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Vor Wahl der Bezirksräte: Hongkonger Aktivist Joshua Wong für gewaltlose Proteste

Vor Wahl der Bezirksräte  

Hongkonger Aktivist Joshua Wong für gewaltlose Proteste

23.11.2019, 13:45 Uhr | dpa

Vor Wahl der Bezirksräte: Hongkonger Aktivist Joshua Wong für gewaltlose Proteste. Joshua Wong ist Aktivist der Demokratiebewegung in Hongkong.

Joshua Wong ist Aktivist der Demokratiebewegung in Hongkong. Foto: Vincent Yu/AP/dpa. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Vor der Wahl der Hongkonger Bezirksräte an diesem Sonntag hat der bekannte Demokratie-Aktivist Joshua Wong die Demonstranten zum gewaltlosen Protest aufgerufen. Außerdem verlangte er internationalen Druck, um "Chinas aggressives Verhalten" einzudämmen.

"Wenn wir uns nur auf unser eigenes Verhalten verlassen, sind wir schwach und zerbrechlich", sagte Wong den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Wahl zu den 18 Bezirksräten ist die erste in Hongkong seit dem Beginn der nun schon Monate währenden Proteste gegen die Regierung. Sie gilt als Anhaltspunkt für das Ausmaß der Unterstützung, die die Demonstranten nach der Eskalation der Gewalt noch in der Bevölkerung finden. Am Freitag harrten weiter Dutzende junger Demonstranten auf dem abgeriegelten Gelände der Polytechnischen Universität aus, wo sich die letzten gewaltsamen Auseinandersetzungen konzentriert hatten.

"Mein Eindruck derzeit ist, dass Hongkonger auch weiter vor extremer Gewalt zurückschrecken. Aber die Möglichkeiten für eine institutionelle Lösung werden weniger", sagte Wong. Die Eskalation der Gewalt der vergangenen Tage sei "stark von Chinas Vorgehen getrieben". So würden Truppen der Volksbefreiungsarmee eingesetzt "mit der Begründung, sie würden die Straßen von den Barrikaden befreien". Als das Oberste Gericht in Hongkong das Vermummungsverbot für verfassungswidrig erklärte habe, habe Peking erklärt, dass der Ständige Ausschuss in Peking das letzte Wort habe.

Wong (23) ist ein Wortführer der Protestbewegung in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. Schon als 13 Jahre alter Schüler rebellierte er gegen Pläne für eine patriotische Erziehung an den Schulen und zwang mit seinen Mitstreitern die Regierung zur Kursänderung. 2014 wurde er als Anführer der "Regenschirmbewegung" für mehr Demokratie international bekannt. Er gründete die Partei Demosisto mit und wollte zur Wahl der Bezirksräte am Sonntag kandidieren, wurde aber nicht zugelassen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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