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Iraks Ex-Präsident Dschalal Talabani in Berlin gestorben

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Verstorben in Berlin  

Iraks Ex-Präsident Dschalal Talabani ist tot

03.10.2017, 20:15 Uhr | AFP

Iraks Ex-Präsident Dschalal Talabani in Berlin gestorben. Der Ex-Präsident Dschalal Talabani war aufgrund von Krankenhausbesuchen oftmals in Deutschland. Er starb im Alter von 83 Jahren.  (Quelle: AP/dpa/Hadi Mizban/Archiv)

Der Ex-Präsident Dschalal Talabani war aufgrund von Krankenhausbesuchen oftmals in Deutschland. Er starb im Alter von 83 Jahren. (Quelle: Hadi Mizban/Archiv/AP/dpa)

Der ehemalige Präsident Dschalal Talabani ist im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Deutschland verstorben. Das teilten Vertreter seiner Patriotischen Union Kurdistans (PUK) mit.

Talabani, der sich als Staatspräsident von 2005 bis 2014 für die Versöhnung der Volksgruppen eingesetzt hatte, litt seit Jahren unter Gesundheitsproblemen und war wiederholt in Deutschland zur Behandlung.

Talabanis Tod ereignete sich eine Woche nach einem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum der Kurden im Nordirak. Der Präsident der kurdischen Autonomieregion, Massud Barsani, hatte sich damit über Warnungen der Zentralregierung in Bagdad hinweggesetzt. Unterstützung fand der Vorsitzende der Demokratischen Partei Kurdistans (DPK) bei dem Volksentscheid auch bei Talabanis PUK.

Zwei Amtszeiten als Präsident im Irak tätig

Der im November 1933 in einem Bergdorf im Nordirak geborene Kurdenführer war ein entschiedener Befürworter der kurdischen Unabhängigkeit und ein erklärter Gegner des langjährigen irakischen Diktators Saddam Hussein. Nach dessen Sturz infolge einer US-Invasion wurde Talabani 2005 zum Präsidenten ernannt. Bei der ersten Präsidentenwahl 2006 wurde er im Amt bestätigt und 2010 für eine zweite Amtszeit gewählt.

Der studierte Jurist Talabani galt als lebensfroh, charismatisch und humorvoll, aber auch als gewiefter Taktiker. Im Jahr 1964 hatte er sich im Streit von der DPK getrennt und mit der PUK seine eigene Partei gegründet. In den 90er Jahren lieferten sich die beiden Parteien einen blutigen Bruderkrieg im Nordirak, bevor sich Talabanis Partei 2002 mit dem DPK-Führer Barsani versöhnten und ein Wahlbündnis schloss.

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