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Polizei geht mit Hunden gegen verbotene Corona-Proteste vor

Von dpa
Aktualisiert am 03.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Vorgehen der Polizei in der Kritik: Aufnahmen aus Amsterdam zeigen, die Einsatzkräfte teils Gewalt gegen Demonstranten einsetzen. (Quelle: t-online)
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Rund 10.000 Menschen haben in Amsterdam bei einer verbotenen Demonstration gegen die Corona-Politik protestiert. Die Polizei löste die Kundgebung auf

Bei einer verbotenen Demonstration gegen die Corona-Politik der Regierung in Amsterdam kam es am Sonntag zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten. 30 Teilnehmer seien festgenommen worden, teilten die Behörden am Abend mit. Ihnen werde unter anderem Störung der öffentlichen Ordnung, Misshandlung oder unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

Vier Beamte seien verletzt worden, als mehrere Demonstranten versuchten, eine Blockade der Bereitschaftspolizei unweit des Museumsplatzes zu durchbrechen. Am Abend beruhigte sich die Lage nach Behördenangaben.

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Polizei hetzt Hund auf Demonstranten

Die Niederlande befinden sich wegen der raschen Verbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus in einem harten Lockdown, der noch bis mindestens Mitte Januar dauern soll. Auf Videoaufnahmen im Netz ist zu sehen, wie Polizisten mit Schlagstöcken gegen eine Gruppe von Frauen und Männern vorgingen. Gegen Demonstranten, die sich weigerten, den Platz zu verlassen seien Polizisten auf Pferden vorgegangen, teilte die Polizei mit. Es seien auch Polizeihunde eingesetzt worden. Davon zeugt auch ein Video, das derzeit auf Twitter geteilt wird: Es zeigt einen Polizeihund, der einen Mann angreift und sich in dessen Arm verbeißt. Ein Uniformierter lässt dies nicht nur offensichtlich geschehen, sondern malträtiert den Mann zusätzlich mit einem Schlagstock.

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Die Auseinandersetzungen hatten am Nachmittag auf dem zentralen Platz vor dem Rijksmuseum begonnen. Eine Gruppe von ganz in Weiß gekleideten Personen skandierte den Slogan "Das hier ist keine Diktatur". Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema von der Partei GroenLinks (GrünLinks) ordnete die Räumung des von Hundertschaften der Bereitschaftspolizei umstellten Areals an.

Gemeinsames "Kaffeetrinken"

Wie die Nachrichtenagentur ANP berichtete, zogen die meisten Demonstranten daraufhin durch Teile der Innenstadt zu dem weiter entfernten Westerpark-Viertel. Dort nahmen viele von ihnen an einer genehmigten Kundgebung der rechtspopulistischen Partei Forum für Demokratie teil. Später zogen mehrere Hundert Menschen zurück zum Museumsplatz. Den Angaben zufolge verließen sie ihn friedlich nach ihrer Zusammenkunft, die die Organisatoren als gemeinsames "Kaffeetrinken" bezeichneten.

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Schon vor Beginn der nicht genehmigten Demonstration vor dem Rijksmuseum war laut Polizei-Mitteilung etwa 200 Menschen der Zugang zur Stadt verwehrt worden. Unter ihnen seien mehrere Mitglieder sogenannter Verteidigungsgruppen, die bewaffnet und gewaltbereit zum Museumsplatz hätten kommen wollen.

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