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Corona in den USA: Millionen Astrazeneca-Impfdosen bleiben wohl liegen

Warten auf Zulassung  

Millionen Astrazeneca-Dosen bleiben auch in den USA liegen

12.03.2021, 12:42 Uhr | dpa

Corona in den USA: Millionen Astrazeneca-Impfdosen bleiben wohl liegen. Impfung in Washington: In den USA starben bislang mehr als eine halbe Million Menschen am Coronavirus. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Impfung in Washington: In den USA starben bislang mehr als eine halbe Million Menschen am Coronavirus. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Mehr als eine halbe Million Menschen sind in den USA an oder mit dem Coronavirus gestorben. Nun berichten US-Medien, dass Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs nicht verimpft werden.

In den USA haben sich einem Zeitungsbericht zufolge Millionen ungenutzte Dosen des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca angesammelt. Hintergrund ist nach einem Bericht der "New York Times" unter anderem, dass die Ergebnisse der klinischen Studien in den USA noch nicht vorliegen. Das britisch-schwedische Unternehmen habe auch noch keine Notfallzulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt.

Allein 30 Millionen Impfdosen seien bereits in einer Anlage im Bundesstaat Ohio abgefüllt, weitere Dutzende Millionen Dosen in einem Labor in Maryland produziert worden, schrieb die Zeitung. Der große Vorrat an diesem bereits in mehr als 70 Ländern zugelassenen Impfstoff habe zu einer Diskussion in Washington darüber geführt, ob dieser nicht an andere Länder abgegeben werden solle, die ihn mehr benötigten.

"Andere Regierungen sollen sich bezüglich Spenden von Astrazeneca-Dosen an die US-Regierung gewandt haben. Wir haben die US-Regierung gebeten, diese Anfragen sorgfältig zu prüfen", zitierte das Blatt einen Unternehmenssprecher. Auch einige Gesundheitsbeamte in den USA hätten angeregt, Impfdosen an Brasilien, Großbritannien oder die EU zu schicken. Bislang habe die Regierung von Präsident Joe Biden diese Bitten abgelehnt.

Biden hat gerade angekündigt, die Staffelung nach Impfgruppen aufzuheben und Impfstoffe bis spätestens 1. Mai für alle Erwachsenen in den USA freigeben zu lassen. Bei seiner ersten großen TV-Ansprache am Donnerstagabend stellte er den Amerikanern in Aussicht, zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli wieder in kleinen Gruppen zusammenkommen und feiern zu können.

In den Vereinigten Staaten, die rund 330 Millionen Einwohner zählen, schreitet die Impfkampagne rasch voran. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC hat inzwischen fast jeder vierte Erwachsene mindestens eine Impfstoffdosis verabreicht bekommen. In den USA sind bislang die Impfstoffe von Johnson & Johnson, Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen.

Etwa 60.000 Neuinfektionen in den USA gemeldet

Landesweit meldeten die US-Behörden für den Donnerstag knapp 60.800 neue Corona-Fälle und 1.463 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Bislang haben sich in den USA mehr als 29,2 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 530.000 starben.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr sagte der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci, er habe nicht damit gerechnet, dass die Zahl der Corona-Toten in den USA so hoch sein würde. "Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, es hätte mich völlig schockiert", sagte er am Donnerstag dem Sender NBC. Diese Entwicklung sei sehr stark von der "Spaltung" im Land geprägt gewesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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