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Bildungsminister gibt Interview im Urlaub – scharfe Kritik

Von afp
18.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Jean-Michel Blanquer wĂ€hrend eines Pressestatements (Archivbild): Der französische Bildungsminister wird kritisiert, weil er neue Corona-Maßnahmen wĂ€hrend seines Strandurlaubs bekannt gab.
Jean-Michel Blanquer wĂ€hrend eines Pressestatements (Archivbild): Der französische Bildungsminister wird kritisiert, weil er neue Corona-Maßnahmen wĂ€hrend seines Strandurlaubs bekannt gab. (Quelle: JonathanRebboah/PanoramiC/imago-images-bilder)
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Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer steht in der Kritik. Er hatte wichtige Corona-Maßnahmen wĂ€hrend seines Urlaubs verkĂŒndet. Lehrergewerkschaften in Frankreich haben erneut zum Streik aufgerufen.

Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer ist wegen eines von seinem Urlaubsort Ibiza aus gefĂŒhrten Interviews in die Kritik geraten. Mehrere Oppositionspolitiker riefen ihn zum RĂŒcktritt auf. Blanquer bedauerte die Wahl seines Urlaubsortes. "Ich hĂ€tte einen anderen Ort wĂ€hlen sollen", sagte er am Dienstag in der Nationalversammlung. "Die Symbolik bereue ich", fĂŒgte er hinzu.

Das Nachrichtenportal "Mediapart" hatte am Vorabend berichtet, dass Blanquer die neuen Corona-Regeln fĂŒr Schulen nach den Weihnachtsferien in einem Interview von Ibiza aus angekĂŒndigt hatte. Die Zeitung "Le Parisien" hatte ein Archivfoto des Ministers in seinem BĂŒro dazu abgedruckt, ohne es als solches zu kennzeichnen. Der stellvertretende Redaktionsleiter Pierre Chausse erklĂ€rte auf Twitter, dass die Journalisten nicht wussten, dass der Minister sich auf Ibiza befand und dass die Redaktion nichts habe verschleiern wollen.

"PR-Gag" vom Strand

"Anstatt mit Lehrern und Elternvertretern den Schulbeginn unter Corona-Bedingungen vorzubereiten, organisiert der Minister vom Strand aus einen PR-Gag", schrieb der grĂŒne PrĂ€sidentschaftskandidat Yannick Jadot am Dienstag auf Twitter. Im Internet mehrten sich Karikaturen und Fotocollagen, die den Minister als DJ oder beim Strandlauf zeigten.

Das Bildungsministerium betonte, dass ein Telefon-Interview "nichts Außergewöhnliches" sei. Blanquer sei vier Tage im Urlaub gewesen. Die Minister hĂ€tten die Erlaubnis, sich "zwei Flugstunden" entfernt von Paris aufzuhalten. Das Ministerium verwies außerdem darauf, dass die Regeln fĂŒr die Schulen auf den Empfehlungen der Gesundheitsbehörde basieren, die erst am vergangenen Ferientag bekannt gegeben worden waren.

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"Ibiza ist fĂŒr das Image eine Katastrophe"

"WĂ€ren die Entscheidungen anders ausgefallen, wenn ich woanders gewesen wĂ€re? Nein!", sagte Blanquer in der Nationalversammlung. Nach Berichten von "Politico" und "Le Monde" hatten mehrere Berater vergeblich versucht, Blanquer von der Ibiza-Reise abzubringen. "Ibiza ist fĂŒr das Image eine Katastrophe", zitierte "Le Monde" einen ungenannten Politiker der Regierungsmehrheit.

Das am 2. Januar veröffentlichte Interview hatte EntrĂŒstung ausgelöst, weil die Schulen zuvor nicht ĂŒber die neuen Regeln informiert worden waren, und der Text zunĂ€chst mit einer Bezahlschranke versehen war. Die neuen Regeln hatten sich als schwer umsetzbar herausgestellt und wurden seitdem mehrfach geĂ€ndert. Lesen Sie hier mehr dazu.

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Unterdessen haben mehrere Lehrergewerkschaften fĂŒr Donnerstag erneut zum Streik aufgerufen. Ein erster Streik in der vergangenen Woche gegen die als chaotisch empfundenen Corona-Regeln an den Schulen hatte zu zahlreichen Schulschließungen gefĂŒhrt.

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