Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Weitere Entlassungswelle in der Türkei

Regieren per Notstandsdekret  

Entlassungswelle und Schließungen von Organisationen in der Türkei gehen weiter

25.08.2017, 18:18 Uhr | dpa

Weitere Entlassungswelle in der Türkei . Erdogan hat mit den neuen Dekreten auch direkten Zugriff auf den Geheimdienst. (Quelle: dpa/Archiv/Stf/Presidency Press Service)

Erdogan hat mit den neuen Dekreten auch direkten Zugriff auf den Geheimdienst. (Quelle: Archiv/Stf/Presidency Press Service/dpa)

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut zwei Notstandsdekrete erlassen: Daraufhin wurden 928 weitere Staatsbedienstete entlassen. Außerdem wurden drei kurdische Medienorganisationen geschlossen. Der Geheimdienst MIT untersteht nun direkt dem Präsidialamt.

Die Maßnahmen werden in den Dekreten mit einer angeblichen Verbindung zu Terrororganisationen oder Gefährdung der nationalen Sicherheit begründet. Andere 57 Beamte erhielten ihre Stellen zurück.

Betroffen von den Entlassungen sind außer dem Militär auch das Justizministerium, das Innenministerium, die Polizei, das Patentamt sowie zahlreiche weitere staatliche Institutionen. Auch 120 Akademiker wurden mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst entfernt. Die Reisepässe der entlassenen Staatsbediensteten, die in Anhängen zu den Dekreten erneut namentlich genannt wurden, sind für ungültig erklärt worden.

Der türkische Geheimdienst MIT wurde mit den neuen Dekreten direkt dem Präsidialamt unterstellt. Seit Verhängung des Ausnahmezustands in Folge des Putschversuches vom Juli 2016 kann Erdogan per Dekret regieren. Die Dekrete haben Gesetzeskraft und gelten ab ihrer Veröffentlichung, das Parlament muss sie nur nachträglich bestätigen. Der bereits viermal verlängerte Ausnahmezustand gilt nach derzeitigem Stand nun mindestens bis zum 19. Oktober.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal