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Neue Kreuzfahrt-Rekorde auf Flüssen und Meeren

Neue Analyse  

Die beliebtesten Kreuzfahrtziele der Deutschen

07.03.2019, 14:05 Uhr | Michael Zehender, dpa, t-online.de

Neue Kreuzfahrt-Rekorde auf Flüssen und Meeren. Norwegisches Getaway Kreuzfahrtschiff im Hafen von Stockholm (Quelle: imago images/imagebroker)

Norwegisches Getaway-Kreuzfahrtschiff: Kreuzfahrten nach Nordeuropa liegen weiterhin sehr im Trend bei deutschen Passagieren. (Quelle: imagebroker/imago images)

Deutschland bleibt die Kreuzfahrtnation Nummer eins in Europa: Insgesamt 2,26 Millionen deutsche Passagiere waren 2018 auf den Weltmeeren unterwegs. Besonders beliebt dabei: Nordeuropa. Bemerkenswerte Entwicklungen gibt es bei den Flusskreuzfahrten.

Die Lust der Deutschen auf Kreuzfahrten ist ungebrochen. Im Jahr 2018 haben 2,26 Millionen Passagiere eine Seereise unternommen – so viele wie nie zuvor und 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus der neuen Kreuzfahrtanalyse des Branchenverbandes Clia Deutschland und des Deutschen Reiseverbandes hervor, die auf der Reisemesse ITB in Berlin vorgestellt wurde.

2017 hatte das Wachstum noch bei 8,4 Prozent gelegen. Als Grund für das nun schwächere Plus nannte Clia-Chef Karl J. Pojer, dass ein Teil der neuen Schiffe erst spät im Jahr 2018 auf den Markt gekommen sei. "Daher rechnen wir in 2019 mit einem erneut deutlich stärkeren Wachstum", so Pojer.

Die beliebtesten Reiseziele für Kreuzfahrten

Nordeuropa blieb 2018 das beliebteste Reiseziel für die deutschen Kreuzfahrt-Urlauber: 28 Prozent aller Reisen führten dorthin. Auf den weiteren Plätzen folgten: 

  • das westliche Mittelmeer (24 Prozent) 
  • die Kanarischen Inseln (11 Prozent)
  • die Karibik (10 Prozent)
  • das östliche Mittelmeer (9 Prozent) 
  • die Ostsee (5 Prozent).

Im Schnitt verbrachten die Deutschen neun Tage auf dem Schiff, das Durchschnittsalter sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 49 Jahre.

Trotz Beliebtheit heftige Kritik

Kreuzfahrtschiffe gelten Kritikern als "Dreckschleudern". Die Reedereien setzen nach eigenen Angaben jedoch verstärkt auf umweltfreundliche Technologien und wollen ihren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 2008 senken. Ein wichtiger Baustein dabei ist laut Clia-National-Direktor Helge Grammerstorf, dass zunehmend Schiffe mit Flüssiggasantrieb in Dienst gestellt werden. Die "Aida Nova" war 2018 das erste solche Schiff, 25 Schiffe weltweit sollen es bis 2027 sein. Zudem verfügten 111 von derzeit 253 Schiffen über Abgasnachbehandlungssysteme. Weitere werden den Angaben zufolge umgerüstet oder es sind Umrüstungen bei ihnen geplant.

Die beliebtesten Reiseziele für Flusskreuzfahrten 

Auch bei den Flusskreuzfahrten gibt es neue Höchststände: Rund 496.000 Urlauber aus Deutschland entschieden sich 2018 für diese Reiseform. Das bedeutet laut dem Branchenverband IG River Cruise ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2017. Laut Vizepräsident Alexander Nothegger ist das besonders bemerkenswert, weil die Branche im Sommer 2018 mit dem extremen Niedrigwasser zu kämpfen hatte.

Den seit vielen Jahren bestehenden Zweikampf um das beliebteste Flussfahrtgebiet entschied 2018 der Rhein für sich (35,9 Prozent), die Donau hatte mit 35,2 Prozent der Reisen ganz knapp das Nachsehen. Deutliche Zuwächse gab es bei Flussreisen in Frankreich, einen starken Rückgang um rund 50 Prozent in allen außereuropäischen Fahrtgebieten. Laut Nothegger sind vor allem Nil-Reisen in Deutschland weniger gefragt.

Passagiere werden jünger

In der Flusskreuzfahrt gab es zwei weitere bemerkenswerte Entwicklungen. Zum einen ist das Alter der Passagiere im Schnitt deutlich gesunken. Nothegger sprach von einer "deutlichen Verschiebung". Größte Gruppe bleiben zwar die 66- bis 75-Jährigen mit einem Anteil von 31 Prozent. 2017 waren es aber noch über 39 Prozent. Leichte Zuwächse gab es bei den 56- bis 65-Jährigen, deutliche bei den 41- bis 55-Jährigen (von 11,8 auf 18,3 Prozent) und bei den 26- bis 40-Jährigen (von 2,0 auf 8,3 Prozent).



Daneben zeichnet sich ein Trend zum Premium- und Luxussegment ab. Budget- und Standardschiffe verloren dagegen. Dadurch sei auch der durchschnittliche Reisepreis gestiegen.

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