Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Demonstrationen: Tote bei Protesten gegen Sozialreform in Nicaragua

Demonstrationen  

Tote bei Protesten gegen Sozialreform in Nicaragua

21.04.2018, 21:28 Uhr | dpa

Demonstrationen: Tote bei Protesten gegen Sozialreform in Nicaragua. Brennende Barrikaden in Managua: Die Proteste gegen die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um bis zu 22,5 Prozent dauern schon drei Tage an.

Brennende Barrikaden in Managua: Die Proteste gegen die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um bis zu 22,5 Prozent dauern schon drei Tage an. Foto: Alfredo Zuniga/AP. (Quelle: dpa)

Managua (dpa) - Bei Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten in Nicaragua sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Bislang seien "knapp zehn" Menschen gestorben, sagte Vizepräsidentin Rosario Murillo in der Nacht zum Samstag und kündigte Gespräche an.

Bei den seit Mittwoch andauernden Protesten gegen eine Reform der Sozialversicherung kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Nach Polizeiangaben wurden dabei insgesamt auch mehr als 50 Menschen verletzt, Murillo sprach von zwei schwerverletzten Polizisten.

Die Demonstranten schleuderten am Freitag in der Hauptstadt Managua Steine auf die Beamten und errichteten Barrikaden. Die Sicherheitskräfte feuerten Gummigeschosse in die Menge. Bereits am Donnerstag waren drei Menschen bei den Krawallen getötet worden, ein 15-jähriger starb am Freitag.

Die Demonstrationen richten sich gegen die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge um bis zu 22,5 Prozent für mehr als 700.000 Beschäftigte. Es sind die bislang heftigsten sozialen Proteste gegen die Regierung von Präsident Ortega. Der Präsident werde die Einladung von Wirtschaftsvertretern zu Gesprächen annehmen, sagte Murillo. Ortega werde sich heute gemeinsam mit den Chefs von Polizei und Armee an die Bevölkerung wenden, fügte die Vizepräsidentin und Präsidentengattin hinzu.

Der frühere Rebellenkommandeur Ortega hatte bereits nach dem Sieg der sandinistischen Revolution von 1985 bis 1990 regiert und war 2007 an die Macht zurückgekehrt.

Ortega hat sich von seinen sozialistischen Idealen längst verabschiedet und fährt mittlerweile einen eher neoliberalen Wirtschaftskurs. Kritiker werfen ihm vor, eine autoritäre Familiendynastie an der Staatsspitze zu etablieren und öffentliche Gelder über dunkle Kanäle in die Taschen seines Clans zu leiten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Magenta SmartHome Bonus: bis zu 4 Geräte für nur 1,- €*
zur Telekom
Anzeige
Erstellen Sie jetzt 500 Visiten- karten schon ab 14,99 €
von vistaprint.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe