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USA: Reicht Joe Bidens Gesundheitszustand für die US-Wahl 2024?


Video zeigt Aussetzer des Präsidenten
Experte analysiert Bidens Gesundheit – drastische Forderung


29.02.2024Lesedauer: 1 Min.
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Politikexperte van de Laar: Er gibt eine Einschätzung zu Bidens Gesundheit. (Quelle: t-online)

Der US-Präsident Joe Biden möchte erneut für die Wahl des Präsidentschaftsamts antreten. Doch halten ihn knapp 7 von 10 Amerikanern für zu alt. Ein Experte gibt seine Einschätzung, ob der 81-Jährige noch in der Lage ist zu regieren.

Donald Trump nutzt Joe Bidens Alter für seine eigene Wahlkampagne, obwohl der Republikaner selbst nur vier Jahre jünger ist. Der aktuelle US-Präsident hat ab und zu kleine Aussetzer, stolpert Treppen hoch oder wirkt verwirrt. Dennoch kandidiert er erneut.

Politikexperte Julius van de Laar hat Biden im Wahlkampf 2008 und 2012 miterlebt. Er war Mitglied im Wahlkampfteam von Barack Obama und kennt den ehemaligen Vize-Präsidenten und sein Auftreten gut. Wie er Bidens Chancen einschätzt, erneut Präsident zu werden, erklärt er im Gespräch mit t-online.

Darüber hinaus spricht der Experte über eine mögliche Ablösung durch jüngere Kandidaten und zeigt auf, wer dafür infrage käme.

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Joe Biden ist mit seinen 81 Jahren der bisher älteste US-Präsident. Und er will er noch eine zweite Amtszeit dranhängen.
Immer häufiger macht er jedoch Schlagzeilen mit wirren Auftritten und sprachlichen Aussetzern:
“Und unabhängig davon, was seine eigentliche Leistung im Amt ist, das, was er Legislative hinbekommt, wirkt das natürlich auf viele Wählerinnen und Wähler so, dass er eben nicht mehr die Energie hat, noch mal vier Jahre durchzuhalten. Und das zeichnet sich ja auch in den Umfragen wieder sehen, dass etwa 2/3 der Amerikaner große Sorgen haben über den Gesundheitszustand und eben auch die mentale Fitness von Joe Biden.”
Van de Laar hat Joe Biden schon persönlich bei politischen Events begleitet:
“Ich habe Joe Biden 2008 im Wahlkampf erlebt, 2012 im Wahlkampf erlebt. Ich habe ihn noch letztes Jahr gesehen. Da gibt es einen großen Unterschied zwischen dem Joe Biden, zusammengeschnitten in den Donald Trump Videos, wo natürlich ein Verhaspeln nach dem anderen dabei ist, und dem Joe Biden, der natürlich dann eben auch hart verhandelt oder eben auch regiert.”


Dennoch sind die Aussetzer für Trump ein gefundenes Fressen, um sich über Biden lustig zu machen. Im Wahlkampf liefern sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende können Nuancen entscheiden:
“Es sind noch acht Monate bis zur Wahl. Bis dahin kann noch viel passieren. Aktuell ist Donald Trump vorne. Jetzt sind die nationalen Umfragen, würde ich argumentieren, erst mal zweitrangig. Meistens wird eben die US-Wahl in vier bis sechs Bundesstaaten entschieden, in den sogenannten Swing States und dort hat Joe Biden das letzte Mal mit etwa 45.000 Stimmen Unterschied gewonnen. Das heißt, diese Wahl wird unendlich knapp werden und es sind wirklich wahrscheinlich nur eine Handvoll Stimmen.”
Doch wer könnte statt Biden für die Demokraten antreten?
“Ich höre ja oft so “Wie kann es sein, dass in diesem Land mit über 300 Millionen Leuten, dass sich kein Besserer findet als Joe Biden oder auch Donald Trump auf der anderen Seite?” Und ich verstehe durchaus auch die Frustration. Fakt ist: Es gibt eine Reihe von Demokraten, die fähig wären und auch sofort loslegen können. Die natürlich sofort einfallen, sind Gavin Newsom, der Gouverneur aus Kalifornien, Gretchen Whitmer, die Gouverneurin aus Michigan. Das sind zwei Leute, die sofort loslegen könnten und auch wirklich formidable Kandidaten wären.”

Dass jedoch Biden jetzt noch ausgetauscht wird, hält er für unwahrscheinlich:
“Wenn er sagt, “Ich möchte unbedingt antreten”, dann wird es echt schwer, ihn von diesem Nominierungsprozess auch noch auszuschließen. Dafür hätte es eben auch erfordert, dass einer dieser Kandidatinnen oder einer dieser Kandidaten gesagt hätte “Ich fordere dich aktiv raus und ich zieh’ in den Vorwahlen eben auch in den Kampf gegen dich.”
Auf republikanischer Seite ist Donald Trump als Kandidat so gut wie sicher. Seine einzige verbliebene Konkurrentin Nikki Haley ist in Umfragen abgeschlagen:

Alternativ: Auf republikanischer Seite ist Donald Trump als Kandidat sicher. Seine einzige verbliebene Konkurrentin Nikki Haley ist zuletzt aus dem Wahlkampf ausgeschieden.


“Die Kampagne von Donald Trump, die schnurrt, die läuft wie ein Motor. Jeden Tag nehmen die Spendengelder an, jeden Tag machen die ihre Veranstaltung für den Social-Media-Content. Und so hätten wir natürlich noch einen relativ neuen Kandidaten. Oder Kandidatin, die dann plötzlich zwischen August und November eine komplette Multi-Milliarden-Präsidentschaftskampagne aufbauen müsste. Das hätte durchaus auch ein paar Herausforderungen.”
Biden sowie Trump haben aktuell eine gut laufende Wahlkampagne, dennoch wird aufgrund ihres Alters über ihren Gesundheitszustand und ihre Zurechnungsfähigkeit diskutiert.
Auch wenn die Verfassung keine Obergrenze für Präsidentschaftskandidaten vorsieht, hält van de Laar das für eine gute Idee:
“Ich würde sagen, wenn ich mir diesen Präsidentschaftswahlkampf anschaue und feststelle, Joe Biden hat wirklich lange diesem Land gedient, war über 50 Jahre im Senat, war Vizepräsident und jetzt auch Präsident. Ich glaube, man kann auch durchaus sagen, irgendwann sind Leute auch einfach zu alt, um Politik zu machen.”
Für Van de Laar braucht die USA wieder junge Kandidaten für das Präsidentschaftsamt, die nicht Biden oder Trump heißen.

Die Einschätzung des Experten zu Joe Bidens Gesundheit und ob er glaubt, dass der aktuelle Präsident noch eine Amtszeit durchhält, sehen Sie im Video hier oder oben.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Mit Material von Reuters
  • Eigenes Interview
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