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Wie Indien vom Ukraine-Krieg profitiert

Von rtr
Aktualisiert am 03.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Sergej Lawrow (l) und Subrahmanyam Jaishankar (r): "Wir sind Freunde".
Sergej Lawrow (l) und Subrahmanyam Jaishankar (r): "Wir sind Freunde". (Quelle: handle/AP/dpa-bilder)
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Russland bem├╝ht sich, den Schaden westlicher Sanktionen ├╝ber Handelsbeziehungen in Asien auszugleichen. Das Kalk├╝l k├Ânnte aufgehen: Seit Kriegsbeginn importiert Indien viel mehr russisches ├ľl.

Der russische Au├čenminister Sergej Lawrow war nach seinem Besuch in Indien sichtlich zufrieden. "Wir sind Freunde", sagte er bei einem Auftritt mit seinem Kollegen Subrahmanyam Jaishankar in Neu Delhi. Dann f├╝gte er hinzu: "Wir sind bereit, alle G├╝ter zu liefern, die Indien kaufen m├Âchte."

Nach seiner Visite in China hatte Lawrow in dieser Woche mit Indien ein Land besucht, das bereits zu den gr├Â├čten Abnehmern russischer Rohstoffe geh├Ârt. Angesichts der EU-Ank├╝ndigung, sich m├Âglichst schnell von den Kohle-, ├ľl- und Gaslieferungen aus Russland zu verabschieden, sucht Moskau in Asien derzeit gezielt nach Alternativen. Neben Indien hatte auch bereits das G20-Land Indonesien Interesse am Kauf von russischem ├ľl signalisiert.

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Indien k├Ânnte vom Ukraine-Krieg profitieren

Indien ÔÇô nach China das bev├Âlkerungsreichste Land der Erde ÔÇô ist dabei f├╝r Russland aber von besonderer Bedeutung. Die gr├Â├čte Demokratie der Welt hat sich den westlichen Sanktionen wegen der russischen Invasion in die Ukraine nicht angeschlossen, sondern f├Ąhrt einen weitgehend neutralen Kurs.

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Neu-Delhi hat zwar einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert, sich aber geweigert, das Vorgehen Moskaus ausdr├╝cklich zu verurteilen. Sie hat sich bei mehreren UN-Resolutionen zum Krieg der Stimme enthalten. US-Pr├Ąsident Joe Biden hatte den indischen Kurs deshalb als "wackelig" kritisiert. Denn gleichzeitig geh├Ârt das Land wegen der ├ängste vor China zu einer sogenannten "Quad"-Gruppe mit den USA, Japan und Australien. Doch so gerne man gegen China mit den USA zusammenarbeitet, so wenig interessiert die indische Regierung der Konflikt im fernen Europa.

Sergej Lawrow (l) und Subrahmanyam Jaishankar (r) in Neu-Delhi, Indien: Russland lockt die indische Regierung mit Rabatten auf Importe von Waren wie ├ľl oder Kokskohle.
Sergej Lawrow (l) und Subrahmanyam Jaishankar (r) in Neu-Delhi, Indien: Russland lockt die indische Regierung mit Rabatten auf Importe von Waren wie ├ľl oder Kokskohle. (Quelle: @DrSJaishankar/Twitter/Handout/Reuters-bilder)

Nun deutet sich ÔÇô sehr zum Leidwesen der Europ├Ąer und Amerikaner ÔÇô an, dass Indien einer der Nutznie├čer des westlichen Konflikts mit Russland werden k├Ânnte und die Regierung in Moskau damit st├╝tzt. Bisher ist Russland Indiens Hauptlieferant von Verteidigungsg├╝tern, aber der j├Ąhrliche Gesamthandel beider L├Ąnder ist noch gering. Er betrug in den vergangenen Jahren durchschnittlich nur etwa neun Milliarden US-Dollar, haupts├Ąchlich D├╝ngemittel und etwas ├ľl. Zum Vergleich: Indiens bilateraler Handel mit China bel├Ąuft sich auf mehr als 100 Milliarden Dollar pro Jahr.

Aber angesichts der starken Rabatte auf russisches Roh├Âl seit dem Angriff auf die Ukraine hat Indien jetzt mindestens 13 Millionen Barrel gekauft, verglichen mit fast 16 Millionen Barrel, die im gesamten letzten Jahr aus Russland importiert wurden.

Moskau lockt mit Rabatten

Kritik aus dem Westen weist die Regierung in Neu Delhi zur├╝ck. "Ich w├╝rde die nationalen Interessen meines Landes an die erste Stelle setzen, und ich w├╝rde meine Energiesicherheit an die erste Stelle setzen", sagte Finanzministerin Nirmala Sitharaman gegen├╝ber dem Sender CNBC-TV18 mit Hinweis auf das verbilligte ├ľl aus Russland. "Warum sollte ich es nicht kaufen? Ich brauche es f├╝r mein Volk."

Indien erw├Ąge, auch seine Importe an russischer Kokskohle f├╝r die Stahlherstellung zu verdoppeln, sagte der indische Stahlminister am Sonntag. Indien hat zudem k├╝rzlich einen Vertrag ├╝ber den Kauf von 45.000 Tonnen russischen Sonnenblumen├Âls f├╝r April abgeschlossen ÔÇô als Ersatz f├╝r ausgefallene Lieferungen aus der Ukraine.

"Indien wird insgesamt mehr Artikel aus Russland importieren, besonders wenn es einen Rabatt gibt", sagte ein hochrangiger indischer Regierungsbeamter. Das Land k├Ânnte Russland damit dringend ben├Âtigte Devisen verschaffen und dient Russlands Pr├Ąsident Wladimir Putin als Beispiel daf├╝r, warum er davon ausgeht, westlichen Sanktionen widerstehen zu k├Ânnen.

Indien und Russland planen eigenes Zahlungssystem

Indien umgeht dabei auch die Finanzsanktionen gegen Russland, die etwa einen Ausschluss etlicher russischer Banken aus dem Swift-Abrechnungssystem beinhalten. Die Regierung in Neu-Delhi versucht nun, ein Rupien-Rubel-Handelssystem einzurichten. Damit k├Ânnte die Entkoppelung der bev├Âlkerungsreichsten L├Ąnder der Erde von Gesch├Ąften in Euro und Dollar voranschreiten.

Das sieht auch Lawrow so: "Es ist v├Âllig klar, dass immer mehr Transaktionen ├╝ber dieses System in den nationalen W├Ąhrungen abgewickelt werden, unter Umgehung von Dollar, Euro und anderen W├Ąhrungen", sagte er. Beide L├Ąnder k├Ânnten einen Rupien-Rubel-Mechanismus f├╝r den Handel mit ├ľl, milit├Ąrischer Ausr├╝stung und anderen G├╝tern nutzen.

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