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Rissige Hände: So oft sollten Sie Hände im Winter eincremen

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Schluss mit trockener Haut  

So oft sollten Sie Ihre Hände im Winter eincremen

16.02.2018, 13:46 Uhr | fq, sah, dpa-tmn

Rissige Hände: So oft sollten Sie Hände im Winter eincremen. Trockene Haut an der Hand: Hände werden oft durch falsche Reinigung trocken. Helfen kann eine Seife mit dem gleichen pH-Wert wie die Haut. (Quelle: Getty Images/Manuel-F-O)

Trockene Haut an der Hand: Hände werden oft durch falsche Reinigung trocken. Helfen kann eine Seife mit dem gleichen pH-Wert wie die Haut. (Quelle: Manuel-F-O/Getty Images)

Im Winter fühlen sich Hände schnell trocken an, werden rissig, rot – und können sich sogar entzünden. Tipps, welche Creme am besten hilft und wie oft Sie Ihre Hände eincremen sollten.

Die Haut an den Händen ist im Winter besonders empfindlich. Sie wird dann leicht trocken und manchmal auch rissig. Das sieht nicht schön aus und wird oft als ungepflegt wahrgenommen. "Hände sind die Visitenkarte eines Menschen", sagt die Kosmetikerin Gabriele Häusler. "Sie werden oft auch von anderen gesehen und sagen viel aus über den Gesamtkörperzustand." Denn wer trockene Hände hat, habe oft auch eingerissene Fingernägel oder trockene Haut im Gesicht. Die richtige Pflege kann das verhindern.

Ursache: Warum die Haut im Winter schneller austrocknet

Dass die Haut trocken wird, kann verschiedene Ursachen haben. "Die Haut ist aus mehreren Schichten aufgebaut und hat außen eine Hornschicht", erklärt Hautärztin Gertraud Kremer. An der Handinnenseite sei diese Hornschicht besonders dick, da sie die Hand besser schützen soll. "Wenn die Hornschicht austrocknet, zum Beispiel durch trockene Luft, wird sie rissig." Genau das passiere im Winter vermehrt.

Außerdem gibt es unter der Haut Talgdrüsen. "Sie produzieren Talg, der über Ausführungsgänge unter anderem bis an die Hautoberfläche transportiert wird und die Haut fettet", sagt Kremer. "Wenn die Temperaturen jedoch unter sieben Grad fallen, wird die Produktion in den Talgdrüsen etwas heruntergefahren." Die Folge: Es wird weniger Talg auf die Haut transportiert. "Auch das macht die Haut trockener und rissiger."

Darum haben Frauen ab 40 öfter rissige Hände

Unter trockener Haut leiden Männer genau wie Frauen. Allerdings gibt es einige Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wie die Hautärztin beobachtet hat: "Männerhaut ist dicker und damit robuster. Außerdem sind die Talgdrüsen durch den höheren Testosteronspiegel aktiver, weswegen die Haut nicht so stark zur Austrocknung neigt."

Bei Frauen produziere der Körper ab den Wechseljahren weniger Östrogen, so dass die Haut weniger elastisch werde und weniger Wasser speichern könne. Frauen ab etwa Mitte 40 seien daher besonders stark von trockener Haut betroffen.

Rissige Hände: Diese Creme kann helfen

Im Winter haben viele Berufstätige Probleme mit Rissen an den Händen. Ein möglicher Grund dafür ist die Heizungsluft im Büro. "Man trinkt oft weniger als im Sommer, und die Luft ist trockener – auch das setzt der Haut an den Händen zu", weiß Gabriele Häusler. Das Tückische daran: Sind die sogenannten Schrunden einmal da, heilen sie nur langsam wieder ab. Wer oft unter trockener Haut leidet, sollte im Winter daher rechtzeitig vorsorgen – zum Beispiel durch häufiges Eincremen der Hände.

Eine gute Wahl dafür ist eine fettreiche Creme, am besten eine Wasser-in-Öl-Emulsion. Das seien eher fettige Cremes, die man nicht einfach wieder mit Wasser abwaschen könne, erklärt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin.

So oft sollten Sie Ihre Hände eincremen

"Das Fett in den Cremes hält auch im Alltag Wasser ab, was gerade im Winter wichtig ist." Denn durch Regen, Schnee oder Nebel werden die Hände feucht. "Dadurch kühlen sie noch mehr ab." Eine fettreiche Creme könne das verhindern. Die Creme sollten Betroffene nicht nur morgens auftragen, sondern mehrfach am Tag – zum Beispiel nach jedem Händewaschen.

Gut sei auch eine Schutzcreme ganz ohne Wasser. "Eine Möglichkeit ist Vaseline, die die Haut tagsüber gut schützt." Abends könnte man dann eine Creme mit Feuchtigkeitsfaktoren benutzen. "Dazu gehören zum Beispiel Harnstoff oder Glycerol", erklärt Sellerberg. "Sie sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit in der Haut bleibt."

Diese Hausmittel helfen bei rissigen Händen

Wer noch mehr für seine Hände tun will, kann ihnen eine Pflegepackung gönnen. "Man kann am Abend zum Beispiel die Hände mit einer dicken Schicht Handcreme einreiben und sie 20 Minuten lang in ein warmes Tuch einwickeln", sagt Häusler. Wer mag, könne die Creme auch mit Lavendel-, Wildrosen- oder einem anderen Öl anrühren und auftragen.

Eine andere Möglichkeit ist laut Häusler, fettreichen Quark mit Bananenmus zu mischen, die Hände damit einzupacken und die Mischung ebenfalls 20 Minuten einziehen zu lassen. "Bananen enthalten ein sanftes Fruchtsäureenzym, das die Haut schön glättet." Das könne man etwa einmal pro Woche wiederholen. "Der Quark trocknet dabei an, so dass man ihn danach abziehen kann und fast keinen Rückstand hat."

Rissigen Händen im Winter vorbeugen

Ohne Handschuhe geht im Winter draußen fast nichts. "Dabei muss man ausprobieren, was den eigenen Händen gut tut", sagt Häusler. Während die einen auf Fleecehandschuhe schwören, schwitzen andere darin. "Man sollte Materialien nehmen, die Atmung zulassen und Feuchtigkeit wie Schweiß nach außen lassen."

Besonders wichtig sind Handschuhe für all diejenigen, die draußen arbeiten oder Wintersport betreiben. "Gut isolierte Handschuhe sind dann Pflicht, weil zum Beispiel beim Skifahren die Temperatur auf den Händen durch den Fahrtwind extrem sinken kann", sagt Sellerberg.

Säureschutzmantel der Haut: Die richtige Seife ist wichtig

Hände werden auch oft durch falsche Reinigung trocken. "Herkömmliche Seifen haben meist einen anderen pH-Wert als die Haut, so dass die Haut nach dem Waschen alkalischer wird, als sie eigentlich ist. Das schädigt den hauteigenen Säureschutzmantel", erklärt Sellerberg.

"Dadurch quillt auch die obere Hornschicht auf – und die Haut wird rau." Vermeiden lässt sich das, indem man nach dem Waschen die Hände eincremt oder Seife verwendet, die den gleichen pH-Wert wie die Haut hat – also etwa den pH-Wert 5.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • eigene Recherchen

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