämpfung des Infektionsgeschehens erforderlich sei. Restaurants, Bars und Kneipen dürfen demnach wieder spät abends und nachts öffnen. Das Alkoholverbot soll in diesem Zeitraum aber bestehen bleiben.

Das Personal in Restaurants und Bars unterliegt einer Maskenpflicht. Auch Gäste müssen immer dann eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie sich nicht am Tisch aufhalten. Also beispielsweise beim Betreten oder Verlassen sowie beim Gang zur Toilette. Zusätzlich müssen alle Besucher sich registrieren, um im Falle einer Infektion informiert werden zu können.

Warum müssen Sie sich registrieren?

Für Restaurants, Bars und Kneipen gilt die Pflicht, vollständige Namen, Telefonnummern sowie Adressen oder E-Mailadressen zu erfassen. Das gilt für alle Gäste, unabhängig davon, ob Sie im Außen- oder Innenbereich des Lokals sitzen. Zusätzlich zu den persönlichen Daten wird die Anwesenheitsdauer und die Tischnummer festgehalten.

So sollen mögliche Infektionsketten nachverfolgbar sein. Gibt es einen Infektionsverdacht bei einem der Gäste, werden die Listen dem Gesundheitsamt übergeben und potentielle Kontaktpersonen werden gegebenenfalls informiert. Sie sollten also in jedem Fall korrekte Daten angeben, um im Falle einer möglichen Infektion informiert werden zu können. Zudem gilt mittlerweile ein Bußgeld von mindestens 50 Euro für falsche Angaben.

Kontaktbogen zur Erfassung von Daten: Viele füllen die Registrierungen mit falschen oder erfundenen Namen aus.
Kontaktbogen zur Erfassung von Daten: Viele füllen die Registrierungen mit falschen oder erfundenen Namen aus. (Quelle: Ralph Peters/imago-images-bilder)

Welche Chancen bieten Heizpilze und Verlängerung der Außengastro-Zeiten?

Nicht nur, dass es draußen ungemütlich und kalt wird, viele Städte beschränken die Außengastronomie auch generell auf die Sommerzeit. Zum Schutz vor dem Coronavirus hat beispielsweise Köln die Zeit für die Außengastronomie allerdings schon verlängert.

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Nachdem Heizpilze in der Vergangenheit in vielen Städten und auch ganzen Bundesländern verboten worden waren, weil sie klimaschädlich sind, könnten sie jetzt eine Chance im Kampf gegen die Corona-Pandemie bieten.

Denn ist es im Außenbereich eines Restaurants dank Decken und Heizelementen noch angenehm, werden wohl viele Gäste aus Sorge vor einer Infektion im Innenraum weiterhin den Platz an der frischen Luft wählen. Deshalb haben einige Städte Heizpilze jetzt wieder erlaubt.

Wie können Sie sich vor einer Infektion schützen?

"Bei Restaurantbesuchen gelten die Verhaltensregeln, die in der AHA-Formel zusammengefasst sind: Abstand einhalten (mindestens 1,5 Meter), Hygieneregeln beachten (richtiges Husten, Niesen und Händewaschen) und – da wo es eng wird – eine Alltagsmaske tragen", heißt es von der Bundesregierung. Zudem sollten Sie sich an die Registrierungspflicht halten. "In vielen Restaurants gibt es die Möglichkeit, vorher online einen Tisch zu reservieren", heißt es weiter, "Bitte nutzen Sie diese Option."

In einem "Welt"-Beitrag vom 14. Oktober 2020 erklärt der Hygiene-Experte Klaus-Dieter Zastrow, wie Sie sich jetzt in Restaurants am besten schützen können. Er erklärt, es wird uns "nichts anderes übrig bleiben", als bei Kälte in Innenräume auszuweichen. Aber bei Einhaltung der Grundregeln sei die Infektionsgefahr relativ gering.

Er rät dazu, auf die Abstände zwischen den Tischen zu achten und sich nicht zu nah an größere und laute Gruppen zu setzen. Wichtig sei auch, ob das Küchen- und Servicepersonal die Mund-Nasen-Bedeckung durchgehend und korrekt trägt. Zudem sollte auch im Restaurant oder in der Bar regelmäßig gelüftet werden. Eine zusätzliche Lösung können laut dem Branchenportal "gastro-hero.de" auch Raumluftreiniger sein, die die Luft im Raum kontinuierlich erneuern.

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Verwendete Quellen
  • berlin.de: "Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen", 10. Oktober 2020
  • welt.de: "So schützen Sie sich im Innenraum von Restaurants optimal vor Ansteckung", 14. Oktober 2020
  • gastro-hero.de: "Gastronomie und Corona: Das Wichtigste auf einen Blick", 12. Oktober 2020
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