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Abgeordneter verlässt nach Todesdrohungen Brasilien

Abgabe des Mandats  

Schwuler Abgeordneter verlässt nach Todesdrohungen Brasilien

25.01.2019, 09:23 Uhr | AFP

Abgeordneter verlässt nach Todesdrohungen Brasilien. Jean Wyllys: Der brasilianische Kongressabgeordnete gilt als offener Gegner des Präsidenten Jair Bolsonaro. (Quelle: imago images/Fotoarena/Archiv)

Jean Wyllys: Der brasilianische Kongressabgeordnete gilt als offener Gegner des Präsidenten Jair Bolsonaro. (Quelle: Fotoarena/Archiv/imago images)

Der homosexuelle brasilianische Kongressabgeordnete Jean Wyllys hat angekündigt, sein Mandat abzugeben. Wegen der zunehmend homophoben Stimmung in Brasilien hat er das Land bereits verlassen. 

Wegen Todesdrohungen hat der schwule brasilianische Abgeordnete Jean Wyllys das Land verlassen und will sein Mandat niederlegen. "Leben zu bewahren, ist auch eine Strategie, um für bessere Zeiten zu kämpfen", schrieb der 44-jährige Politiker der Linkspartei PSOL bei Twitter.

Der Tageszeitung "Folha de S. Paulo" sagte Wyllys, es sei nicht die Wahl des ultrarechten Jair Bolsonaro zum brasilianischen Präsidenten als solche, die ihn zu seinem Schritt veranlasst habe. Vielmehr habe nach Bolsonaros Wahlsieg im Oktober die Gewalt gegen Mitglieder der LGBTQ-Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queer) zugenommen.

Die Pressestelle des Parlaments erklärte, Wyllys habe sein Mandat noch nicht formell abgelegt. Sein Büro sagte aber, er werde dies tun und eine Zeit außerhalb des Landes verbringen. Angaben zum Aufenthaltsort des Abgeordneten machte sein Büro nicht.
 

 
Der frühere Armeeoffizier Bolsonaro, der immer wieder mit schwulenfeindlichen Äußerungen aufgefallen ist, hatte das Präsidentenamt zu Jahresanfang angetreten. In seiner Zeit als Abgeordneter waren er und Wyllys immer wieder aneinandergeraten. Als Bolsonaro 2016 seine Stimme für eine Absetzung der damaligen Präsidentin Dilma Rousseff einem Folterer aus der Zeit der brasilianischen Militärdiktatur widmete, spuckte Wyllys ihm ins Gesicht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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