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Nordkoreas Diktator hat Probleme mit der Gesundheit

Gicht bei Kim Jong Un?  

Nordkoreas Diktator hat Probleme mit der Gesundheit

26.09.2014, 16:28 Uhr | dpa

Nordkoreas Diktator hat Probleme mit der Gesundheit. Beim übergewichtigen Diktator Nordkoreas wird Gicht vermutet. (Quelle: dpa)

Beim übergewichtigen Diktator Nordkoreas wird Gicht vermutet. (Quelle: dpa)

Drei Wochen lang war Kim Jong Un nicht mehr öffentlich aufgetreten, nun haben Nordkoreas staatliche Medien eine Erklärung geliefert. Danach sei der junge Diktator gesundheitlich angeschlagen.

Über die Art der Beschwerden wurden keine Angaben gemacht. In Südkorea wird vermutet, der beleibte Kim leide an erblich bedingter Gicht. Sein Alter wird auf 30 bis 32 Jahre geschätzt, offizielle Informationen dazu fehlen.

Schon im Sommer hinkend gezeigt

Die längere Abwesenheit des Machthabers hatte Spekulationen im Ausland um den gesundheitlichen Zustand ausgelöst. Nordkorea ist einer der isoliertesten Staaten der Welt. Zuletzt hatten die staatlichen Medien am 3. September von der Teilnahme Kims an einem Konzert berichtet. Seitdem ist er von der Bildfläche verschwunden. Auch an einer Parlamentssitzung am Donnerstag hatte Kim nicht wie üblich teilgenommen.

Jetzt zeigte Nordkoreas zentrale Fernsehstation nach Berichten japanischer und chinesischer Medien eine Sendung, in der auf nicht näher spezifizierte Beschwerden Kims aufmerksam gemacht worden sei. Aufnahmen vom Sommer hätten gezeigt, wie er bei seinen üblichen Inspektionsreisen im Land gehinkt habe.

Ärzte suchen womöglich in Europa nach Rat

"Kim leidet an Gicht, deswegen hinkt er mit beiden Beinen", wurde ein nicht näher beschriebener Informant von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert. Außerdem sei Kim an Diabetes erkrankt und habe Bluthochdruck. Schon Kims Großvater und Vater, die früheren Staatschefs Kim Il Sung und Kim Jong Il, hätten Gicht gehabt. Kim Jong Un war nach dem Tod seines Vaters an die Staatsspitze befördert worden.

Weiter berichtete Yonhap, dass sich nordkoreanische Ärzte möglicherweise in Deutschland, der Schweiz und anderen europäischen Ländern nach Rat umgesehen hätten, wie Kim am besten behandelt werden könnte. Südkoreas Vereinigungsminister wollte die Berichte nicht bestätigen. Man zöge verschiedene Möglichkeiten in Betracht, Gesundheitsprobleme eingeschlossen, sagte eine Sprecherin in Seoul.

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