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Rotes Meer: Fregatte "Hessen" schießt zwei Drohnen ab


Einsatz im Roten Meer
"Hessen" schießt versehentlich auf Drohne eines Verbündeten

Von dpa, t-online, reuters
Aktualisiert am 28.02.2024Lesedauer: 2 Min.
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Fregatte "Hessen": Diese Kriegsausstattung hat das Schiff. (Quelle: t-online)
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Die Fregatte "Hessen" soll im Roten Meer Handelsschiffe schützen. Nun meldet das Verteidigungsministerium erste Erfolge der Mission. Doch nicht alles läuft rund.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Details zu ersten Kampfhandlungen der Bundeswehr-Fregatte "Hessen" im Roten Meer genannt. Es habe den "erfolgreichen Abschuss zweier feindlicher Drohnen gegeben", sagte der Minister am Mittwoch bei einem Truppenbesuch im bayerischen Oberviechtach.

Am Dienstagabend habe die Fregatte zunächst eine unbemannte Drohne erfasst und diese erfolgreich bekämpft. Etwa eine Viertelstunde später habe sich eine weitere Drohne auf das Schiff zubewegt, die ebenfalls habe abgeschossen werden können. Bereits am Vortag habe sich ein ähnlicher Vorfall ereignet, dabei sei es aber nicht zu einem Abschuss gekommen, berichtete der Minister. Die Bundeswehr hatte bereits zuvor von dem Vorfall berichtet und auf der Plattform X vermeldet: "Auf der Fregatte entstanden keine Personen- oder Sachschäden."

Am Mittwoch wurde außerdem bekannt, dass die "Hessen" bereits am Montag unwissentlich auf eine Drohne eines verbündeten Landes geschossen hatte. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Stempfle, berichtete am Mittwoch, dass die Drohne zunächst keiner der verbündeten Nationen zugeordnet werden konnte. Daraufhin habe die "Hessen" versucht, diese Drohne abzuschießen, was aber nicht gelungen sei. "Der Fall hat sich insofern aufgelöst, als es keine Drohne war, die feindlich war, wie sich aber erst im Nachhinein herausgestellt hat", so Stempfle.

In der Region sind US-Kampfdrohnen unterwegs

Welchem Land diese Drohne im Nachhinein zugeordnet wurde, sagte Stempfle nicht. Er betonte aber ausdrücklich, dass es vor dem Beschuss eine Abfrage der "Hessen" bei allen verbündeten Nationen gegeben habe, bei der kein Land eine eigene Drohne im Einsatzgebiet gemeldet habe. Erst später stellte sich dann heraus, dass es sich um eine nicht gemeldete Drohne handelte. Es ist allgemein bekannt, dass Kampfdrohnen der USA in der Region unterwegs sind, die nichts mit dem Einsatz im Roten Meer zu tun haben.

Die "Hessen" ist seit dieser Woche Teil des EU-Einsatzes "Aspides" zum Schutz von Handelsschiffen auf der für die Weltkonjunktur bedeutsamen Route gegen Angriffe der Huthi-Rebellen aus dem Jemen. Der Bundestag hatte dafür am Freitag das Mandat erteilt. Darin vorgesehen ist eine Obergrenze von 700 Soldatinnen und Soldaten. Das Mandat ist befristet bis Ende Februar 2025. Militärs sehen die "Hessen" als bestens gerüstet für den Einsatz, vor allem, was die Luftaufklärung betrifft.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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