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Verbindung zum Fall Skripal: Russen vor Spionageversuch in der Schweiz aufgeflogen

Berichte  

Russen vor Spionageversuch in der Schweiz aufgeflogen

14.09.2018, 12:09 Uhr | dpa

Verbindung zum Fall Skripal: Russen vor Spionageversuch in der Schweiz aufgeflogen. Im britischen Salisbury sichern Soldaten Spuren in der Nähe des Ortes, an dem der vergiftete russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal gefunden wurde.

Im britischen Salisbury sichern Soldaten Spuren in der Nähe des Ortes, an dem der vergiftete russische Ex-Doppelagent Sergej Skripal gefunden wurde. Foto: Ben Birchall/PA Wire/Archiv. (Quelle: dpa)

Zürich/Moskau (dpa) - Zwei russische Agenten sind bei einem Spionageversuch in der Schweiz aufgeflogen und in den Niederlanden festgenommen worden. 

Der Schweizer Nachrichtendienst NDB bestätigte am Freitag einen Bericht im Schweizer "Tages-Anzeiger" und in der niederländischen Zeitung "NRC Handelsblad". Die Russen hätten illegale Aktionen gegen "eine kritische Schweizer Infrastruktur" geplant, sagte Sprecherin Isabelle Graber. Der NDB mache keine weiteren Angaben zu dem Fall.

Die niederländischen Behörden bestätigten die Zeitungsberichte bislang nicht. Der russische Auslandsgeheimdienst SWR äußerte sich nicht. "Wir kommentieren diese Berichte nicht", sagte Sprecher Sergej Iwanow der Agentur Interfax zufolge in Moskau.

Nach Recherchen der Zeitung wollten die Russen das staatliche Labor Spiez auskundschaften. Es war sowohl nach dem Giftanschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter im März in Großbritannien im Einsatz als auch bei der Untersuchung von Giftgasproben aus Syrien. Großbritannien macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Moskau streitet jede Beteiligung ab. In Syrien unterstützt Russland die Regierung, die im Bürgerkrieg nach Überzeugung unabhängiger Experten mehrfach Giftgas eingesetzt hat.

Das Labor gehört mit etwa 100 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Institutionen beim Nachweis von Kampfstoffen. Es arbeitet unter anderem im Auftrag der Vereinten Nationen und der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW).

Die beiden beschuldigten Agenten seien schon im Frühjahr in Den Haag verhaftet und ausgewiesen worden, berichtete die Zeitung. Sie seien nicht identisch mit den beiden von Großbritannien namentlich genannten Verdächtigen beim Anschlag auf Skripal.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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