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Israel greift nach Raketenbeschuss aus Gaza Hamas-Ziele an

Von dpa
Aktualisiert am 02.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Rauch und ein Feuerball steigen nach einem Luftangriff im s├╝dlichen Gazastreifen auf.
Rauch und ein Feuerball steigen nach einem Luftangriff im s├╝dlichen Gazastreifen auf. (Quelle: Ashraf Amra/APA Images via ZUMA Press Wire/dpa./dpa)
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Tel Aviv/Gaza/Ramallah (dpa) - Nach neuem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israels Armee in der Nacht zum Sonntag Einrichtungen der dort herrschenden islamistischen Hamas beschossen.

Die Luftwaffe habe eine Raketenwerkstatt sowie Hamas-St├╝tzpunkte entlang der Grenze angegriffen, sagte der israelische Ministerpr├Ąsident Naftali Bennett w├Ąhrend der Kabinettssitzung in Jerusalem.

Bennett widerspricht

Er wies Berichte zur├╝ck, denen zufolge zwei am Samstag aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen versehentlich wegen schlechten Wetters ausgel├Âst wurden. Sie waren vor dem Gro├čraum Tel Aviv ins Meer gest├╝rzt. Bennett betonte, Hamas sei f├╝r jeden Beschuss aus dem Gazastreifen verantwortlich.

Die im Gazastreifen herrschende Pal├Ąstinenserorganisation Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hatte sich im Mai einen elft├Ągigen milit├Ąrischen Waffengang mit militanten Pal├Ąstinensern im Gazastreifen geliefert. ├ägypten vermittelte schlie├člich eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat. Seither blieb es verh├Ąltnism├Ą├čig ruhig.

Neue Spannungen durch Hungerstreik

F├╝r neue Spannungen sorgt auch der Hungerstreik eines pal├Ąstinensischen H├Ąftlings. Ein Sprecher des Krankenhauses Assaf Harofe in der N├Ąhe von Tel Aviv best├Ątigte, der Zustand von Hischam Abu Hawasch sei nach fast 140 Tagen Hungerstreik ernst. Er bestritt jedoch, dass das Leben des 40-J├Ąhrigen in Gefahr sei. Die Pal├Ąstinenserorganisation Islamischer Dschihad hatte am Samstag vor einer "Explosion" gewarnt und mit einem Ende der Waffenruhe im Gazastreifen gedroht, sollte Israel den Mann nicht freilassen.

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Abu Hawasch stammt aus Dura nahe Hebron im s├╝dlichen Westjordanland. Nach Medienberichten befindet er sich seit Oktober 2020 in sogenannter Administrativhaft, die es Israel erm├Âglicht, Personen jeweils f├╝r sechs Monate ohne formelle Anklage festzuhalten. Nach pal├Ąstinensischen Medienberichten steht Abu Hawasch dem Islamischen Dschihad nahe.

In sozialen Medien waren in den letzten Tagen Bilder des b├Ąrtigen Mannes im Krankenhausbett zu sehen, auf denen er extrem abgemagert und geschw├Ącht aussieht. Die israelische Organisation ├ärzte f├╝r Menschenrechte teilte bei Twitter mit, eine Mitarbeiterin habe den H├Ąftling untersucht. Sie habe berichtet, dass er sich wegen schlechter Kaliumwerte und m├Âglicher Herzrhythmusst├Ârungen "in unmittelbarer Lebensgefahr befindet".

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