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"Pure Verführung": Niederländer streiten über Nazi-Ausstellung

Streit in den Niederlanden  

Geplante Nazi-Ausstellung sorgt für Eklat

29.12.2018, 15:16 Uhr | dpa

"Pure Verführung": Niederländer streiten über Nazi-Ausstellung. Entzündung des Olympischen Feuers 1936 in Berlin: Auch die Olympiade unter dem Hakenkreuz soll Gegenstand der umstrittenen Ausstellung sein. (Quelle: Getty Images/Archivbild)

Entzündung des Olympischen Feuers 1936 in Berlin: Auch die Olympiade unter dem Hakenkreuz soll Gegenstand der umstrittenen Ausstellung sein. (Quelle: Archivbild/Getty Images)

Wie setzt man sich angemessen mit Kunst und Design aus dem Dritten Reich auseinander? Darüber ist in den Niederlanden eine Diskussion entbrannt. Auslöser ist eine neue Ausstellung.

Eine geplante Ausstellung über das "Design des Dritten Reiches" in den Niederlanden ist auf Kritik gestoßen. Der Bund der niederländischen Antifaschisten (AFVN) kritisierte die vom Design Museum der Stadt Den Bosch angekündigte Ausstellung als "provozierend". In einer Erklärung vom Samstag verlangte sie ein Eingreifen der Stadtverwaltung gegen die Ausstellung.

Das Design Museum (bis 2018 Städtisches Museum) in Den Bosch (Herzogenbusch) plant vom 14. September 2019 bis 20. Januar 2020 eine Ausstellung über Kunst und Design im Dritten Reich. Nach Angaben von Museumsdirektor Timo De Rijk sollen dabei neben bildender Kunst auch Design-Exponate gezeigt werden – vom Volkswagen über Möbel, Werbeplakate und die Optik von Massenaufmärschen bis hin zum Hakenkreuz. "Es war pure Verführung", sagte De Rijk einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge.

Die Ausstellung werde "wesentliche Exponate" aus großen deutschen Museen zeigen, teilte das Museum auf seiner Webseite mit. Dazu gehörten das Deutsche Historische Museum in Berlin und das Institut für Zeitgeschichte in München. "Eine solche Ausstellung ist dort (in Deutschland) noch nicht wirklich möglich", sagte De Rijk laut ANP. Ziel der Ausstellung sei es, zu zeigen, was Design und Kunst auch in schlechtem Sinne leisten könnten.
 

 
Die Direktorin des Informations- und Dokumentationszentrums Israel in Den Haag, Hanna Luden, äußerte sich zurückhaltend zu dem Ausstellungsvorhaben. Es sei grundsätzlich gut, zu erklären, wie Propaganda Menschen manipulieren könne. Eine derartige Ausstellung sei aber "ein Drahtseilakt".

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