Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Corona-Krise in den USA: "New York Times" listet Tote auf Titelseite auf

"Keiner von ihnen war nur Statistik"  

"New York Times" listet Corona-Tote auf Titelseite auf

24.05.2020, 10:22 Uhr | dpa

Corona-Krise in den USA: "New York Times" listet Tote auf Titelseite auf. Die Titelseite der "New York Times": 1.000 Opfer der Corona-Pandemie sind dort aufgelistet.  (Quelle: Screenshot: twitter.com/nytimes)

Die Titelseite der "New York Times": 1.000 Opfer der Corona-Pandemie sind dort aufgelistet. (Quelle: Screenshot: twitter.com/nytimes)

Lynne, die fantasievolle Großmutter, Joseph, der liebevolle Sohn, José, der ehrenwerte Staatsdiener: Sie alle sind Opfer der Corona-Pandemie in den USA. Und wurden nun von der New York Times mit einer ungewöhnlichen Titelseite geehrt.

Die Titelseite der "New York Times" ist am Sonntag den amerikanischen Opfern der Coronavirus-Pandemie gewidmet: Die Zeitung hat in sechs Spalten ganzseitig die Namen von Hunderten Verstorbenen abgedruckt.

In der Ausgabe stehen insgesamt 1.000 Namen aus veröffentlichten Nachrufen und jeweils ein persönlicher Satz zu den Opfern. "Die 1.000 Menschen hier stellen nur ein Prozent der Opfer dar. Keiner von ihnen war nur eine Statistik", schrieb die Zeitung auf der über Twitter veröffentlichten Titelseite.

Die Überschrift, die sich von links nach rechts über die ganze Seite erstreckte, lautete: "Fast 100.000 Tote in den USA, ein unermesslicher Verlust".

Unter den 1.000 geehrten Opfern waren unter anderem folgende Menschen beschrieben:

  • Dante Dennis Flagello (62 Jahre alt) aus Rome im Bundesstaat Georgia, dessen "größte Errungenschaft die Beziehung mit seiner Frau war".
  • Thomas E. Anglin (85) aus Cumming in Georgia "schaffte viele wunderbare Erinnerungen für seine Familie".
  • Joseph W. Hammond (64) aus Chicago im Bundesstaat Illinois "gab seinen Beruf auf, um sich um seine Eltern zu kümmern".
  • Lynne Sierra (68) aus dem Ort Roselle in Illinois war "eine Großmutter, die immer voller Ideen war".
  • José Díaz-Ayala (38) aus Palm Beach im Bundesstaat Florida "hat 14 Jahre dem Büro des Sheriffs des Bezirks Palm Beach gedient".

"Zahlen alleine können nicht die Auswirkungen des Coronavirus auf Amerika messen, sei es die Zahl der behandelten Patienten, unterbrochener Jobs oder zu früh beendeter Leben", schrieb die "New York Times" weiter.

Nach Daten der Universität Johns Hopkins sind in den USA bis Samstagabend (Ortszeit) über 1,6 Millionen bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und über 97.000 Todesfälle gemeldet worden. Der neue Erreger Sars-CoV-2 kann die vor allem für ältere Menschen sehr gefährliche Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal