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Blasen an den Füßen richtig behandeln und vorbeugen

Tipps vom Experten  

Darf man Blasen an den Füßen aufstechen?

21.08.2019, 14:20 Uhr | dpa, sah, t-online.de

Blasen an den Füßen richtig behandeln und vorbeugen. Eine Blase am Fuß  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Gajus)

In zu engen oder zu weiten Schuhen bilden sich schnell Blasen an den Füßen (Quelle: Gajus/Thinkstock by Getty-Images)

Es passiert ganz leicht: Die Schuhe schneiden ins Fleisch, das Leder drückt und es entstehen Blasen. Mit und ohne Strümpfe können sich die schmerzenden Stellen bilden. Doch darf man Blasen einfach mit einer Nadel aufstechen?

Wie entstehen Blasen?

"Blasen an den Füßen entstehen, wenn eine Stelle unserer Haut ungewöhnlich stark belastet wird, zum Beispiel durch Reibung", erklärt Professor Martin Scherer, Allgemeinmediziner am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. "Durch die Reibung lösen sich die Hautschichten der betroffenen Stelle voneinander, es entsteht ein Hohlraum, in den Gewebeflüssigkeit einfließt."

Häufigste Ursache der schädlichen Reibung sind Schuhe, die zu eng oder noch nicht eingelaufen sind. Gerade im Sommer, wenn die Füße ohne Strümpfe in den Schuhen stecken, können schnell Blasen entstehen. Eine falsche Belastung des Fußes oder die falschen Socken können aber ebenfalls für Blasen sorgen.

Blasen behandeln: Darf man sie aufstechen?

Auf keinen Fall sollten Sie Blasen aufstechen, sagt Scherer. "Dadurch entsteht eine offene Wunde, die anfällig für Infektionen und Keime ist." Ist die Blase ohne Pikser schon offen, sollten Sie sie daher gründlich desinfizieren.

Bei sehr schmerzhaften Druckblasen an den Füßen kann das Aufstechen allerdings schnell Linderung verschaffen. Wenn Sie sich in dem Fall zum Öffnen der Blase entscheiden, sollten Sie die Blasendecke vorsichtig abtragen und die Wunde danach desinfizieren. Dies gilt jedoch nicht für Diabetiker: Sie sollten einen Arzt aufsuchen, denn eine Blase kann sich bei ihnen schneller entzünden als bei anderen Menschen.

Blasen an den Füßen: Hausmittel

Nasse Füße erhöhen das Risiko für Blasen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Ihre Füße trocken sind, wenn Sie Ihre Schuhe anziehen – zum Beispiel nach dem Duschen oder wenn Sie Ihre Füße beim Wandern in einem Fluss baden. Denn sonst können die Füße leicht aufquellen, sind weicher – und damit anfälliger für Blasen.

Ist eine Blase einmal da, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie zu behandeln. Am besten ist es natürlich, wenn Sie die entsprechende Stelle entlasten. Wenn möglich, sollten Sie den Schuh daher ausziehen. Das geht aber natürlich nicht immer.

Eine Alternative sind daher Pflaster. Gewöhnliches Pflaster mit dem hellen Mull-Mittelteil ist dann allerdings nicht zu empfehlen. Schließlich könnte der Mull zusätzlich scheuern. Besser ist, braunes Heftpflaster auf die Blase zu kleben – ohne Falten und nicht zu straff, damit es nicht zieht. Das wirkt dann als Schutz für die Blase. 

Noch besser ist allerdings Blasenpflaster. Aus drei Gründen:

  • Erstens wird die Blase damit gut gepolstert, ist weniger anfällig für Reibung und reißt auch nicht weiter ein.
  • Zweitens sorgen die Pflaster mit Wirkstoffen für eine schnellere Wundheilung.
  • Drittens halten sie auch noch Schmutz fern.

Das Pflaster bleibt mindestens drei Tage kleben oder so lange, bis es von selbst abfällt. 

Blasen vorbeugen

Um Blasenbildung zu vermeiden, sollten Sie schon beim Schuhkauf auf weiches Material und einen guten Sitz achten. Beim Anprobieren der Schuhe sollte nichts zwicken oder drücken, und die Socken sollten keine Falten werfen. Vorsicht: Auch zu große Schuhe können Blasen verursachen, wenn der Fuß im Schuh hin- und her rutscht.


Eine gute Pflegecreme hält die Haut an den Füßen geschmeidig und macht sie weniger anfällig für Blasen. Wer einen Schuh das erste Mal ohne Strümpfe trägt, behandelt Zehen und Fersen am besten schon vorbeugend mit einem Anti-Blasen-Stick.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherchen

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