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Wegen Kuba-Gesetz: EU-Außenbeauftragte wirft USA Vertragsbruch vor

Wegen Kuba-Gesetz  

EU-Außenbeauftragte wirft USA Vertragsbruch vor

02.05.2019, 09:34 Uhr | dpa

Wegen Kuba-Gesetz: EU-Außenbeauftragte wirft USA Vertragsbruch vor. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Foto: Francisco Seco/AP. (Quelle: dpa)

Brüssel (dpa) - Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat den USA wegen neuer gesetzlicher Maßnahmen gegen Kuba einen Bruch des Völkerrechts und von Verträgen mit der Europäischen Union vorgeworfen.

"Dadurch werden unnötige Spannungen verursacht sowie das Vertrauen und die Vorhersehbarkeit in der transatlantischen Partnerschaft untergraben", erklärte Mogherini am Donnerstag im Namen der EU. Sie drohte zugleich mit Gegenmaßnahmen.

Es geht um die Aktivierung einer Klausel des sogenannten Helms-Burton-Gesetzes durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump. Damit haben US-Bürger seit 2. Mai - also seit Donnerstag - die Möglichkeit, gegen ausländische Unternehmen auf Entschädigung zu klagen, die Eigentum nutzen, das nach der Revolution 1959 in Kuba enteignet wurde. Wer mit solchem Eigentum gehandelt hat, soll kein US-Visum mehr bekommen. Außerdem gelten neue Einschränkungen für Kubaner.

Die EU befürchtet, dass europäische Unternehmen verklagt werden könnten. Sie lehnt den US-Schritt aber auch aus grundsätzlichen Gründen ab. "Die EU vertritt die Auffassung, dass die extraterritoriale Anwendung einseitiger restriktiver Maßnahmen völkerrechtswidrig ist", erklärte Mogherini.

Dies verstoße zudem gegen die Abkommen der EU und der USA von 1997 und 1998. Die EU werde "auf alle geeigneten Maßnahmen zurückgreifen, um auf die Auswirkungen des Helms-Burton-Gesetzes - auch bezüglich ihrer Rechte im Rahmen der WTO sowie durch Anwendung des "Abwehrgesetzes" der EU - zu reagieren", erklärte Mogherini.

Die US-Regierung hatte die Aktivierung der Klausel Mitte April angekündigt. Das Gesetz stammt schon von 1996. Doch waren von Trumps Vorgängern immer Ausnahmen gewährt worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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