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Migranten-Boot im Ärmelkanal in Seenot - eine Person tot


Notfälle
Migranten-Boot im Ärmelkanal in Seenot - eine Person tot

Von dpa
15.12.2023Lesedauer: 1 Min.
MigrationVergrößern des BildesEine Gruppe von Menschen, bei denen es sich vermutlich um Migranten handelt, wird in einem Boot der Border Force nach Dover gebracht. Immer wieder versuchen Migranten, in kleinen Schlauchbooten über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. (Quelle: Gareth Fuller/PA Wire/dpa/dpa-bilder)
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Immer wieder überqueren Migranten in kleinen Schlauchbooten den Ärmelkanal. Jetzt ist ein Boot in Seenot geraten, ein Mensch stirbt. Doch es könnte noch mehr Opfer geben.

Bei der versuchten Überquerung des Ärmelkanals von Frankreich nach Großbritannien ist ein Mensch gestorben. Wie die französische Meerespräfektur mitteilte, konnten die Rettungskräfte die bewusstlose Person nicht reanimieren.

Ein weiterer Mensch wurde schwer verletzt ins Krankenhaus der nordfranzösischen Stadt Calais gebracht. 64 in Seenot geratene Migranten von Bord des schiffbrüchigen Bootes wurden gerettet.

Der Meerespräfektur zufolge war das Boot in der Nacht vor der Küste von Grand-Fort-Philippe zwischen Calais und Dunkerque in Seenot geraten. Aus einem Teil des Bootes sei Luft entwichen, Menschen seien im Wasser gewesen. Die Suche nach weiteren Schiffbrüchigen dauere an.

Gefährliche Überfahrt

Der britische Staatssekretär Andrew Griffith sagte dem Fernsehsender Sky News: "Es zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, gegen das furchtbare Geschäft der Menschenhändler im Ärmelkanal vorzugehen."

Immer wieder überqueren Migranten in kleinen Schlauchbooten den Ärmelkanal. Die Überfahrt ist gefährlich, vor allem weil der Meeresarm von vielen großen Schiffen befahren wird. Dabei kommen immer wieder Menschen ums Leben.

Der britische Premierminister Rishi Sunak hat es zum Ziel erklärt, die kleinen Boote aufzuhalten. Menschen sollen von der Überfahrt abgeschreckt werden. Dabei soll auch eine Abmachung mit Ruanda helfen: Großbritannien will Menschen, die irregulär ins Land kommen, nach Ruanda schicken - unabhängig von ihrer eigentlichen Herkunft. Bislang scheiterte das Vorhaben an Gerichten.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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