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Sitzblockade in Khartum: Tausende demonstrieren im Sudan weiter für zivile Regierung

Sitzblockade in Khartum  

Tausende demonstrieren im Sudan weiter für zivile Regierung

16.04.2019, 12:46 Uhr | dpa

Sitzblockade in Khartum: Tausende demonstrieren im Sudan weiter für zivile Regierung. Tausende Demonstranten harren weiter im Zentrum von Khartum aus.

Tausende Demonstranten harren weiter im Zentrum von Khartum aus. Sie fordern einen Neuanfang unter der Führung einer zivilen Regierung. Foto: Salih Basheer/AP. (Quelle: dpa)

Khartum (dpa) - Trotz Entgegenkommens des Militärs im Sudan halten die Proteste Tausender Menschen dort an. Die Demonstranten harrten am elften Tag der Sitzblockade weiter vor der Zentrale der Streitkräfte in der Hauptstadt Khartum aus, wie ein Augenzeuge berichtete.

Sie wollen weiter protestieren, bis ihre Forderungen erfüllt sind und die Macht in die Hände einer zivilen Übergangsregierung gelegt wird.

Nach anhaltenden Massenprotesten hatte das Militär im Sudan am vergangenen Donnerstag Langzeitpräsident Omar al-Baschir gestürzt. Die seither regierenden Generäle verhandeln derzeit mit der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung. Als Zugeständnis hatte das Militär am Sonntag erklärt, der Regierungschef solle ein von den Parteien ausgesuchter Experte werden. Der Staatschef soll jedoch aus den Reihen der Streitkräfte kommen.

Bislang forderten die Demonstranten eine komplett zivile Übergangsregierung. Ein Vertreter des Gewerkschaftsbündnisses SPA, das die Massenproteste federführend organisiert hat, deutete allerdings jüngst an, dass eine geringe und zeitlich begrenzte Beteiligung der Streitkräfte akzeptabel sein könnte.

International stieg der Druck auf das Militär, die Macht rasch an zivile Kräfte zu übergeben. Der Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) drohte den Streitkräften mit einer Aussetzung der AU-Mitgliedschaft, sollte dies nicht innerhalb von 15 Tagen geschehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte eine "schnelle Machtübergabe an eine zivile Übergangsregierung".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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