Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Rücktritt gefordert: Massenprotest gegen Puerto Ricos Gouverneur

Rücktritt gefordert  

Massenprotest gegen Puerto Ricos Gouverneur

23.07.2019, 12:50 Uhr | dpa

Rücktritt gefordert: Massenprotest gegen Puerto Ricos Gouverneur. Zahlreiche Menschen in der Hauptstadt San Juan protestieren gegen den Gouverneur Rossello.

Zahlreiche Menschen in der Hauptstadt San Juan protestieren gegen den Gouverneur Rossello. Foto: Pedro Portal/TNS via ZUMA Wire. (Quelle: dpa)

San Juan (dpa) - Am elften Tag der Proteste gegen die Regierung von Puerto Rico und Korruption haben Zehntausende Menschen die Hauptstadt San Juan lahmgelegt. Die Demonstranten in dem US-Außengebiet blockierten am Montag eine Autobahn, zahlreiche Geschäfte und Büros blieben geschlossen.

Es war die bisher größte Demonstration, um den Rücktritt von Gouverneur Ricardo Rosselló zu fordern. Die Polizei setzte am Abend Tränengas ein, um eine Ansammlung von Menschen in einer Straße der historischen Altstadt aufzulösen, wie die Zeitung "El Nuevo Día" meldete. Ein Reporter des US-Senders CBS berichtete auf Twitter, etwa zwölf Demonstranten hätten zuvor Gegenstände auf Beamte geworfen.

Auf einem Foto in den sozialen Medien war ein brennendes Auto zu sehen, das offenbar in einer der Straßen der Altstadt stand. Eine andere Aufnahme, die die Zeitung "El Mundo" veröffentlichte, zeigte eine Straße in Rauch, im Hintergrund sind Beamte in Schutzausrüstung zu sehen. Informationen über mögliche Verletzte gab es zunächst nicht.

Erneut waren bei den Protesten prominente Puerto Ricaner dabei, darunter die Musiker Ricky Martin, Bad Bunny und Residente sowie der frühere Boxweltmeister Félix Trinidad. Manche Beobachter sprachen von der wohl größten Demonstration in der Geschichte des Karibikarchipels, in dem rund 3,2 Millionen Menschen leben.

Auslöser der Proteste waren ein Korruptionsskandal in der Regierung sowie die Veröffentlichung von Nachrichten einer privaten Chat-Gruppe zwischen Rosselló und elf Vertrauten, in denen sie sich abschätzig über mehrere Personen äußerten. Nach Meinung Vieler waren manche der Bemerkungen frauen- und schwulenfeindlich sowie respektlos gegenüber den zahlreichen Opfern des verheerenden Hurrikans María von 2017.

Auch in anderen Teilen des US-Außengebiets, das seit Jahren in einer schweren Finanzkrise steckt, sowie in den USA und auch einigen europäischen Städten gab es bereits Demonstrationen gegen Rosselló. Prominente US-Politiker wie Bernie Sanders und führende Angehörige von Rossellós eigener Partei schlossen sich den Rücktrittsforderungen an. US-Präsident Donald Trump nannte Rosselló am Montag einen fürchterlichen Gouverneur.

Mehrere Regierungsangehörige - darunter der Vizegouverneur, der auch Mitglied der Chat-Gruppe war - zogen Konsequenzen und räumten inzwischen ihre Posten. Rosselló lehnt einen Rücktritt bisher ab. Er erklärte allerdings am Sonntag in einer Fernsehansprache, bei der nächsten Wahl im kommenden Jahr nicht mehr anzutreten. Er trat zudem als Chef seiner Neuen Progressiven Partei (PNP) zurück. Der 40 Jahre alte Rosselló regiert seit 2016. Er ist der Sohn eines früheren Gouverneurs.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal