Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Terrorismus >

Wladimir Putin will Allianz gegen IS schmieden

Obama mit im Boot?  

Putin will Allianz gegen IS schmieden

04.09.2015, 16:20 Uhr | dpa, rtr

Wladimir Putin will Allianz gegen IS schmieden. Der russische Präsident Putin will verschiedene Staatschefs davon überzeugen, gemeinsam gegen den IS vorzugehen. (Quelle: Reuters)

Der russische Präsident Putin will verschiedene Staatschefs davon überzeugen, gemeinsam gegen den IS vorzugehen. (Quelle: Reuters)

Russlands Präsident Wladimir Putin will Staaten in Nahost und im Westen im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) an einen Tisch bringen. Dafür wirbt der Kremlchef in Gesprächen mit US-Präsident Obama und weiteren Staatschefs. Die Frage, ob Russland militärisch eingreifen will, ist noch offen.

Bislang sei es verfrüht, von einem Kampfeinsatz russischer Soldaten gegen den IS zu sprechen, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge. "Wir wollen eine internationale Koalition im Kampf gegen den Terrorismus und Extremismus gründen." Dafür habe er außer mit Obama auch mit den Führungen in der Türkei, Saudi-Arabien, Jordanien und Ägypten gesprochen.

Putin zufolge soll auch die syrische Armee an dem Bündnis gegen den IS beteiligt werden. Das stößt vor allem bei der vom Westen unterstützten Opposition des Bürgerkriegslandes auf scharfe Kritik. Russland gilt als enger Partner des Präsidenten Baschar al-Assad.

Russland unterstützt Syriens Machthaber

Der Kremlchef verwies darauf, dass Moskau Damaskus im Bürgerkrieg mit Waffen und der Ausbildung von Soldaten unterstütze. Es handele sich um Rüstungsverträge, die bereits vor fünf bis sieben Jahren unterschrieben worden seien.

Zum zweiten großen Problem Syriens, dem Bürgerkrieg, sagte Putin, Machthaber Baschar al-Assad sei bereit, die Opposition an der Regierung zu beteiligen. Assad unterstütze vorgezogene Parlamentswahlen und sei offen, Kontakte mit der "sogenannten gesunden Opposition" aufzubauen und diese in die Regierung zu nehmen. Russland lehnt den Sturz Assads ab.

Vorerst keine Militäraktionen Russlands

Russland prüfe verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung des IS. Einen Gefechtseinsatz von Soldaten schloss er zwar nicht ausdrücklich aus, doch stehe das Thema noch nicht auf der Tagesordnung, betonte Putin. Der Kreml hatte zuvor israelische Medienberichte dementiert, wonach Russland die Absicht habe, Militärflugzeuge zur Bekämpfung des IS nach Syrien zu schicken.

Die radikale Sunniten-Streitmacht IS hat in weiten Teilen Syriens und des Iraks ein Kalifat ausgerufen. US-geführte Luftangriffe auf IS-Stellungen in beiden Staaten kritisierte Putin. "Die Effektivität dieser Luftangriffe ist gering", meinte er.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal