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Drogenpolitik: Luxemburg erlaubt Cannabisanbau für Eigenbedarf

Liberale Drogenpolitik  

Luxemburg erlaubt Cannabisanbau für Eigenbedarf

22.10.2021, 19:01 Uhr | dpa

Drogenpolitik: Luxemburg erlaubt Cannabisanbau für Eigenbedarf. Hanf-Pflanzen: Luxemburgs Regierung verfolgt seit einiger Zeit Pläne, den Anbau, Verkauf und Konsum zum persönlichen Gebrauch zu legalisieren.  (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Hanf-Pflanzen: Luxemburgs Regierung verfolgt seit einiger Zeit Pläne, den Anbau, Verkauf und Konsum zum persönlichen Gebrauch zu legalisieren. (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Während Cannabis in den Niederlanden lediglich toleriert wird, geht Luxemburg einen Schritt in Richtung Legalisierung. Die Bürger dürfen in Zukunft zu Hause Hanfpflanzen anbauen. 

Cannabis darf in Luxemburg künftig in kleinerem Maßstab für den Eigenbedarf angebaut werden. Das geht aus einem Maßnahmenpaket der luxemburgischen Regierung zur Bekämpfung der Drogenkriminalität hervor, das vorgestellt wurde.

Demnach sind künftig daheim und pro Haushalt bis zu vier Cannabispflanzen erlaubt. Der Besitz und der Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit bleiben aber weiterhin verboten.

In den Niederlanden wird Cannabis lediglich toleriert

Die Regierungskoalition in Luxemburg verfolgt seit einiger Zeit Pläne, den Anbau, Verkauf und Konsum von Cannabis zum persönlichen Gebrauch zu legalisieren. Dem EU-Beobachtungszentrum für Drogen mit Sitz in Lissabon zufolge wäre Luxemburg mit solch weitreichenden Regelungen Vorreiter in Europa. Auch in den Niederlanden wird Cannabis lediglich toleriert. Die Umsetzung der Pläne lässt in Luxemburg auf sich warten, als Gründe für die Verzögerung nennt die Regierung unter anderem die Corona-Pandemie.

Das nun vorgestellte Paket mit 27 Einzelmaßnahmen zielt nach  Darstellung der Regierung auf die aktuelle Situation ab. So soll etwa bei Besitz und Kauf von bis zu drei Gramm Cannabis ein vereinfachtes Strafrecht zur Anwendung kommen. Der Rahmen der dafür vorgesehenen Geldbußen soll von derzeit 251 bis 2.500 Euro auf 25 bis 500 Euro gesenkt werden. Vorgesehen sind unter anderem auch eine verstärkte Polizeipräsenz und Bodycams für Polizisten oder ein Drogenpräventionskonzept für Schulen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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