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Großbritannien: Labour setzt hohe Hürden für Corbyn-Nachfolger

Nach Wahldebakel  

Labour setzt hohe Hürden für Corbyn-Nachfolger

07.01.2020, 09:31 Uhr | dpa

Großbritannien: Labour setzt hohe Hürden für Corbyn-Nachfolger. Jeremy Corbyn (mittig): Der Chef der Labour-Partei kündigte seinen Rückzug vom Amt für das Frühjahr an. (Archivbild) (Quelle: dpa/Stefan Rousseau/PA)

Jeremy Corbyn (mittig): Der Chef der Labour-Partei kündigte seinen Rückzug vom Amt für das Frühjahr an. (Archivbild) (Quelle: Stefan Rousseau/PA/dpa)

Bei der Parlamentswahl in Großbritannien verloren die Sozialdemokraten haushoch gegen die Konservativen. Nun sucht die Labour-Partei einen neuen Parteichef. Wer sich dafür bewirbt, muss hohe Auflagen erfüllen.

Das Führungsgremium der britischen Labour-Partei hat sich am Montag auf die Regeln für die Nachfolge des scheidenden Parteichefs Jeremy Corbyn geeinigt. Die britischen Sozialdemokraten hatten bei der Parlamentswahl im Dezember ein desaströses Ergebnis eingefahren und den Konservativen von Premierminister Boris einen überwältigenden Wahlsieg beschert. Corbyn kündigte daraufhin seinen Rückzug im Frühjahr an.

Das Auswahlverfahren soll bereits am Dienstag beginnen, wie aus einer Labour-Mitteilung vom Montag hervorgeht. Nominierungen werden bis zum 13. Januar entgegengenommen. Wer neuer Parteichef wird, soll am 4. April bekanntgegeben werden. Erwartet wird eine heftige Auseinandersetzung zwischen dem linken Lager um Noch-Parteichef Corbyn und dem gemäßigten Flügel.

Es gibt zwei Favoriten in dem Rennen

Gute Chancen werden vor allem der wirtschaftspolitischen Sprecherin Rebecca Long-Bailey vom linken Parteiflügel und dem gemäßigten Brexit-Experten Keir Starmer eingeräumt. Long-Bailey bewarb sich am Montag öffentlich um die Corbyn-Nachfolge, Starmer hat dies bislang noch nicht getan. Als Außenseiterinnen gelten die Abgeordneten Jess Phillips und Lisa Nandy, die beide bereits ihre Kandidatur angekündigt haben.

Für die Bewerbung gelten aber hohe Hürden: Kandidaten müssen dafür die Unterstützung von zehn Prozent der Labour-Abgeordneten und von fünf Prozent der Kreisverbände oder drei parteinahen Organisationen hinter sich bringen.

Gewählt wird der Labour-Chef von den mehr als 500.000 Mitgliedern der Partei und sogenannten Unterstützern, zum Beispiel Gewerkschaftsmitgliedern.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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